Deine Stimme zählt!
Unglaublich: Unser Freund Reza (seit mehr als 10 Jahren Christ) soll am 26. Juli verurteilt und zurück in die Todeszelle im Iran abgeschoben werden. Reza ist deutschlandweit im Einsatz und gibt als ehemaliger Muslim Zeugnis für Jesus in Moscheen, Schulen, Gemeinden und auf der Straße. (siehe Pressemitteilung)

Über Reza wurden mittlerweile Beiträge auf den Sendern ZDF und SAT.1 gesendet.
Hier den Beitrag von SAT.1 anschauen


News vom 27.07.: Reza darf bleiben!!
Das Verwaltungsgericht Ansbach hat heute entschieden, dass Reza nicht abgeschoben werden darf! Das Gericht bestätigte, dass Reza als ehemaliger Moslem bei einer Rückkehr in den Iran mit seiner Ermordung rechnung muss. Eine schriftliche Bestätigung wird in ca. 3 Wochen erwartet.

Vielen Dank an alle, die mitgebetet und -gestimmt haben. Danken wir vor allem Gott, dass er die Sache zu einem guten Ende geführt hat.


Weitere Infos zur Verhandlung vom 26.07 und Interview mit Reza
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NEWS
Heute am 26. Juli hat die Verhandlung in Ansbach stattgefunden. Das Urteil wird morgen verkündet und dann auch an dieser Stelle veröffentlicht. In der Verhandlung gab es einige Unstimmigkeiten in der Aussage von Reza, die leider während der Verhandlung nicht aufgelöst wurden - wir hoffen, dass dadurch für Reza keine Nachteile entstanden sind. soulsaver.de hat nach der Verhandlung ein Interview mit ihm durchgeführt, um entstandene Unklarheiten zu beseitigen. Unten ist das vollständige Interview zu lesen, das auch an die Presse weitergeleitet wurde.
An dieser Stelle wollen wir uns auch klar von jeglichen Drohungen distanzieren, die an den Richter in Ansbach gerichtet worden sein sollen. Wir haben mit diesen Drohungen nichts zu tun und haben auch nicht dazu aufgefordert. Außerdem bitten wir in Zukunft davon Abstand zu nehmen, da dies nicht eines Christen würdig ist und auch ansonsten mit den Zielen dieser Aktion nicht vereinbar ist. Diese Petition dient nur dazu, öffentlich darauf aufmerksam zu machen, dass viele Menschen in Deutschland mit der Abschiebung von Reza nicht einverstanden sind.

Interview mit Reza nach der Verhandlung:
Nach seiner Verhandlung am Verwaltungsgericht Ansbach haben wir Reza Mamipour Abri gefragt, wie es zu dem Widerspruch in seiner Aussage zum Zeitpunkt seiner Bekehrung zum Christentum und den Gründen seiner Haft und Folter gekommen ist.

soulsaver.de: Du hast vor Gericht nicht bestätigt, dass Du schon im Iran Christ geworden bist. Warum?

Reza: Im Iran wurde ich geistlich überführt [* siehe nachträgliche Anmerkung von Reza hierzu], nachdem ich auf das Christentum aufmerksam geworden war und zu Christen Kontakt gesucht habe. Für das Gericht gilt das aber nicht. Dazu gibt es keine schriftlichen Belege. Deshalb sagte ich, ich sei offiziell mit meinem Beitritt zur Missionsgemeinde Ansbach 1998 Christ geworden. Im Iran hatte ich auch noch nicht den Mut,in meiner Familie meinen Glauben zu bekennen. Wenn man dort in eine christliche Kirche geht, stehen Islamisten vor der Tür und kontrollieren, ob du ein Minderheiten-Christ oder ein abgefallener Muslim bist.

soulsaver.de: Bist Du tatsächlich wegen Deines Glaubens ins Gefängnis gekommen? 1999 sagtest Du vor Gericht, das sei wegen Befehlsverweigerung geschehen.

Reza: Das Gericht hat nicht nach den Hintergründen gefragt. Ich habe mich, als ich meinen Militärdienst leistete, eines Tages nicht mehr am islamischen System beteiligt, am Freitagsgebet und sonstigen religiösen Versammlungen. Das wird als Angriff auf den islamischen Glauben und als Befehlsverweigerung betrachtet. Ich wurde von islamischen Geistlichen verhört. Damals konnte ich mein Verhalten nicht begründen. Aber das löste bei ihnen auch Alarm aus.

soulsaver.de: Bist Du tatsächlich gefoltert worden?

Reza: Ja, man hat mich mit den Füßen nach oben aufgehängt und ausgepeitscht. Das ist übrigens auch in den Akten.

soulsaver.de: Das Gericht hatte aber den Eindruck, Du hättest in Bezug auf Deine Bekehrung die Unwahrheit gesagt.

Reza: Es stört mich, danach immer wieder gefragt zu werden. Ich habe das schon zehn Mal gesagt, und es ist mehrfach in den Akten.


* Nachtrag von Reza zum Interview (27.07)
Mit "geistlich überführt" meine ich, dass der Geist Gottes mir klargemacht hat, dass ich ein Sünder bin und dass der gerechte Gott mich dafür richten wird, wenn ich nicht an Jesus glaube - genau so hat es auch Jesus in Johannes 16,5-9 gesagt:

"Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand von euch fragt mich: Wohin gehst du? sondern weil ich dies zu euch geredet habe, hat Traurigkeit euer Herz erfüllt. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, daß ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben"

Diese Stelle habe ich in diesem Zusammenhang auch im Gericht zitiert.

Pressemitteilung über Reza
Iranischem Asylbewerber (30) droht bei Abschiebung der Tod
 
Über das Schicksal von Reza Mamipour Abri wird am 26. Juli vor dem Verwaltungsgericht Ansbach verhandelt
 
Ansbach, 9. Juli - Der iranische Asylbewerber Reza Mamipour Abri schwebt in Lebensgefahr. Er soll in den Iran abgeschoben werden, obwohl er bekennender Christ ist und er daher von jedem Muslim straffrei getötet werden darf.
 
Der 30-jährige Abri lebt seit Ende 1997 in Mittelfranken. Bereits zweimal ist sein Asylantrag vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnt worden. Am 26. Juli (11.00 Uhr, Saal 5) wird über seinen Fall am Verwaltungsgericht Ansbach verhandelt. Er kann aber schon jetzt abgeschoben werden. Bei einer ersten Verhandlung 2003 stellte sich das Gericht auf den Standpunkt, Abri werde im Iran nichts geschehen, wenn er sich dort nicht zum Christentum bekenne und unauffällig verhalte.
 
Abri hat sich bereits 1995 im Iran nach Kontakten zu Christen zum Christentum bekehrt. Er war deshalb mehrere Monate inhaftiert und wurde auch gefoltert. Nach seiner Freilassung gelang ihm die Flucht. Würde seine Rückkehr in den Iran bekannt, würde er zweifellos erneut verhaftet und unter Druck gesetzt. Nach dem 1981 in Kraft getretenen iranischen „islamischen Gesetz der Vergeltung“ kann jeder mit dem Tode bestraft werden, der „den Propheten beleidigt“, etwa indem er sich vom Islam ab- und einer „minderwertigen Religion“ zuwendet.
 
Nach einem Gutachten des Beauftragten der ev.-luth. Landeskirche Hannovers für die Seelsorge an Iranern, Hans-Jürgen Kutzner, kann jeder Moslem den Abtrünnigen mit dem Tod bestrafen, ohne dafür strafrechtlich verfolgt zu werden. Ende 2005 wurde in der iranischen Stadt Gonbad-e-Kavus der vom Islam konvertierte freikirchliche Pastor Ghorban Tori entführt und erstochen. Erst kürzlich wurde der iranische Christ Ali Kaboli wegen illegaler religiöser Versammlungen und Abfalls vom Islam festgenommen. Vorher hatte es Reisebeschränkungen, Verhöre, Morddrohungen und einen Giftanschlag gegen ihn gegeben. Der pfingstliche Laienpastor Hamid Pourmand, der Oberst in der iranischen Armee war, wurde 2005 wegen Täuschung der Streitkräfte von einem Militärgericht zu drei Jahren Haft verurteilt.
 

Die Geschäftsführerin der deutschen Sektion von Christian Solidarity International, Ingrid Seigis, erinnerte an den Fall Abdul Rahman. Rahman hatte sich dem Christentum zugewandt und neun Jahre lang in Deutschland gelebt. Bei seiner Rückkehr nach Afghanistan war er von einem Gericht zum Tode verurteilt worden. Nur aufgrund von Protesten der internationalen Gemeinschaft wurde der Prozess schließlich im März dieses Jahres abgebrochen und Rahman für verrückt erklärt. „Soll es jetzt einen zweiten Fall Abdul Rahman geben“, fragte Seigis.