Wunderbare Erklärung des Evangeliums.

In Russland gibt es das Volk der Tescherkessen. Jamül war der Tscherkessen Häuptling. Er war Heerführer, Priester und Gesetzgeber in seinem Volk. Eines Tages nahm der Diebstahl überhand bei den Tscherkessen. Alles was nicht niet und nagelfest war wurde geklaut. Dann hat sich Jamül zu einer drakonischen Strafe entschlossen. Er sagte; von jetzt ab wird jeder Diebstahl mit 100 Riemenpeitschenschlägen bestraft; 100 Schläge auf den Rücken. Das Gesetz wurde verkündet und trat in Kraft. Nach einiger Zeit wurde seine eigene Mutter beim Diebstahl erwischt. Was soll er tun? Jamil wusste nicht ein noch aus. Er hat sich drei Tage lang eingeschlossen. Lässt er sie frei, sagen alle: „Jamül ist ungerecht, er beugt das Recht.“ Lässt er sie bestrafen, sagen sie alle: „Er liebt seine Mutter nicht, er lässt seine Mutter tot prügeln.“ Was soll er machen?
Nach drei Tagen hat sich eine große Menge auf dem Gerichtsplatz versammelt. Die Mutter ist an einen Pfahl angebunden, der Knecht mit der Peitsche steht da und dann ruft Jamül über den Gerichtsplatz: „Vollstreckt das Urteil!“ Ein Raunen geht durch die Menge. Aber bevor der erste Schlag auf den Rücken der Mutter niedergehen kann, reißt sich Jamül selbst das Hemd vom Leib, beugt sich über die angebundene Mutter und lässt sich alle 100 Schläge auf den eigenen Rücken aufzählen. Bei jedem Schlag wussten alle Umstehenden – und vor allen Dingen die Mutter – Jamül ist absolut gerecht; er hat ein Gesetz gegeben, er hat es unter Strafe gestellt, er lässt es vollstrecken ohne Ansehen der Person. Aber auch bei jedem Schlag wussten alle Umstehenden und die Mutter wie sehr Jamül seine Mutter liebte, denn er war bereit die gerechte Strafe auf sich zu nehmen. Stellvertretend. Die Strafe muss vollstreckt werden, aber er nahm sie stellvertretend auf sich und die Mutter ging frei aus.
Diese Geschichte lässt sich jetzt sehr leicht übertragen: Gott ist der Gesetzgeber. Gott hat uns gute Ordnung und Gebote gegeben. Wir haben sie übertreten. Die Bibel sagt: Der Lohn der Sünde ist Tod! (Römer 6,23) Das war die gerechte Strafe: Zeitliche und ewige Trennung von Gott, das ist die gerechte Strafe. Aber Gott liebt uns! Gott liebt den Sünder! Und so war ER bereit wie Jamül selbst die Strafe auf sich zu nehmen. ER wurde Mensch in Jesus Christus und nahm die ganze volle Strafe über die grausame Sünde auf sich. Das geschah am Kreuz. Durch Jesus Christus.

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