Der Adventskalender
Jeder kennt ihn, kaum einer weiß etwas über seinen Ursprung: der
Adventskalender. Im 19. Jahrhundert begannen die protestantischen
Christen damit, die Tage vom 1. Advent bis Weihnachten zu zählen.
Manche markierten die Tage mit einer Kreide an ihren Türen. Tag für Tag
wurde ein Strich weggewischt, bis am 24. Dezember kein Strich mehr zu
sehen war. Ein anderer Brauch war, kleine Bilder mit religiösen Motiven
aufzustellen, ein Bild für jeden TaWer den ersten
Adventskalender herausbrachte, ist nicht mehr eindeutig
nachvollziehbar. Ein christlicher Buchladen in Hamburg brachte 1902
eine „Weihnachts-Uhr“ heraus, und eine Zeitung in Stuttgart legte im
Jahre 1904 einer ihrer vorweihnachtlichen Ausgaben einen
Adventskalender bei. Die Massenproduktion von Adventskalendern geht auf
den Münchener Gerhard Lang zurück; bis in die 1930er Jahre produzierte
die Reichhold & Lang Druckerei bis zu 30 verschiedene Arten von
Adventskalendern.Bald wurden die Kalender mit kleinen Türchen
versehen, hinter denen sich religiöse Motive oder Bibelsprüche
befanden. Erst später wurden die Adventskalender mit Süßigkeiten
gefüllt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges nahm Richard Sellmer im
Jahre 1946 die Produktion von Adventskalendern wieder auf.
Den Enkeln des amerikanischen Präsidenten Ike Eisenhower gefielen die
Adventskalender, und so gelangten sie in die USA. Bald sollten auch
Großbritannien und viele andere Länder diesen Brauch deutscher
Protestanten übernehmen. Ende der 1950er Jahre hatte der
Adventskalender, der mit Schokolade gefüllt war, Verbreitung auf der
ganzen Welt gefunden. Die heutigen Adventskalender wieder mit
Gottes Wort zu füllen, wie das ursprüngliche Brauchtum es pflegte, wäre
eigentlich das, was die Menschen in unserer Zeit am dringendsten nötig
hätten. Gottes Wort ist süßer als Honig und Honigseim - und süßer als
Schokolade. Gottes Wort kann, was selbst die beste Schokolade dieser
Welt nicht kann: Gottes Wort erquickt die Seele, macht den
Unverständigen weise, erfreut das Herz und erleuchtet die Augen. Und
wer Gottes Wort befolgt, empfängt reichen Lohn.
Was für ein Weihnachten würden wir erleben, wenn wir auf Schokolade und Kommerz verzichten würden, wenn wir Gott und Seinem Wort von neuem den
Stellenwert einräumen, wie es sich geziemt.Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht. Sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold, süßer als Honig und Honigseim. Auch dein Knecht wird durch sie belehrt, und wer sie befolgt, empfängt reichen Lohn. Psalm 19,8-12 distomos.blogspot.com