Homosexualität - ein ewiges Schicksal?

Ein bisschen schwul zu sein gehört heute fast schon zum guten Ton. Filme wie "Brokeback Mountain" oder "Traumschiff Surprise" verniedlichten es und machten es salonfähig. Inzwischen gibt es nicht nur schwule Rockstars, sondern auch schwule Politiker. In einem Artikel des Süddeutsche Zeitung Magazins wurde neulich behauptet, die Wissenschaft sei sich jetzt über das Thema einig. Gene und Hormone seien schuld, man werde entweder hetero oder homo geboren und Therapien seien ein großer Quatsch, der den Leuten mehr schade, als weiterhelfe.

In seinem Brief an die junge christliche Gemeinde in Rom schrieb Paulus ungefähr im Jahr 57 n.Chr. über Gottes gute Botschaft an die Menschen. Dabei erstellte er zunächst eine Diagnose über den Zustand des Menschen. Er legte ausführlich dar, wie sie sich von Gott entfernten und in der totalen Gottesfinsternis gefangen waren.

"Darum hat Gott sie den Begierden ihrer Herzen ausgeliefert, er hat sie ihrer Unsittlichkeit preisgegeben, so dass sie ihre eigenen Körper schändeten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge. Sie beteten die Geschöpfe an und verehrten sie anstelle des Schöpfers, der doch für immer und ewig zu preisen ist. Amen! Darum hat Gott sie entehrenden Leidenschaften ausgeliefert. Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Geschlechtsverkehr mit dem widernatürlichen und ihre Männer machten es genau so. Sie gaben den natürlichen Verkehr mit den Frauen auf und wurden von wildem Verlangen zueinander gepackt. Männer trieben es schamlos mit Männern. So empfingen sie den gebührenden Lohn für die Verirrung ihrer Gottesverehrung an sich selbst. Und weil sie es nicht für gut hielten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, so dass sie tun, was man nicht tun darf. Jede Art von Unrecht, Bosheit, Habsucht und Gemeinheit ist bei ihnen zu finden. Sie sind voller Neid, Mord, Streit, List und Tücke. Sie reden gehässig über andere und verleumden sie. Sie hassen Gott, sind gewalttätig, hochmütig und prahlerisch. Im Bösen sind sie sehr erfinderisch und ihre Eltern verachten sie. Sie sind unbelehrbar, unzuverlässig, gefühllos und kennen kein Erbarmen. Obwohl sie wissen, dass jeder, der so handelt, nach Gottes Urteil den Tod verdient, tun sie es nicht nur selbst, sondern finden es auch noch gut, wenn andere es genauso tun."  (Römer 1,24-32)

Hier wird Homosexualität als ein Beispiel verwendet, wie der Mensch der Gott ablehnt, schließlich alles was gut und richtig ist pervertiert. Heute wird oft argumentiert, das müsse man aus dem historischen Kontext heraus verstehen. Wir Menschen aus der Postmoderne seien aus solchen altertümlichen Vorstellungen längst herausgewachsen. So eine Interpretation missachtet aber das, was man aus der Antike weiß. Bei den Griechen und zu Paulus`Zeiten auch bei den Römern, war Homosexualität etwas völlig Normales. Alle möglichen Arten homosexueller Praktiken existierten. Griechische Männer betrachteten eine sexuelle Beziehung zu jungen Männern als eine besonders erstrebenswerte Form der Liebe. Die Dichterin Sappho (ca 630 v.Chr.) verfasste Lyrik, in denen sie die Liebe zu Frauen pries. Der römische Kaiser Hadrian (76-138 n.Chr.) war so in einen Jüngling namens Antinous verliebt, dass er ihn nach seinem Tod als Gott verehren ließ.

Es gibt aber auch Schriften von griechischen Autoren, die homosexuelles Verhalten für falsch hielten. Der Komödiendichter Aristophanes machte sich z.B. in seinen Theaterstücken darüber lustig. Platon dagegen rühmt die Homosexualität in seinen frühen Dialogen (z.B. im "Gastmahl") Später wich er aber davon ab und kam zu dem Entschluss, es sei unnatürlich (in den "Nomoi")

Die Bibel und zahlreiche Beispiele aus unserer Zeit zeigen, dass Homosexualität kein ewiges Schicksal ist. In einem Brief an Christen in der für ihre sexuellen Ausschweifungen berüchtigte Stadt Korinth schrieb Paulus:

"Wisst ihr denn nicht, dass ungerechte Menschen keinen Platz im Reich Gottes haben werden? Täuscht euch nicht: Menschen, die in Unzucht leben, Götzen anbeten oder die Ehe brechen, Lustknaben und Knabenschänder, Diebe oder Habsüchtige, Trinker, Lästerer oder Räuber werden keinen Platz im Reich Gottes haben. Und das sind manche von euch gewesen. Aber durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes seid ihr reingewaschen, seid ihr geheiligt, seid ihr gerecht gesprochen worden." (1.Korinther 6,9-11)

Es gab dort also Menschen, die homosexuell waren, die dann aber ihren Lebensstil durch Gottes Hilfe ändern konnten.



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