Leserbrief
von: judith g.
15. Juni

Wer Che Guevara Massenmord vorwirft, sollte die eigenen Massenmorde nicht vergessen.

Was habt ihr Christen bei euren Kreuzzügen besser gemacht als Che Guevara?

Was habt ihr deutschen Christen besser gemacht unter Adolf Hitler als Che Guevara, als ihr bereitwillige die Arierparagraphen des NS-System in eure christliche Verkündigung übernommen und somit den Holocaust an den Juden zugestimmt habt?

Antwort von ali

Bitte nicht ablenken und mit dem Finger auf andere schlimme Dinge zeigen. Gott wird diese Scheinchristen richten. Leider wird die Wahrheit über die Ideen und Taten Che Guevaras wird seinem Nimbus auch weiterhin kaum etwas anhaben können. Linke verbinden mit seiner Legende die Illusion, es habe doch einmal eine reine, unbefleckte Variante eines Sozialismus mit menschlichem Antlitz gegeben. Diese Illusion wollen sie sich um keinen Preis verderben lassen. Che Guevara ein unerbittlicher, asketischer Doktrinär. Sein Denken und Handeln waren von einer obsessiven Verherrlichung von Gewalt und Tod beherrscht. „Wo immer der Tod uns trifft, er sei willkommen, wenn nur unser Kriegsruf ein aufnahmebereites Ohr getroffen hat und eine andere Hand sich ausstreckt, um unsere Waffen zu ergreifen und andere Menschen sich daranmachen, die Trauermusik zu intonieren mit Maschinengewehrgeratter und neuen Kriegs- und Siegesrufen“, verkündete er in einer „Botschaft an die Völker der Welt“. Kein Wunder, dass Guevara mit solchen martialischen Aufrufen zur Inspiration für Terroristen in aller Welt wurde. Das palästinensische Killerkommando, das 1977 die Lufthansa-Machine „Landshut“ entführte, um die Anführer der RAF freizupressen, trug T-Shirts mit seinem Bildnis. In Guevaras Forderung, die Revolution müsse selbst um den Preis von Millionen Opfern in einem Atomkrieg unbeirrt voranschreiten, offenbart sich eine apokalyptische Sehnsucht nach der totalen Auslöschung jener verhassten modernen Zivilisation, in der er nicht leben konnte und wollte.
Guevara, der von antiautoritären Studenten und Jugendlichen als libertäre Alternative zum grauen Starrsinn kommunistischer Funktionäre vergöttert wurde, bekannte sich in Wahrheit nicht nur zu einem orthodoxen Marxismus-Leninismus und betrieb von Anfang an die Errichtung einer kommunistischen Einparteiendiktaur in Kuba, in der abweichenden Stimmen rücksichtslos zum Schweigen gebracht wurden. Er hielt auch stets an seiner Verehrung für Josef Stalin fest. Bei seinem ersten Besuch in Moskau 1960 legte Guevara Blumen am Grab des massenmörderischen Diktators nieder - zum Missfallen seiner sowjetischen Gastgeber, die seit Chruschtschows Enthüllungen über die Verbrechen des Stalinismus im Jahr 1956 nicht mehr an ihren blutrünstigen Vorgänger erinnert werden wollten. 1953, im Todesjahr des Despoten, berichtete Guevara in einem Brief, er habe vor dem Bild „unseres alten, so sehr betrauerten Genossen Stalin“ geschworen, „nicht zu ruhen, bis diese kapitalistischen Kraken vernichtet sind.“ „Ich bin wohlauf und dürste nach Blut“, hatte Guevara 1957 während des Guerillakriegs gegen Batista an seine Frau Hilda geschrieben. Tatsächlich fiel er schon damals auf durch sein unerbittliches Vorgehen gegen „Verräter“ und disziplinlose Mitkämpfer. Nach der Machtergreifung übernahm er das Oberkommando über die Revolutionstribunale in der Festung La Cabana, vor denen Tausende von „Konterrevolutionären“ im Schnellverfahren abgeurteilt wurden, und zeichnete in den ersten zwei Monaten der siegreichen Revolution für Hunderte von Todesurteilen verantwortlich.

Also aufpassen und nachdenken, wenn du dein Che-Hemd anziehst.