Im nächsten Jahr wird alles anders!

Wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze. Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und wir überlegen uns, wie schön es wäre, liefen im nächsten Jahr einige Dinge anders als sonst. Voller Hoffnung werden Pläne geschmiedet und meistens geht es darum, aus schlechten Gewohnheiten auszubrechen. Mit dem Rauchen aufhören, abnehmen und mehr Sport treiben, sind wohl die gängigsten Ziele. Andere wollen ihre Grenzen erweitern, das eigene Leben komplett umkrempeln, aussteigen oder Karriere machen. Was es auch immer ist, es geht darum, das eigene Leben neu zu gestalten, sich weiter zu entwickeln, kreativ zu sein. Jeden betrifft es, alle denken darüber nach. Der eine mehr, der andere weniger, aber jedes Jahr aufs neue.

Leider scheitern diese Vorhaben meist schon im Ansatz. Erfolg ist selten. Mangelnde Motivation, unrealistische Zielsetzung, zuviel Druck und nicht eingeplante Rückschläge sind nur einige Gründe dafür. Was bleibt, ist ein Gefühl des Versagens und das ungestillte Verlangen nach Änderung. Scheinbar ohne Lösungsmöglichkeit.

Die tiefe Sehnsucht nach Veränderung steckt in jedem Menschen, wird nur leider oft an oberflächlichen Wünschen festgemacht. Das Grundproblem wird außer acht gelassen, nämlich, dass diese Sehnsucht von Gott kommt und einem bestimmten Zweck dient. Durch sie spricht Gott uns an und zieht uns zu sich. Doch bei Gott geht es um mehr als ein paar banale Verhaltensänderungen. Stellen wir uns doch mal vor, was denn so anders wäre, wenn unsere Wünsche plötzlich einträfen. Wir bilden uns ein, glücklicher zu sein, schöner, interessanter, begehrter.

Vordergründig mag das eine Zeit lang sogar so aussehen. Blickt man aber hinter die Kulissen, verblasst dieses Bild schnell und man ist doch derselbe geblieben. Nichts scheint eine so tiefgreifende Änderung herbeizuführen, wie man sich das erhofft. Immer gibt es diese Leere, die nicht aufzufüllen ist, die sich unablässig meldet, einem keine Ruhe lässt, die einfach vorhanden ist. Wenn man ehrlich ist, kann man das auch zugeben. Es ist eine Tatsache, dass der Mensch dagegen offenbar nichts tun kann. Die Behauptung, dass nur Gott imstande ist, diese Leere auszufüllen, überrascht sicher viele.

Man kann sich das nicht vorstellen. Man fragt „Wo ist Gott?“ oder „Warum schweigt Gott?“, und übersieht dabei, dass Gott die ganze Zeit nichts anderes tut, als zu reden. Er redet sich den Mund fusselig, nur gegen eine Mauer. Wir stellen uns taub und ignorieren, wie erfinderisch und hartnäckig Gott in dem Bestreben ist, uns zu suchen. Geduldig und liebevoll geht Gott uns nach, und zupft an unserer Schulter, weil er eine Beziehung zu uns haben möchte. Dazu wurde der Mensch ursprünglich geschaffen, und deshalb existiert auch diese Sehnsucht. Das Problem ist, dass die meisten Leute nichts von Gott wissen wollen, zumindest nicht wirklich. Dabei ist es Gott, der uns gemacht hat. Gott ist es, der nach uns fragt, der an uns interessiert ist, ohne dass wir antworten.

Schon in der Grundschule im Religionsunterricht sagt Gott uns, dass er lebt. Es werden Krippenspiele veranstaltet, die Jesus zum Inhalt haben. Es gibt Konfirmationen. Unzählige Filme sprechen von Gott und was er durch seinen Sohn Jesus für uns getan hat. Überall gibt es Bibeln zu kaufen. An jeder Ecke stehen Kirchen. Fast täglich läuft man einem Kreuz vorbei. Selbst auf Werbeplakaten sind ab und zu Bibelverse zu lesen.

Der „liebe Gott“ ist in aller Munde. Und das sind nur einige Beispiele dafür, dass Gott ein Leben lang auf sich aufmerksam macht. Und wir wenden uns ab, sagen zu Gott: „Ist mir egal!“, erwarten aber gleichzeitig, dass Gott regelmäßig etwas für uns tut. Wir halten die Hand auf, sagen kaum Danke, konsumieren und wenn nicht alles so läuft, wie wir uns das vorstellen machen wir Gott Vorwürfe. Dem Gott, der gerade in Sorgen und Leid zu uns spricht: „Ich kann dir helfen. Warum kommst du damit nicht zu mir?“ Wir aber schweigen und lassen seine Botschaften achtlos an uns vorüberrauschen. Wir sind zu beschäftigt für Gott, haben keine Zeit und kein Ohr. Dennoch versucht Gott es immer wieder – unerschütterlich.

Jetzt fragst du dich vielleicht, was das alles mit dir zu tun hat. Nun, als Einstieg zum neuen Jahr einige revolutionäre Gedanken, die dein Leben verändern könnten:

Gott liebt und sucht dich. Er möchte eine Beziehung mit dir und hat durch Jesus die Voraussetzung dafür geschaffen. Gott bietet dir das unglaubliche Geschenk eines veränderten Lebens hier, und des ewigen Lebens bei ihm an. Und alles, was du tun musst, ist an Jesus zu glauben, der von sich sagt:

„[…] Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6)

Du kannst das nicht glauben? Dann frag dich doch mal, warum nicht. Wie stehst du zu Gott, ist er dir zu weit weg? Was hast du für eine Vorstellung von ihm? Gibt es Fragen, die du an Gott hast, oder Probleme, die dich daran hindern auf Gott zuzugehen? Wenn du an Gott denkst, was für Gefühle hast du? Bist du eher gleichgültig, traurig oder wütend? Aus welchen Gründen? Wenn du die Antworten hast, kannst du damit zu Gott gehen und ihm das einfach so erzählen. Ein paar Sätze genügen schon. Und wenn du mutig bist, bittest du Gott sogar um etwas fürs neue Jahr. Zum Beispiel, dass er dir zeigt, dass es ihn gibt; was das für dich bedeutet. Oder, dass er dir Glauben an ihn schenkt. Dass er dir hilft, wobei auch immer.

Oder du bittest um dieses neue, veränderte Leben, das du gerne hättest. Geh mit deinen Wünschen und Sehnsüchten zu Gott. Und er wird etwas tun, was bei Menschen nicht selbstverständlich ist:

Gott wird dir antworten.

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Kommentare

  1. Bösenurböse

    Wenn man (wie ich) zwischen 20 und 108 Jahren alt ist dann hat man dieses Neujahrsfest schon mindestens 20 mal gefeiert, erlebt, zelebriert. Am Anfang ist es vielleicht noch witzig, weil man interessiert ist, wie laut die Böller krachen oder dass man sich auf Partys einen runterrocken kann, aber es treten dann doch langsam Ermüdungserscheinungen auf. Vor allem auch, weil man die „lustigen“ Fernsehsendungen die zu diesem Anlass gesendet werden, auch schon 20 bis 108 mal gesehen hat, Pariser Cabarett und Schlagerparade fürs Volk inclusive. Das ganze ist und bleibt ein deja-vue.
    Nachdem man es in der BRD nicht lassen kann, an alten Zöpfen zu hängen wie z.B. am Bundespräsidentenamt, ist eine Neujahrsvorhersage für das Jahr 2050 nicht schwer. Also abschaffen das Ganze. Oder in den Sommer verlegen. Und weil wir schon mal beim Aufräumen sind: Weihnachten weg, Ostern weg, Feiertage weg. Stattdessen bekommt jeder persönliche Feiertage mit persönlicher freier Begründung 15 Tage im Jahr zusätzlich zum Urlaub.
    Diese ganze Feiertagsabfeierei und Wiederholerei nervt abgrundtief, eigentlich ist es eine Art Knast. Vor allem hat sie sowas einschläferndes, man schaltet auf jahrelang geübte Routine und ist doch irgendwie froh, wenn dieser Normzirkus beendet ist. Man atmet frei durch, erlöst von all diesem Weihnachtsmief. Das schlimme ist nur, dass Ende Januar die ersten Marzipanostereier beim Aldi auftauchen, nachdem man den Hausfrauen eingebläut hat, ihre Putzmittelarmee aufzurüsten. Frühjahrtsputz droht. Also alle auf Kommando: UND LOS!

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