Julian – da hilft nur Jesus

Hi, ich bin Julian! Ich bin 23 Jahre alt. Bei mir hat sich in letzter Zeit sehr viel geändert. Wenn du wissen willst warum und was das mit Jesus zu tun hat, dann lies dir meinen Lebensbericht durch.

Mit 15 fing ich an rebellisch zu werden. Ich hab mir eine E-Gitarre gekauft, mir die Haare lang wachsen lassen, Heavy-Metal gehört und schwarze Klamotten getragen. Ich benutzte die Musik um die Welt für meine innere Leere anzuklagen. Das hat aber nichts geändert und ich habe angefangen Alkohol zu konsumieren. Unvorstellbar wie viel davon in einen Menschen reinpasst, wenn das Loch in der Seele nur groß genug ist. Eine Flasche Whiskey pro Person und Wochenende war bei mir und meinen Freunden Durchschnitt. Ein paar Blackouts gehören leider zu einer ordentlichen Saufkarriere dazu. Damit kann man schließlich angeben. Doch das Loch konnte ich irgendwie nicht füllen. Es ging mir natürlich auch um Mädchen. Aber zu mehr als flirten ist es bis ich 18 war nicht gekommen. Das hat mich in starke Selbstzweifel getrieben. Musik wurde daher mehr und mehr zu meinem Lebensinhalt. Es ging darum, meinen Idolen nachzueifern. Meine Helden waren Metallica und mein Lieblingsalbum war KILL´EM ALL. Irgendwann konnte ich fast das ganze Album mitspielen. Zufriedener bin ich aber dadurch auch nicht geworden.

Mit 18 hatte ich dann meine erste Freundin. Liebe? Naja… ich hab ihr nie erzählt, dass ich ihr einmal fremdgegangen bin. Die Beziehung war bis zum Abi schon wieder vorbei. Auf Zivildienst hatte ich keine Lust, aber zur Bundeswehr wollte ich auf keinen Fall. Zwischenzeitlich bin ich die ersten Male zu einem Homöopathen gegangen. Der hat mich stark beeinflusst. Ich möchte aber nicht unterstellen, dass es sein Ziel war. Für mich war dieser Homöopath eben ein Idol. Ich hab noch nie einen Menschen kennengelernt mit einem so festen Charakter. So wollte ich auch mal werden. Während des Zivildienstes hab ich mich stark in ein Mädchen verliebt und wollte sie unbedingt haben. Sie hat irgendwann den Kontakt abgebrochen. Danach kam die tiefste Krise meines Lebens. Der Alkoholkonsum nahm drastisch zu. In dieser Zeit fing sich mein Leben langsam an zu wandeln – ich fing an, Lebenshilfe Bücher zu lesen. Diese Bücher sagen einem, dass das Lebensglück tief in jedem Menschen vergraben liegt und dass man es ausgraben kann. Sie geben einem außerdem Tipps zu einem erfüllten Leben. Jeder Autor hat seinen eigenen Masterplan, sein eigenes Geheim-Rezept. Die Liste der Möglichkeiten ist dementsprechend lang. Bei mir kamen z.B. folgende Veränderungen: ein bischen buntere Klamotten, andere Musik, Vegetarismus, weniger Alkohol. Hab auch angefangen zu meditieren, Träume zu deuten, hab meine Erinnerungen in meinen Gedanken geändert und bin in Gedanken aus dem Körper ausgetreten. Eigentlich bin ich durch jede Veränderung nur noch unruhiger geworden und hab noch stärker gesucht. Ein Teufelskreis der kein Ende nahm. Das Glück war einfach nicht zu finden.

Meine zweite Freundin war von dieser Suche nicht gerade begeistert. Ich hab sie des Öfteren von meinen neuen Erkenntnissen über Wahrheit aufgeklärt. Meine wechselnden Meinungen nervten sie – verständlich! Noch während des Zivildienstes habe ich eine Band gegründet. Wir haben Punk-Rock gemacht und hatten ein paar kleine Konzerte bei denen wir uns und die Leute zu saufen und pöbeln angeregt haben. Ich dachte immer das könnte was werden mit der Band aber das war oft nur anstrengend. Für die Zeit nach dem Zivildienst hatte ich keinen Plan. Die Idee mit meiner Freundin nach Holland zu gehen um da zu studieren ist mit der Zeit geplatzt. Es kam eine Zeit die stark von Motivationslosigkeit und heftigen emotionalen Schwankungen geprägt war. Hab viel Zeit mit meiner Freundin verbracht und hab nahezu nicht gearbeitet. Ich war in der Zeit nur äußerst ungern zu Hause da mein Vater seiner Unzufriedenheit über meine Tatenlosigkeit Ausdruck verlieh. Irgendwann hab ich mich dann für einen Studiengang entschieden bei dem ich mich unproblematisch einschreiben konnte. Leider war ich nicht reif für diesen Schritt weg von Zuhause und hatte schwere Probleme mit der Anfangszeit des Studiums. Bin so oft es ging nach Hause „geflohen“. Aber da war es eben auch nicht gut. Die Beziehung zu meiner Freundin neigte sich langsam dem Ende entgegen und die Entfernung zwischen meinem Studienort und ihrem Wohnort erschwerte alles zusätzlich. Meine Emotionen waren wie ein Blatt im Wind. Auf das Studium hatte ich zunehmend weniger Lust und ich war immer noch auf der Suche nach Seelenruhe.

Während der Sommersemesterferien lernte ich ein Mädchen kennen und so begann ich ca. ein dreiviertel Jahr nach der Trennung mit meiner vorherigen Freundin meine dritte Beziehung. Die Exmatrikulationsüberlegungen wurden so ernst, dass ich die anstehenden Klausuren nicht mehr mitschrieb. Ich wollte Homöopath werden. Habe mich dann aber nicht getraut, mein Studium abzubrechen weil ich nicht wusste ob mir das wirklich gefällt. Ziemlich zu Anfang des darauffolgenden Semesters bin ich mit einer Kommilitonin, von der ich wusste dass sie an Gott glaubt zu einer "Bible-Study" gegangen. Mit einer undefinierbaren kosmischen Kraft hätte ich ja noch was anfangen können, aber an einen persönlichen Gott konnte ich nicht glauben. Im Oktober 2008 hatte ich dann das erste Mal bewussten Kontakt zu Menschen die fest an Gott glaubten und die über die Bibel ziemlich genau Bescheid wussten. Seltsamer Weise redeten diese Leute vor Allem über Jesus. Jedenfalls dachte ich, dass ich denen ja mal meine Erkenntnisse mitteilen kann, damit die Ihren Standpunkt überprüfen können. Ich musste zu meiner Verwunderung allerdings immer wieder feststellen, dass diese Leute mehr Ahnung vom Leben hatten als ich. Bin dann über eine lange Zeit regelmäßig zur Bible-Study gegangen.

Mit der Zeit bin ich immer mehr ins Nachdenken gekommen, denn diese Christen waren ganz anders als ich. Sie hatten etwas das mir fehlte, führten aber ein Leben, das ich nicht führen wollte und hatten eine Informationsquelle, die ich nicht kannte. Jesus ist also für unsere Sünden gestorben. Aber bin ich ein Sünder? Ich musste feststellen, dass ich sehr wohl ein Sünder bin. Mir wurde z.B. immer klarer, dass ich meine Liebesbeziehungen aus egoistischen Gründen geführt habe und dass ich diese Mädchen für meine Bedürfnisbefriedigung benutzt habe. Ich begann, mich und mein Leben zunehmend in Frage zu stellen und musste erkennen, dass Jesus Recht hat mit dem, was er über den Menschen sagt, nämlich das aus dem Herz des Menschen nichts Gutes kommt. Dieser Herr Jesus hatte mir offensichtlich viel zu sagen und ich wollte ihm näher kommen. Doch wenn Gott so heilig ist, wie es die Bibel sagt, dann ist zu viel Differenz zwischen mir und Gott als dass ich Ihn kennen lernen könnte. Mir wurde gesagt, dass jeder Mensch, der Jesus im Herzen als seinen Retter annimmt, geheiligt wird. Genau das brauchte ich. Ich hab also mein SOS losgesendet: „Herr Jesus! Ich bin ein Sünder! Bitte rette mich und komm in mein Leben“. Super! Dann war es das ja jetzt…oder?

Veränderung hab ich dann irgendwie nicht gemerkt. Hab ich was Falsch gemacht? Lief doch alles nach Plan! Nach einiger Zeit wurde mir klar, dass ich zwar theoretisch alles verstanden hatte aber im Herzen skeptisch war. Einige Zeit danach gab es eine Hochzeit in der Gemeinde. Ich wurde eingeladen. Es war eine Feier bei der Jesus voll im Mittelpunkt stand. Die Atmosphäre, die Lieder, die Predigt…ich hatte Gänsehaut. Irgendetwas geschah mit mir. Das war für mich alles wunderschön und ein Zeugnis der unendlichen Liebe, die Jesus für uns hat. Mir wurde bewusst, dass es richtig ist mit Jesus zu leben. Eindeutig – während der Hochzeitsfeier hat sich bei mir was verändert: alle Zweifel die mich davon abgehalten hatten mich im Herzen für Jesus zu entscheiden fielen ab. Ich wollte diesem Jesus gehören und hab mich unbewusst von Ihm bekehren lassen. Seit März bin ich nun bekehrt und suche nicht mehr meinen Willen, sondern den Willen Gottes.

Jesus hat seit dem bei mir vieles auf den Kopf gestellt. Ich hab mit meiner Freundin Schluss gemacht, weil mir klar geworden ist, dass es nicht gut ist mit einer Frau eine Beziehung zu führen, solange man nicht bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Ich musste außerdem einsehen, dass ich trotz der vorherigen Beziehungen keine Ahnung von Liebe hatte. Mein Studium hat wieder an Lebendigkeit gewonnen obwohl oder gerade weil ich mich nicht mehr über meine Leistungen definiere. Meine Emotionen sind stabil geworden, denn sie sind auf einem guten Grund gebaut. Und ich betrinke mich auch nicht mehr. Es gibt aber noch viele andere Dinge und Sichtweisen, die sich verändert haben. Jesus hat mir endlich das gegeben was ich immer gesucht hab: Liebe, Sinn und Seelenruhe. Ich freue mich auf dieses Leben, denn Jesus hat einen guten Plan für mein Leben und ich freue mich auf ein Leben im Paradies nach meinem leiblichen Tod, denn da werde ich Jesus sehen. „Und es ist in keinem anderen die Rettung; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.“ [Apostelgeschichte 4,12]

Julian

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