"Die heißeste Methode der Partnersuche"

Unsere Zeit ist gekennzeichnet von Schnelllebigkeit und Selbstbestimmung. Auf der anderen Seite wünscht sich aber wohl jeder Mensch Beziehung und Liebe. Um beides miteinander in Einklang zu bringen haben wir Dinge wie Online-Partnerbörsen erfunden oder Speed-Dating, der neueste Trend auf diesem Gebiet.
In dieser neuen Disziplin der Partnersuche, auch Express-Date, 10-Minute-Dating oder Mini-Date genannt kann man bereits nach Minuten den Partner wechseln, wenn einem sein Gegenüber nicht gefällt. Mann und Frau sitzen sich gegenüber und reden für 7 bis 10 Minuten miteinander bis ein Gongschlag ertönt. Dann rücken die Männer zur nächsten Kandidatin vor. In San Francisco saßen sich neulich 200 Männer und Frauen im Alter zwischen 30 und 60 gegenüber und versuchten den Partner ihres Lebens zu finden. Geredet wurde über alles mögliche, über den Traumurlaub, Hobbys oder den Beruf. Eine 48-jährige Hausfrau hatte nach 2 Minuten schon genug, ihrer Meinung nach, könne man schon nach kurzem feststellen, ob es funken könnte oder nicht.
Der Dating-Experte Richard Gosse findet es die schnellste, wirksamste, häufig billigste und derzeit “heißeste” Methode einen Partner kennen zu lernen. Immerhin ist er Vorsitzender von “American Singles”, dem größten gemeinnützigen Single-Verband der Welt. Ursprünglich war Speed-Dating eine Erfindung von jüdischen Glaubensgemeinschaften in New York und Los Angeles. Man wollte den Kontakt zwischen Gleichgesinnten vereinfachen. Von da aus breitete sich Speed-Dating im ganzen Land rasend schnell aus.
Schließlich kam das Speed-Dating auch außerhalb der USA erfolgreich an. In Frankreich werden in Schickeria-Clubs “Turbo-Flirtabende” abgehalten, sieben Kandidaten dürfen jeweils sieben Minuten miteinander plaudern. Auch bei uns in Deutschland gibt es diese Abende unter dem Motto: “7 Frauen treffen 7 Männer an 7 Tischen für je 7 Minuten”. 34 Euro kostet der Spaß.
So ist Liebe bei uns zum Fast-Food Produkt verkommen. Auch wenn es glückliche Beziehungen aus Fast-Dating Aktionen geben mag, irgendwo ist das ein Indikator für unsere Kommunikationsunfähigkeit. Deshalb enden unsere Beziehungen auch so oft in Enttäuschung und Desaster. Gott stellt sich uns in der Bibel nicht als eine unpersönliche, abstrakte Kraft vor, sondern als ein Gott der eine Beziehung zum Menschen haben möchte. Meine Meinung ist, dass in der mangelnden Kommunikation zu Gott, die Ursache für die Krise in Liebe und Beziehungen unserer Zeit liegt. Gott möchte uns mit Liebe beschenken, die wir dann weitergeben können. Das fehlt leider vielen Menschen. Zum Fest der Liebe soll hier deshalb noch einmal der Vers genannt werden, der den Plan Gottes für uns Menschen zusammenfasst:
“Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.” (Johannes 3,16)