James Bond 007: Skyfall – denk an deine Sünden

Im Oktober 2012 ist der dritte und vielleicht letzte James Bond mit Daniel Craig in die Kinos gekommen. Regie führte erneut Sam Mendes. Der Name Skyfall (deutsch: Himmelssturz) bleibt zunächst vom Sinn verborgen, wird aber im Verlauf des Filmes klar.
Im Dienste seiner Majestät befindet sich 007 zunächst in Istanbul, bei einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd stellt Bond einen Auftragskiller, es kommt zu einem Show Down auf einem fahrenden Zug. Da nicht sicher ist, wie der Kampf ausgeht, muss über Funk entschieden werden, was zu tun ist, M (Leiterin des Geheimdienstes MI6) entscheidet, auf Bond und den Killer schießen zu lassen – die zweite Geheimagentin trifft jedoch Bond, der daraufhin von der Brücke mindestens 100 Meter ins Wasser fällt. Bond scheint tot zu sein.
Natürlich ist Bond nicht verstorben, taucht nach seinem Urlaub vom anstrengenden Agenten-Dasein wieder auf und stellt sich – in sichtlich ramponierten Zustand wieder in den Dienst „seiner Majestät“. Er bekommt es mit dem ehemaligen Geheimagenten Raoul Silva zu tun, der es in persönlicher Rache auf M abgesehen hat, die ihn damals in Süd-Ost-Asien (ähnlich wie Bond auf dem fahrenden Zug) im Stich gelassen hat.

Was mich neben der wirklich gut inszenierten Action des Filmes faszinierte, war der den Film durchziehende Tenor von Reue, Sünde und Auferstehung. So bekommt M von Silva mehrmals im Film die Nachricht „Think on your sins“ (Denk an deine Sünden). M kommentiert dies jedoch – wie zum Teil schon in den letzten Filmen mit: Verlangen sie eine Entschuldigung? Reue ist in unserem Beruf unprofessionell. Gleichermaßen wird Bond von Silva einmal nach seinem Hobby gefragt: Auferstehung ist seine Antwort.Dieser Dreiklang von Fallen lassen (gelassen werden), fehlender Reue oder Entschuldigung (zu unprofessionell) und Auferstehung.

In unserer westlichen Gesellschaft werden christliche Symbole und Worte gerne übernommen und mit einer anderen Bedeutung belegt. Wenn Silva von Sünde spricht meint er sicherlich nicht die Grundbedeutung von Sünde gegen den allmächtigen Gott. Wenn M von Reue spricht, dann geht es um Stärke und Schwäche, um das eingestehen eines Fehlers gegenüber einem Angestellten, aber nicht um die Erkenntnis der Sündhaftigkeit des Menschen und der tief empfundenen Scham über den eigenen Charakter und die eigenen Taten. Und wenn Bond von Auferstehung redet, dann davon, dass er die Todesgefahr überwindet und eben dann wieder aufsteht, wenn andere ihn schon für tot halten.

Schaut man auf die biblische Bedeutung dieser Begriffe, dann werden damit Grundsteine der Bekehrung benannt. Die Bibel äußert ganz klar, dass der Mensch sich von Gott abgewendet hat und dass er für diese Abwendung das göttliche Gericht zu erwarten und zu fürchten hat. Die einzige Chance, diesem göttlichen Gericht zu entgehen, ist die Umkehr, die Bekehrung. Dies bedeutet, dass der Mensch sich seiner Trennung von Gott bewusst wird, (Think on your sins), dass er dann echte Reue zeigt, also echte Scham und Trauer über das eigene Leben fühlt und zeigt, und dass er dann stirbt – und aufersteht. Paulus drückt das so aus: der Sünde Lohn ist der Tod. Die Gabe Gottes aber das ewige Leben in Christus Jesus. (Römerbrief, 6,23) Der alte Mensch stirbt, der Lohn unserer Taten ist der (geistliche) Tod vor Gott. Aber durch Jesus Christus, der uns in seinem Tod und in seiner Auferstehung voran gegangen ist, bekommen wir neues Leben. Keine falsche wie bei 007.