Leserbrief
von: norbert
15. Januar

Eine Frage? Ist bei euch jeder, der ein Verbrechen tut, gleich ein Muslim?

Woher wisst ihr, daß diese Leute Muslime waren?

Wart ihr dabei? Habt ihr sie nach ihrem Glauben gefragt?

Und wie können Muslime sich am Silvester besaufen, wenn sie doch kein Wein trinken dürfen?

Und wie können sie rauben und klauen, wenn doch das Händeabhacken dafür die Strafe ist?

Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir einige diese Fragen beantworten könntet?

Ich habe mir nämlich tatsächlich überlegt zum Islam zu konvertieren. Aber mit ist dennoch nicht verständlich wie alle Muslime gleich Verbrecher sein können, wenn ich doch solche Muslime kenne, die eben kein Alkohol trinken und keine Frauen auf der Straße dumm anmachen.

Auch daß Muslime Silvester feiern ist mir neu. Denn die Muslime, die ich als Freunde habe, die feiern kein Silvester.

Wie gesagt: ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr auf meine Fragen eingehen könntet.

Momentan bin ich in so einer Lebenskrise und es geht mir vieles durchn Kopf. Und inzwischen spielt für mich Gott eine große Rolle.

Aber mir fehlen auch die Antworten.

Antwort von ali

Norbert, bitte lies die Zeitung und du kannst dir die Frage an uns sparen. Warum Moslems das oder das tun, kann ich dir nicht sagen. Mein Kollege ist auch Moslem, er vermeidet Schweinfleisch, bei Drogen oder Alkohol ist er nicht so moslemisch. Ich denke, die wenigsten Moslems halten sich an den Koran oder die Abreden des Profeten. Aber ich kann dir sagen, dein Lebenskrise ist zugleich ein Chance für dich, zu Jesus zu finden.

Jede Krise verändert unser Leben. Wir kommen nicht „ungeschoren“ davon. Aber sie ermöglicht ebenso einen kraftvollen und kreativen Neuanfang.
Die Chancen herauszufiltern ist unsere Aufgabe und fordert alle unsere Kraft. Was also tun? Lernen wir vom Krisenmanagement der Bibel!
Die Jünger sitzen mit Jesus in einem Boot. Alles toll, super Wetter. Eine kleine Brise weht. Jesus schläft in der Ecke des Bootes. Die Jünger erzählen vielleicht das
neuste über „Deutschland sucht den Superstar“. Dabei merken sie nicht, dass sich der Himmel verdunkelt.
Ein Sturm kommt auf. Die Wellen schlagen ins Boot. Die Jünger sind erfahrene Seeleute. „Das kriegen wir schon in den Griff – nicht so schlimm“ . Der Sturm
wird stärker, die Wellen höher, ihre Angst mächtiger. Sie tun alles um ihr Leben zu retten. Sie holen die Segel ein. Sie schöpfen das Wasser aus dem Boot. Sie halten
sich fest. Ihre Angst peitscht sich zur Verzweiflung hoch. Alles was sie tun scheint vergebens - ohne Hoffnung. Sie bekommen es nicht in den Griff. Ihre Not lehrt sie beten: Hilf uns Jesus, - schreien sie.
Jesus steht auf, bedroht was ihrem Leben Angst macht, Wind und Wellen beruhigen sich. Es wird ganz still. Jesus schaut seine Jünger an und fragt sie: Wo ist euer
Vertrauen?
Krisen gibt es immer. Sie gehören zum Leben wie die Luft zum Atmen Die neuste Hirnforschung sagt: Jede Krise regt das Gehirn an zu wachsen, aktiv zu werden, neue
Verbindungen zu schalten. Wer Krisen bewältigt, wächst innerlich. Wer mit Krisen umgeht, wird vier Phasen entdecken.
1.
Phase: Das nicht Wahr-Haben Wollen und die Verleugnung
Das kriege ich in den Griff. So schlimm ist das nicht. Ich brauch keine fremde
Hilfe. Wir wollen nicht wahrhaben, dass es nicht mehr so ist, wie es
einmal war. „Ich bin doch nicht krank, blöd, abhängig .... . Es kann nicht sein,
dass ich scheitere... „Es darf nicht sein, dass alles den Bach runter geht..
Es kostet Überwindung zu seiner eigenen Krise zu stehen.
2.
Phase: Die aufbrechenden Gefühle
Wir fühlen uns hoffnungslos und machtlos unserem Schicksal ausgeliefert.
Ängste, Unsicherheit, Wut, Schuldgefühle, Verzweiflung und Selbstzweifel
bestimmen unser Denken. „Warum ausgerechnet ich? – Was habe ich getan
dass mir das passiert? Diese Gefühle können Lähmen, wenn wir uns ihnen
geschlagen geben. Oder wir erkennen: „Es muss sich etwas ändern“
Ich muss wieder Land sehen. In der Schifffahrt würde man jetzt einen
Kompass benutzen, um auf Kurs zu kommen. Welche Hilfen haben sie zur
Neuorientierung?
3.
Phase: Neuorientierung
Erste Überlegungen stehen an: Was soll ich tun. Welche Möglichkeiten habe
ich. In welche Richtung soll es weitergehen. Diese Phase ist die spannenste
aber auch gefährlichste.
In dieser Phase befand sich eine 40 jährige Frau, die ihr ungeborenes Kind
nicht wollte. Auch wenn ich weiß, dass es falsch ist abzutreiben, ich will das
Kind nicht. Sagte sie. Ich riet ihr ab.
Ihr Entschluss stand jedoch fest.
In der Phase der Neuorientierung können riskante Entscheidungen getroffen werden.
Wo liegt also meine Chance und wo die Gefahren?
4.
Phase: Das wiederhegestellte Gleichgewicht
Wir haben uns auf die neue Situation eingestellt und können durchatmen.
Es wird wieder ruhig. Jetzt ist Zeit, offene Fragen zu bedenken.
Die Jünger mussten die Antwort auf Jesu Frage finden:
Wo ist dein Vertrauen? Wovor hast du Angst?
Lass Jesus in dein Leben, er beruhigt die Wellen.