Karnevalsdesaster: Wulff tritt zurück

Bittere Nachricht für unsere Mitbrüger aus Köln: Zwei drittel aller Karnevalswagen, die ursprünglich für Karikaturen von Wulff geplant waren, fallen weg. Der Präsident ist zurückgetreten. Damit schlägt er dem Volk direkt ins Gesicht, denn sein Nachfolger wird Horst Seehofer. Was für eine Racheaktion. Die platzenden Kronkorken während der Pressekonferenz bei seiner Rücktrittsrede hat man versucht hinaus zu schneiden. Wulff hat also seine Urlaubspläne für 2012 bekannt gegeben. Es bleibt eigentlich nur eine Alternative: Markus Lanz! Und Berlusconi denkt sich nur: “Anfänger!”

Ziemlich viel Häme auf Twitter gegen den Bundespräsidenten. Das teile ich natürlich nicht. Häme ist immer falsch. Doch irgendwie muss man sagen, dass Herr Wulff sich das alles selbst eingebrockt hat. Er hat so an seinem Amt geklebt, dass man Klebstoff nach ihm benennen sollte. Er konnte nicht weg von der Macht, wahrscheinlich auch, weil Angie das so wollte (siehe politische Konstellation). Es ging bei dem ganzen Spektakel um Macht und um Ehrsucht. Wulff wird aus den Analen der Nachtkriegsgeschichte nicht gestrichen werden, er bleibt ein leider dunkles Kapitel. Ein Präsident ist angeklagt wegen Korruptionsverdacht, das gab es bisher nur aus Italien.

Als Gott  dem Volk Israel einen König gibt, teilt er sehr genau seine Vorstellungen von dem mit, wie ein König zu sein hat. Das steht in 5. Mose 17. Dort wird unter anderem gesagt, dass er sich das Gesetz des Moses in seinem Herzen bewahren soll. Er soll nur eine Frau haben und nicht nach Macht streben. Abgeschlossen wird der Text wie folgt:

Sein Herz soll sich nicht erheben über seine Brüder und soll nicht weichen von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass er verlängere die Tage seiner Herrschaft, er und seine Söhne.

5. Mose 17, 20

Ich will damit nicht auf Wulff zeigen und diffamieren. Er sollte uns vielmehr eine Warnung sein. Wieviele hat der Hochmut und der Stolz schon zu Fall gebracht, auch unter Nichtbundespräsidenten. Er ist kein Stück schlechter als du. Zwar ist er auch nicht besser, aber auch nicht schlechter. Jeder braucht Jesus. Auch ein Bundespräsident.


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