Leserbrief
von: poseidon
3. April

In meinem persönlichen Leben waren alle, die einigermaßen klug und intelligent waren, nahezu immer Christen. Miteingeschloßen sind die Bücher und die Gedanken derer, die ich lesen und in sie hineinblicken durfte. Als Ausnahme habe ich tatsächlich auch einmal einen Atheisten kennen gelernt, der wirklich über vieles Bescheid wußte, wo sogar mancher Christ in der Dunkelheit tappte - und mit dem man durchaus tiefgreifend diskutieren konnte. Jedoch war er wirklich die Ausnahme der ich begegnet bin.

Ansonsten gleicht aber der gewöhnliche Atheist einem Maulwurf, der sich nur in seinen Erdlöchern gut auskennt, die er selber als Tunnelwerk ausgegraben hat -, jedoch, wenn er aus seinem Erdloch hinausblickt und den weiten blauen Himmel über sich blickt, so erwartet ihn eine Welt, die anders ist, größer ist, umfassender ist, eine andere Realität der Welt abbildet als jene dunklen Maulwurfsgraben die er sich selbst als Welt ausgegraben hat.

Was aber nützt die Rationalität und die Intelligenz, wenn sie doch nur hier in dieser vergänglichen Welt verhaftet bleibt? Wir als Christen reden aber von einer Rationalität, die die Sterblichkeit des Daseins transzendiert und in eine weitere Dimension blickt, die die jetzige weit übersteigt - bei der sowohl die Warmherzigkeit (Barmherzigkeit) und die Rationalität ihr harmonisches Gleichgewicht finden werden.

Antwort von ali

Max Planck sah keinen Gegensatz zwischen Wissen und Glauben.
Glauben hat auch etwas mit Erkenntnis zu tun. Glauben ist mehr und etwas anderes als ein Gefühl; der Glaube nimmt alle Sinne für sich in Anspruch. Wer glaubt, fühlt, dass er richtig liegt; er will aber auch wissen, was er glaubt; er beginnt für sich etwas zu erkennen.
Als viele Anhänger Jesus verliessen und er seine zwölf Jünger fragte, ob sie nicht auch weggehen wollten, sagte Petrus? " Wir haben geglaubt und erkannt, du bist Christus, der von Gott verheissene Retter, der Sohn des lebendigen Gottes!" Das heisst im Grunde genommen nichts anderes, als dass Jesus uns einlädt, sein Wort zu prüfen und es vertrauensvoll anzuwenden. Ein normaler Prozess, der im Leben zur Erkenntnis führt. So wird aus dem Glauben an Gott Wissen, oder anders gesagt – Gewissheit.