Der Papst Franziskus ist charismatisch und kommt uns im neuen Film von Wim Wenders ganz nahe. Aber da bleiben wichtige Fragen.

Wim Wenders machte den Film und stellt dem Papst die Fragen eines verzagten Weltbürgers. Dieser Franziskus ist offen und er ist lieb zu allen. Darum mögen ihn fast alle, die Linken, die Grünen, die Atheisten, alle Feinde der abendländischen Kultur, die Protestanten, die Muslime und generell fast alle Nichtkatholiken. Vielleicht erklärt das, warum eingefleischte Katholiken nicht so glücklich über ihn sind. Es ist auch normal, dass die Kirche von den Medien angegriffen wird, denn sie ist manchmal nur noch die einzige Stimme weltweit, die sich frontal gegen die zwei Ecksteine der Kultur des Todes zu kämpfen traut (Legalisierung der Abtreibung und die Homo-Ehe). Ausgerechnet ihr Chef in Rom wird da ein bisschen weniger kritisiert, weil er ein bisschen „kompromissbereiter“ ist. Franziskus bemüht sich nicht nur im Film sehr stark, die moralische Autorität seines Amtes wieder zu betonen und vor dem desolaten Zustand der Welt zu warnen. Diese moralische Autorität und Volksnähe und sein Reformgeist ruft geradezu nach Widerstand in den eigenen Reihen. Aber der Christliche Glaube ist keine Demokratie, sondern eben ein Königreich, in dem Christus und sein Wort regiert. Niemand ist gezwungen Christ zu sein, wer aber behauptet Christ zu sein, weiß, dass die Wahrheit von Gott kommt und nicht von der Mehrheit der manipulierten Menschenmassen. Wer ein echter Christ sein will, glaubt, dass Jesus Christus das inkarnierte Wort Gottes auf Erden ist und dass jeder bekehrte Christ ein Instrument dieses Wortes ist. Wenders ist ein protestantischer Christ, darum wäre mir lieber gewesen, wenn er als alter „neuer deutscher Filmemacher“ auch den Mut gehabt hätte, das Papsttum und die Institution Kath. Kirche von der Bibel her zu hinterfragen.
Deshalb wollen wir den echten Vertreter Gottes, nämlich Jesus, mit dem Papsttum der Kirche vergleichen:
1. JESUS CHRISTUS lebte bescheiden. Prunksucht und Prachtentfaltung lagen ihm fern. „Er hatte keine Gestalt und keine Pracht.“ (Jes 53,2) Petrus – angeblich der „erste Papst“ – war arm: Er sagte einem Bittsteller: „Silber und Gold habe ich nicht!“ (Apg 3,6)
2. JESUS hat nie klerikale Kostüme getragen. Er trug eine zu seiner Zeit allgemein übliche und einfache Kleidung (Mt 11,8). Stattdessen warnte er vor Leuten in besonderen Gewändern: „Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in langen Gewändern umhergehen.“ (Mk 12,38; Lk 20,46)
3. JESUS sprach verständlich. Er redete einfach und klar. Jedes Kind konnte ihn verstehen. Er benutzte weder Latein, noch theologische Phrasen, und so staunte man sehr: „Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.“ (Mk 1,22)
4. JESUS hat sich nicht auf einen Ehrenplatz oder Thron gesetzt („Heiliger Stuhl“). Anders als die religiöse Elite: „Die Schriftgelehrten haben sich auf den Stuhl Moses gesetzt. Sie lieben den ersten Platz bei Gastmählern und die ersten Sitze in den Synagogen.“ (Mt 23,2.6)
5. CHRISTUS trug die Dornenkrone. Der Papst trägt als Krone eine goldene, dreistufige Tiara. Sie krönt ihn zum „Vater der Fürsten und Könige“, „Haupt der Welt“ und „Statthalter Jesu Christi.“ Anders bei Jesus: „Und sie flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie ihm auf das Haupt.“ (Mt 27,29)
6. JESUS hat Seinen Jüngern untersagt, einen religiösen Führer „Vater“ zu nennen: „Nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater – der im Himmel ist.“(Mt 23,9) Der vom „Heiligen Vater“ beanspruchte Titel ist alleine GOTT vorbehalten. (Joh 17,11)
7. JESUS CHRISTUS ist das alleinige Haupt seiner Kirche. Das „Oberhaupt der Christenheit“ ist nicht der Papst, sondern nur der HERR JESUS Christus (Eph 1,12; Kol 1,18) „Lasst uns die Wahrheit festhalten: … das Haupt ist Christus!“ (Eph 4,12)
8. CHRISTUS hat keinen menschlichen Stellvertreter. Nach seiner Himmelfahrt kam der Heilige Geist! „Ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Sachwalter geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit“ (Joh 14,16.26) Nicht wechselnde Päpste, sondern der bleibende Tröster ist an Christi Stelle getreten!
9. JESUS CHRISTUS ist der gottgegebene Richter. Der„Oberste Richter aller Gläubigen“ ist nicht der„Römische Bischof“, sondern Christus: „Weil er [Gott] einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, … – JESUS CHRISTUS.“ (Apg 17,31)
10. JESUS CHRISTUS suchte nie die Nähe zu politischer Macht. Er hat weder mit Staatsoberhäuptern verhandelt, noch vor Einflussträgern und Machthabern seine Stellung geltend gemacht. „Als [König] Herodes Jesus sah, freute er sich sehr; denn er wünschte schon seit langer Zeit, ihn zu sehen, … Er befragte ihn aber mit vielen Worten; er aber antwortete ihm nichts.“ (Lk 23,8.9)
Quelle: fest und treu

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