Wer ist Aslan?

Willkommen im Land des Löwen

Es ist eine der gigantischsten Verfilmungen, die Walt Disney bisher auf die Leinwand gebracht hat. Als die Dreharbeiten zu den „Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“ im Juni 2004 in Auckland, Neuseeland, begannen, konnte Regisseur Andrew Adamson das Ausmaß noch nicht überblicken. Aber – so die ersten Zuschauer – die Arbeit hat sich gelohnt.

Dieses EXTRABLATT führt sie hinter die Kulissen. Es gibt viel zu entdecken im Land Narnia. Gehen Sie mit auf eine kurze Reise durch Aslans Land:

DER FILM

„Das Geheimnis hinter dem Wandschrank“

Das mehr als 150 Millionen Dollar teure Fantasy-Ereignis hat das Zeug dazu, das Erbe der Tolkien-Trilogie „Herr der Ringe“ anzutreten. Weltweit kommt es vor Weihnachten auf die Leinwände. In den USA genauso wie in Indien, Finnland, Singapur, Frankreich, der Schweiz, Norwegen, Island und vielen anderen Ländern. In Japan startet der Film erst im März. Denn dort ist es so wie in Narnia: Es gibt auch Winter, aber kein Weihnachten.

Der Film könnte der Auftakt zu einer siebenteiligen Serie werden, denn die Buchvorlage „Die Chroniken von Narnia“ des englischen Schriftstellers C.S. Lewis hat sieben Bände. Weltweit haben diese Bücher eine Gesamtauflage von 85 Millionen Exemplaren erzielt.
Bei der Verfilmung des Stoffs lassen sich durchaus Parallelen zu „Herr der Ringe“ ziehen, denn wie bei Tolkien gab es auch vom „König von Narnia“ einige TV- und Film-Versuche, die aber nicht so richtig ankamen. Die jetzige Verfilmung entspricht am stärksten den Vorstellungen vieler Leser. Die Produzenten, Andreas Adamson (Shrek, Shrek2), Mark Johnson (Rain Man, the Natural) und Lewis´ Stiefsohn Douglas Gresham sorgten mit ihrer Crew dafür, dass “Der König von Narnia” zu einem weltweiten Ereignis wird. Die Special-Effekts-Animateure hat man direkt von der „Herr der Ringe“-Produkton übernommen, die computergesteuerten Effekte der verschiedenen Kreaturen sind atemberaubend und nicht nur der Löwe Aslan, sondern auch Herr und Frau Biber, der graue Wolf und die vielen Zentauren, Zyklopen und Horden anderer Lebewesen, hat noch niemand so echt auf der Leinwand gesehen.

DIE STORY

Während des Zweiten Weltkriegs werden die Kinder Edmund, Susan, Peter und Lucy Pevensie von ihren Eltern aufs Land geschickt. Sie sollen dort im Haus von Professor Digory Kirke leben. Beim Versteckspiel entdecken sie in dem riesigen Haus einen Raum mit einem alten Wandschrank. Als sie hineinklettern, kommen sie weiter als sie denken, denn die Rückwand entpuppt sich als Tür in das geheimnisvolle Land Narnia. Eine fantastische Welt voll seltsamer Lebewesen, die unter einem eigenartigen Fluch zu stehen scheinen: Immer nur Winter – und niemals Weihnachten. Immer nur Winter, das bedeutet auch eiskalte Beziehungen, Hass, Neid und Verrat. Es ist etwas aus den Fugen geraten, das eigentlich vom Erfinder von Narnia (dem großen Herrscher des Universums) anders gedacht war.
Bei ihrem ersten Besuch in Narnia erfahren die Kinder Peter, Susan, Edmund und Lucy, dass das Land unter der schrecklichen Herrschaft der Hexe Jadis zu leiden hat. Sie hat Narnia mit ihrem kalten Atem überzogen. Nicht nur die Landschaft ist vereist, sondern auch die Beziehungen unter den Tieren und den Bewohnern von Narnia. Eben: Immer nur Winter, aber niemals Weihnachten. Doch eine Veränderung steht kurz bevor. Von irgendwoher wird berichtet, dass der Weihnachtsmann gesehen wurde, und er hätte Geschenke verteilt. Auch wird gemunkelt, dass der Löwe Aslan auf dem Weg nach Narnia sei und sich alles zum Guten wenden könne. Und tatsächlich scheint es langsam Frühling zu werden.

Aslan ist der König, er ist Herr über die Wälder, aber er ist schon lange nicht mehr in Narnia gesehen worden. Doch nun soll er zurückkehren, und die Bewohner sehnen sich nach ihm. Denn er wird mit der weißen Hexe abrechnen. In einer alten Weissagung heißt es:

Das Krumme wird grad,
sobald Aslan naht!
Beim Klang seiner Stimme,
verweht alles Schlimme.
Entblößt er die Zähne
und schüttelt die Mähne,
wird Winter vergehn
und Frühling erstehn.
(Der König von Narnia)

Nur wenigen Bewohnern der Erde ist das geheimnisvolle Land zugänglich. Narnia ist ein Land, in dem es außer menschlichen Wesen noch Zwerge, Riesen, Nymphen, Faune, Zentauren und sprechende Tiere gibt – und Bäume, die sich im Tanz bewegen können, Fantasy eben. Alle diese Geschöpfe sollen in Frieden leben, wenn es nach dem Willen des Löwen Aslan geht. Er ist der ”König der Wälder und der Sohn des großen Königs jenseits der Meere”. Er war es, der dieses Land mit seinen schönen Landschaften und all seinen Geschöpfen durch sein Singen ins Leben gerufen hat. Und so erleben die Kinder bei der ersten Begegnung den Löwen.

DER LÖWE

Viele Leser und Kinobesucher spüren, dass Aslan eine ganz besondere Figur ist. Aslan nennt sich in den Büchern selbst den großen “Brückenbauer”. In seiner Gegenwart muss das Böse weichen und er strahlt Frieden aus. „Der König von Narnia“ ist aber noch mehr, denn er opfert sich selbst. Es kommt in der Geschichte zu einem erbitterten Kampf zwischen Aslan und der weißen Hexe. Es war ihr nämlich gelungen, Edmund mittels türkischem Honig unter ihre Macht zu bringen. Er denkt nun darüber nach, wie er seine drei Geschwister ebenfalls in den Machtbereich der Hexe bringen könnte. Zu diesem Zeitpunkt weiß er noch nichts von dem alten Gesetz, das lautet, dass die Hexe jeden Verräter selbst richten darf.

Nun kommt es zum Showdown zwischen der Hexe und dem Löwen Aslan. Er könnte sie zwar mit einem Pfotenstreich besiegen, aber dann wäre der Verräter verloren. Was tut der Löwe? Er bestätigt das alte Gesetz; aber er gibt sich selbst als stellvertretendes Opfer für Edmund. Sofort ergreift die Hexe ihre Chance: Der Löwe wird gefesselt und getötet. Was Jadis aber in ihrer Siegesgewissheit übersehen hat: Es gibt noch ein älteres Gesetz in Narnia: Ein Unschuldiger, der sich freiwillig für einen Schuldigen opfert, tilgt die Schuld und wird wieder lebendig. Aslan gibt sich selbst als Opfer, und Edmund und das ganze Land Narnia sind frei. Der Löwe bleibt nicht im Tod, sondern kehrt wieder ins Leben zurück.

Stephan Volke

Wer ist Aslan?
Einem kleinen Mädchen aus Texas schrieb C.S. Lewis die folgende Erklärung zur Person des Löwen im „König von Narnia“:
“Was Aslans anderen Namen angeht, nun, ich möchte, dass du ihn errätst. Hat es in dieser Welt niemals jemanden gegeben, der (1.) zur gleichen Zeit kam wie der Weihnachtsmann; (2.) sagte, er sei der Sohn des Großen Herrschers; (3.) sich für den Fehler eines anderen von bösen Leuten erniedrigen und töten ließ; (4.) ins Leben zurückkehrte; (5.) manchmal als Lamm bezeichnet wird. Kennst du wirklich nicht seinen Namen in dieser Welt?”


Komm mit nach Narnia – Das Geheimnis der Welt hinter der Welt

Kurz nach dem Erscheinen von „The Lion, the Witch and the Wardrobe“ (Der König von Narnia) hörte der Autor C.S. Lewis von einem Jungen in Oxford, der anfing, den Wandschrank in seinem Elternhaus zu zerhacken und die Ziegelsteine in der Wand dahinter auszugraben. Er wollte unbedingt nach Narnia, und Wandschränke, so hatte er gelesen, waren manchmal mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte.

Waren nicht die vier Kinder Lucy, Edmund, Susan und Peter auch durch einen Schrank in die Wunderwelt Narnia gelangt? Und sah der Schrank nicht zuweilen wie ein ganz gewöhnlicher Schrank aus, mit einer festen, undurchdringlichen Wand? Und war nicht trotzdem zu anderen Zeiten dieselbe Wand keine Wand, sondern eine Tür zu der Welt hinter der Welt?
Wie dem Jungen, der damals in Oxford das Mobiliar seiner Eltern zerkleinerte, geht es seitdem Hunderttausenden, ja Millionen von Menschen. Die Sehnsucht nach Narnia hat von Anfang an die Leser ergriffen und selten ganz losgelassen.

Ein Gefühl der Sehnsucht

Meine eigene Geschichte mit Narnia war ähnlich. Lange bevor ich den Namen C.S. Lewis kannte, war mir in der Stadtbücherei eines der Narnia-Bücher in die Hände gefallen. Ich verschlang es regelrecht und war begeistert – und zugleich erfasst von einem Gefühl der Sehnsucht, das ich nicht verstehen konnte. Besonders Aslan, der Löwe, hatte es mir angetan.
Als ich das Buch einige Jahre später noch einmal las, kam mir vieles seltsam bekannt vor. Eine tiefe Saite in meinem Herzen wurde berührt. C. S. Lewis wurde endgültig zu meinem Lieblingsschriftsteller. Immer wieder las ich seitdem die Narnia-Bücher. Und war jedes Mal so, als hätte ich sie noch nie zuvor gelesen. Ich fiebere mit bei den Abenteuern, die die Kinder dort erleben, erschrecke vor den Gefahren und freue mich mit ihnen über die Hilfe im letzten Augenblick.

Worauf es ankommt

Die Abenteuer in Narnia sind für mich zu einem Gleichnis geworden für das, worauf es im Leben wirklich ankommt: Dass jede Tat ihre Folgen hat, dass es wichtig ist, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind, sich nicht einlullen zu lassen von leeren Versprechungen, ein gegebenes Wort zu halten und vor allem: Dass nach jeder Nacht ein Tag folgt und das Böse am Ende dem Guten weichen muss.

Narnia zeigt mir, dass es eine Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit gibt.

Das hatte C.S. Lewis viele Jahre nicht für möglich gehalten. Doch schließlich wechselte er die Seiten und wurde vom Atheisten zum Christen. Ganz freiwillig geschah das jedoch nicht. Er hat sich auch lange gegen die Erkenntnis gewehrt, dass es einen Gott gibt, der jeden Menschen liebt. Er konnte nicht glauben, dass es einen Gott gibt, der immer für uns da ist, der ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Nöte und eine gute Vorstellung für das Leben jedes Menschen hat. Doch dann hat er ihn erlebt, ganz konkret. Er wusste auf einmal, dass es mehr gibt, als wir sehen, messen oder anfassen können. Er spürte etwas von dem Geheimnis der „Welt hinter der Welt“. Er merkte, dass Gott da ist, näher als die Luft zum atmen.

C.S. Lewis machte die Erfahrung, dass die Sache mit Gott viel konkreter, viel verlässlicher und fester war als alle Argumente, die er sich gegen die Existenz Gottes zurechtgelegt hatte. Diese Hinwendung zu Gott bezeichnete C.S. Lewis in seiner Autobiographie mit dem passenden Titel „Überrascht von Freude“. Gott war für ihn real geworden, als Gegenüber, mit dem er reden konnte, und der es gut mit uns Menschen meint. Er hatte eine persönliche Beziehung zu Gott gefunden, wie sie für jeden Menschen möglich ist und wie sie jeder von uns finden kann.

Kein zahmer Löwe, sondern ein guter

In der Chronik von Narnia macht C.S. Lewis diese Wahrheit anhand der Gestalt des Löwen Aslan deutlich. Er ist der König von Narnia, aber nicht nur das, er ist auch der Sohn des großen Herrschers über dem Meer. Frau Biber sagt über ihn: „Du musst wissen: Er ist kein zahmer Löwe. Aber er ist gut!“
Wer genau hinschaut, merkt, dass Aslan kein anderer sein soll als Jesus Christus. Wer das im Blick behält, kann in allen Einzelheiten der Narnia-Chroniken die biblische Geschichte wiederentdecken.

Aslan ist bereit, für Edmund zu sterben, so wie Jesus Christus bereit war, für die Schuld der Menschheit zu sterben.

Und so legt er sich freiwillig auf den uralten Steintisch und wird in der Nacht von den Heerscharen des Bösen gequält und zuletzt von der weißen Hexe getötet.
Weil Jesus Christus jeden von uns liebt, erlitt er freiwillig den Tod am Kreuz von Golgatha. Obwohl er ohne Schuld war, ließ er sich verurteilen und nahm stellvertretend die Strafe für alle Sünde auf sich.

Die Hexe wähnt sich am Ziel ihrer Träume, Narnia gehört für immer ihr! Was sie nicht weiß ist, dass es ein noch tieferes Gesetz gibt, das vor Anbeginn der Zeit aufgerichtet wurde: Wenn ein Unschuldiger sich stellvertretend als Opfer töten lässt, kann er nicht im Tod bleiben, und die Macht des Bösen wird zerbrochen.
Aus Liebe hat Jesus Christus sein Leben für uns geopfert. Doch Gott hat ihn nach drei Tagen von den Toten auferweckt. Durch den Tod am Kreuz und seine Auferstehung hat Jesus Christus die Macht des Bösen besiegt.

Die Macht des Bösen

Warum berührt uns diese Geschichte eigentlich so? Ich meine, das hat einen tiefen Grund. Und der ist einfach: Diese Geschichte ist wahr. Unsere Welt ist nicht das, was sie sein sollte. Irgendetwas ist furchtbar falsch gelaufen. An vielen Stellen scheint das Böse zu triumphieren. Ungerechtigkeit, Lieblosigkeit und Kälte haben scheinbar das letzte Wort. Wie Narnia scheint liegt auch unser alter Planet unter einem Fluch zu liegen. Neben vielem Schönen und Wunderbaren ist das eben auch unsere Realität: Wir reden von Frieden, und doch gibt es immer neue Kriege. Es ist genug Nahrung für alle da, und doch sterben Tausende an Hunger. Hass und Unversöhnlichkeit, Bitterkeit und Egoismus vergiften das Miteinander. Trotz vieler guter Vorsätzen, viel gutem Willen tun wir oft selbst nicht, was wir für gut und richtig halten. Wir sind nicht nur Opfer, sondern auch Teil des Problems. Tränen und Trauer, Enttäuschung und Einsamkeit sind die Folgen. Der Ursprung für dieses Dilemma liegt in der Trennung des Menschen von Gott.

So ist die Welt nun einmal, sagen manche. Eine heile Welt – das ist nur eine Illusion! Ist das die ganze Wahrheit? In Narnia erscheint ein Erlöser, Aslan, der König, der sich selbst opfert. Das ist die Wahrheit hinter der Wahrheit. Das ist das tiefere Gesetz. Das ist die Botschaft von der Erlösung, die nicht nur in Narnia gilt, s.ondern auch für unsere Welt und jeden Menschen ganz persönlich. Wer sich nach Liebe, nach Frieden, Vergebung und Erlösung sehnt, der kann all das bei Jesus Christus finden.

Das ist die Wahrheit Gottes, der Liebe ist und sich in Jesus Christus zeigt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für uns dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Die Bibel, Johannesevangelium 3, Vers 16) So führen uns die Chroniken von Narnia mitten hinein in die Chronik unserer Welt, und Aslan führt uns direkt zu Jesus Christus.

Dr. Roland Werner


Das Geheimnis entdecken
Der Erfinder von Narnia, C.S. Lewis, war bekennender Christ. Die Parallelen zwischen dem Löwen Aslan im „König von Narnia“ und Jesus Christus im Neuen Testament der Bibel sind bewusst gewählt. Dahinter stecken vier Grundwahrheiten, die wichtig sind:

1. Ich bin von Gott geliebt. Er hat mich geschaffen und möchte, dass ich eine persönliche Beziehung zu ihm habe.

2. Ich kann vor Gott ehrlich eingestehen, dass meine Beziehung zu ihm nicht intakt ist.

3. Ich kann bei Gott neu anfangen, denn Jesus Christus verbindet mein Leben wieder mit ihm.

4. Ich habe bei Gott eine Zukunft, wenn ich Jesus Christus als meinen Herrn und Erlöser annehme. Er verändert mein Leben positiv.

Vielleicht helfen Ihnen die Worte des folgenden Gebets dabei:

„Jesus Christus, ich danke dir, dass du mich liebst und für mich gestorben bist. Bitte vergib mir meine Schuld. Ich öffne dir mein Leben und möchte von heute an dir gehören. Ich bitte dich mein Herr und Erlöser zu sein. Ich danke dir, dass du mich angenommen hast und mir eine neue Beziehung zu Gott geschenkt hast. Amen“

Drei einfache Ratschläge, um mehr zu erfahren:

1) Die Geschichte von Jesus in sich aufnehmen. Das Neue Testament zu lesen, ist der beste Weg dazu.
2) Das Gespräch mit Gott suchen. Durch Jesus Christus ist er ansprechbar. Sie können mit ihm über alles reden. Er hat gesagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Die Bibel, Johannesevangelium 6, Vers 37)
3) Die Gemeinschaft der Glaubenden suchen. An jedem Ort finden sich Kirchen und Gemeinden, in denen Christen ihren Glauben gemeinsam leben. Bei ihnen gibt es Antworten.


Quelle: https://www.marburger-medien.de

Kommentare

  1. ali

    danke für deine mühe. muss dir dennoch sagen, wir sind auf keinen fall fette fantasiefans, die total auf diese denkschiene  abfahren.
    für uns ist es mehr eine hilfe, menschen zu dienen, richtung jesus zu denken. paulus hat dies ja auch auf dem areopag in athen gemacht.

    gottes segen, du fleissiger studierer

    ali

  2. Kruttan

    Narnia und Harry Potter

    Igrendiwe gehört dies sowohl in diese Narnia aber auch in die HP-Rubrik. Nachdem ich jetzt alle Narnia Bände verschlungen habe und dabei bin, mich ein wenig tiefgründiger mit den Büchern zu beschäftigen, bin ich durch Zufall auch auf diese Seite gestoßen. Auch wenns schon ein wenig her ist, ich muss einfach meinen Senf zu dieser Angelegentheit dazugeben. Hab inspiriert von der derzeit bekannten Diskussion eine relativ umfangreiche Stellungnahme zu dem Thema verfasst:

    Ich hab jetzt alle Narnia Bände und alle  bisher erschienenen Harry Potter Romane gelesen. Darüber hinaus noch haufenweise Sekundarliteratur, hier vor allem über Tolkien, Rowling, Fantasy, Märchen und Mythen. Auch viele der christlichen Schriften für und gegen Potter sind mir geläufig (Kuby, Abanes, Granger und Co). Das folgende, was ich schreibe, ist daher keine Widergabe von blind und unreflektiert aufgenommenen Meinungen dritter.

    Lewis nennt in seinen Narnia Büchern einige Götter und Dämonen. Hauptsächlich müsste seine Inspirationsquelle die griechische Mythologie gewesen sein. So erwähnt er den Gott Bacchus und lässt ihn auch auftreten, wobei er keinesfalls auf der Seite der Bösen steht, sondern Aslan in seinem Kampf unterstützt. Die ihm unterstehenden Satyre, welche im Mittelalter für den Teufel Pate standen, sind Gefährten Aslans.
    Des Weiteren dürfte auch die sumerische, kanaanitische und auch semitische Mythologie für seine Werke Pate gestanden haben. Er erwähnt Götter der Kalormen, unter anderem auch Azaroth (Bd.3, S. 35), einer jener ca. 80 Dämonen, über die der mythologische Salomo befehligte und den er in Gestalt der Astarte angeblich sogar verehren lassen ließ. Dies sind sicherlich Wesen, die auch in der Bibel mit äußerstem Bedenken betrachtet werden. Lewis geht allerdings relativ neutral mit diesen Göttern um. Er verherrlicht sie keinesfalls, aber dennoch wird außer Tash kein Gott der Kalormen als negativ dargestellt, was aber auch daran liegen kann, dass außer Tash keiner personifiziert auftritt. Zu bemerken ist allerdings vor allem, dass in Narnia ein ganzer Haufen heidnischer Götter existiert.
    Daneben ist Lilith die Mutter der weißen Hexe, dies ist eben jene Mythologische Gestalt, die einerseits für die jüdische Emanzipation steht, weil sie als erste Frau Adams auch mal beim Sex oben liegen wollte (im Gegensatz zur Devoten, aus der Rippe geborenen Eva) . Andererseits steht Lilith aber auch für die Mutter der Vampire und anderer Dämonen, einer Bedeutung, die Lewis sicherlich für Narnia verwendet hat.
    Wir haben vor allem durch Bacchus, die Flußgeister und die Dryanen eine äußerst mythologisch geprägte Geisterwelt. Während das Christentum die Welt dieser Geister beraubte und deren Anhänger ihnen abschwören ließ, existieren diese Viecher in Narnia wirklich. Ein Inkontakttreten zu einer mythischen Geisterwelt, die dieser ähnelt, dürfte als Bestandteil des in der Bibel verurteilten Magiebegriffs stehen. Jenes ist auch die Art der Magie welcher man eine  deutliche Nähe zum Wicca-Kult und anderer okkulter Geheimlehren zuschreiben kann.

    Wobei hier „Geheimlehre“ das bedeutende Wort ist. Denn Lewis und auch Tolkien vertreten diese Geheimlehren nicht. Okkulte Lehren sind Religionen, die von Menschen überliefert und erlernt werden. In Narnia und Mittelerde sind diese Geister ganz normale Kreaturen, und selbst die elbische Magie bei Tolkien, welche starke Parallelen zu eben jener genannten Magieform aufweist und auch Praktiken wie Wahrsagerei beinhaltet, ist eine angeborene, unreligiöse Tätigkeit. Es werden keine Geheimlehren verherrlicht oder präsentiert, die Autoren schöpfen allerdings aus dem gleichen Fundus, aus dem auch okkulte Gesellschaften schöpfen. Anderseits wird selbst mit der Bibel Schindluder getrieben, weshalb der Fakt, dass manche die Mythologie missbrauchen, nicht ihre literarische Verwendung unangemessen machen sollte.

    Eine völlig vom geisterhaften und dämonischen abgekoppelte Form der Magie ist eben jene, die durch Tolkiens Zauberer Gandalf repräsentiert wird. Diese ist deutlich weiter vom Okkultismus entfernt als die oben beschriebene Form. Es ist eine rein technische, profane Magie. Sie ist völlig neutral und ist im Prinzip nichts anderes als unsere Technik. Dies wird sehr gut in den Harry Potter Büchern deutlich, die ausschließlich jene Form der Magie verwenden. Der Zauberstab kann als Taschenlampe und Mikrofon benutzt werden, man lässt Geschirr sich selbst abwaschen und statt einem fliegenden Surfbrett (wie in Zurück in die Zukunft) reitet man einen Besen oder sitzt auf einem fliegenden Teppich. Es geht nicht mehr um die Beschwörung von Geistern und auch nicht primär um eine Technik zur Machgewinnung über andere. Für diese Form der Magie gilt die gleiche moralische Einordnung und Neutralität wie für unsere reale Technik. Außerdem ist diese literarische Form der Zauberei nicht viel älter als 1000 Jahre, eine deutlich jüngere Erscheinung, die nicht mehr eine so deutliche Nähe zum okkulten aufweist.

    Während wir bei Lewis und Tolkien also sowohl die geisterhafte als auch die technische Magie haben, haben wir bei Harry Potter nur die technische. In dem Zusammenhang sind Tolkien und Lewis deutlich näher am Okkulten als Rowling. Dies soll aber nicht heißen, dass unsere beiden befreundeten Inklings okkulte Bücher geschrieben haben. Genauso finden wir Leute, die Tolkien und Lewis Rassismus vorwerfen. Und wieder kann man sagen, dass sich auch die Nazis aus nordischer Mythologie bedient haben. Aber dennoch ist die Intention eine andere.

    Wenn man nur über die Namen geht, so muss man ehrlich eingestehen, dass Lewis hier der okkultere ist. Bei Rowling handelt es sich meist um verunstaltete Lateinvokabeln oder mythologische Gestalten (wie Remus den Gründer von Rom). Tolkien hat haufenweise Namen aus alten Sagen geklaut (die Zwerge aus dem Hobbit inklusive Gandalf finden sich alle zusammen in einer Passage der Edda), weshalb man Rowling hier keinesfalls Vorwürfe machen kann, ohne auch die beiden Professoren ähnlicher oder schwerwiegenderer Vergehen beschuldigen zu müssen.
    Gerade das Argument, Tolkien und Lewis würden wissen, worüber sie schreiben, sollte eigentlich eher gegen die beiden sprechen, da man ihnen dann ja Mutwilligkeit zusprechen müsste, wenn das Nennen mythologischer Namen generell ein Verbrechen ist. Allerdings finde ich es auch seltsam, nur aufgrund einiger grober biographischer Informationen gleich über die Fähigkeiten des Autors und seine Intention im Klaren zu sein. Ich halte es für ein sehr pauschales Urteil, Rowling als minderwertige Autorin abzustempeln, weil sie eine Frau ist, weil sie hochhakige Schuhe trägt oder weil sie Geld hat. Der Erfolg der Bücher zeigt schon ganz gut, dass an den Büchern etwas dran sein muss. Und wenn man sie liest, dann wird einem auch klar, dass die Harry Potter Bücher zu den großen Werken der Jugendliteratur zählen und sich deutlich von vielem absetzen, was auf dem Markt ist. Rowling hat ein gutes Wissen über Mythologie, jemand, der sich selbst ein wenig mit der Materie auskennt, wird dies merken. Wer theoretische Arbeiten von Tolkien oder Lewis hierzu liest, der wird merken, dass die Beschäftigung mit Mythologie nicht wirklich unchristlich ist – genauso wenig, wie es faschistisch ist.

    Warum ist jetzt aber Rowling so verschrien? Warum wird Harry Potter ein derart okkulter Charakter zugeschrieben?
    Vor allem fällt auf, dass in der Harry Potter Sache nur von anderen abgeschrieben wird. Es werden Meinungen wiederholt, der „fromme Christ“, der gegen HP schreibt hat sich häufig gar nicht mit den Büchern beschäftigt.
    Wir leben in einem Medienzeitlater. Aus einem ähnlichen Grund, aus dem HP so populär wurde ist auch die christliche Anti-HP-Propaganda so schnell publik geworden und hat sich zu einer äußerst bedenklichen Sache entwickelt.
    Als der Herr der Ringe erschien, blieb die Kritik im Hintergrund, wie auch das Buch nicht über Nacht, sondern eher langsam zum Erfolg wurde. Eine so starke, weltweite Vernetzung existierte damals noch nicht. Beim HdR wäre es heutzutage wohl ähnlich verlaufen wie bei Potter, doch musste damals das Buch über Mund-Propaganda beworben werden, Bücher waren teurer, die ersten 10 Jahre war es nur in Englisch erhältlich und es war schwerer zugänglich. Mittlerweile können wir mit allem die ganze Welt erreichen. Bei Tolkien kamen biographische Vorteile hinzu und man konnte sich 50 Jahre lang an das Buch gewöhnen. Daher gibt es tatsächlich Menschen, die aus religiösen Gründen kein Problem mit Tolkien und auch Lewis, aber mit Rowling haben – was meines Erachtens völlig irrational und widersprüchlich ist.

    Wenn wir aber die absolut abstrusen Anschuldigungen abwerfen, die einzig und allein über die Person oder ähnliche nicht mit dem Text in Verbindung stehende Details gehen, so bleibt vor allem nur noch die Frage nach dem Weltbild. Ein weit verbreiteter Vorwurf, den ich gegen HP hörte, liegt darin, dass die Trennung und das Verhältnis zwischen Gut und Böse nicht stark genug ist. Dies sei unchristlich.

    Das Argument, Gut und Böse seien in HP gleich stark ist eine Behauptung, die dem Text nicht zu entnehmen ist. Eher das Gegenteil wird gesagt. Dadurch, dass Harry in der Lage ist zu lieben, Mitleid zu empfinden etc. ist er stärker als der böse Lord Voldemort. Auch wenn die Guten nicht von Voldemorts menschenverachtenden Künsten Gebrauch machen, sind sie trotzdem stärker. Oder würdet ihr etwa sagen, in unserer realen Welt sind böse Organisationen wie die Mafia stärker als das Gute, weil gute Menschen weder morden noch erpressen?

    Wenn wir natürlich per Dogma sagen, dass Harry und Co böse sind, weil sie zaubern, so haben wir nur zwei böse Mächte. Dieser von Frau Kuby vertretene Ansatz hat allerdings einige große Schwächen. Zum einen haben wir die Magie bereits als technische enttarnt, zum anderen reichen die moralischen Ideale der Seite von Harry wohl aus, um diese als gut zu bezeichnen. Darüber hinaus sagt die Frau, alle Geschichten, die dem Christentum nicht widersprechen, würden nur böse Magier enthalten. Gleichzeitig lobt sie den Herrn der Ringe – wohl ohne sich im Klaren zu sein, dass Gandalf der Zauberer die Guten führt. Es geht mal wieder nur über eine personelle Begründung: Tolkien = Katholik = gut.

    Das Problem liegt nicht an dem Verhältnis von Gut und Böse und auch nicht an der moralischen Zeichnung, viel eher scheint es ein generelles Problem mit der Zuordnung der Menschen zu einer der beiden Seiten zu geben.
    Der wichtigste Satz aus HP, der hier das in Harry Potter vertretene Weltbild darstellt, ist hier wohl ein Zitat des Schulleiters aus dem Ende des zweiten Buches: „Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, Harry, die zeigen wer wir wirklich sind.“

    Auch wenn manche den Potter-Büchern Rassismus unterstellen, so muss man sagen, dass dies sicherlich weit von der Intention des Buches entfernt ist. Vielmehr wird gerade das Böse durch diktatorische und rassistische Züge gezeichnet. Schwarze Magier in HP verehren die Reinheit des Blutes. Lebensunwerte Menschen sind ihres Erachtens die so genannten Schlammblüter, die nicht aus den reinblütigen, alten Zaubererfamilien abstammen. Harrys beste Freundin gehört zu den Opfern dieser Ideologie. Während die Seite, auf der Harry und sein Schuldirektor sind, für Gerechtigkeit und Toleranz kämpft, vertreten die schwarzen Magier ein von der Prädestinationslehre geprägtes Weltbild. Der Stand in den man geboren wird, die soziale und ethnische Zugehörigkeit machen für die Bösen den Charakter des Menschen. Die Guten in HP vertreten eher die Meinung, dass die Entscheidungen, die der Mensch im Laufe seines Lebens trifft, ihn zu einem besseren oder schlechteren Menschen machen. Aber keinesfalls ist seine Ausrichtung durch Geburt oder andere äußere Gegebenheiten bereits gegeben.

    Während wir also bei Lewis turbantragende, dunkelhäutige, säbelschwingende Menschen als Bösewichte haben und auch bei Tolkien das Volk der Orks ein von Grund auf böses Volk ist, haben wir bei Harry Potter keine Pauschalverurteilung einer bestimmten Gruppe. Einzig und allein könnte die Zugehörigkeit des Hauses des dunklen Magiers Slytherin ein Merkmal sein, das fast alle Bösen aufweisen. Dennoch wird die Einteilung in die Häuser bei der Einschulung stark kritisiert und Last der Tradition angesehen. Wir haben außerdem auch mit Wormtail einen Bösewicht aus dem Hause Gryffindor, weshalb dies keine Pauschalverurteilung ist.

    In Betrachtung dieses Weltbildes ist beispielsweise Harrys Patenonkel Sirius ein interessanter Charakter. Aufgewachsen in einer der schwärzesten magischen Familien ertrug er als Jugendlicher nicht mehr den Rassismus und lief von zuhause fort. Die Eltern seines besten Freundes nahmen ihn auf und sorgten für ihn. Somit ist er, obwohl seine Eltern schwarze Magier waren, einer der guten. Er hat sich selbst für die Sache der Guten Fraktion entschieden.
    Bloß weil euer Opa Nazi war, sind es eure Eltern und ihr noch lange nicht. Ihr könnt selbst entscheiden, selbst wenn ihr in einem sozial schwierigen Umfeld aufwachst. Es gibt trotz alledem die Möglichkeit, sich auf die andere Seite zu stellen. Der Mensch ist also selbst für seine Entscheidungen verantwortlich und er ist nicht zwangsläufig durch seine Geburt bereits einer Seite klar zugeteilt.
    Dieser Patenonkel von Harry wird später eines Verbrechen beschuldigt, das er nicht begangen hat. Als sich die Wahrheit herausstellt, decken ihn seine Freunde – auch wenn der Staat weiterhin Jagd auf ihn betreibt.
    Für Frau Kuby ist es unwesentlich, dass Sirius in Bezug auf dieses Verbrechen Unschuldig ist. Er ist von Staatswegen her verurteilt. Folglich ist er ein Verbrecher (betrachten wir dies bis zum äußersten ist bei dieser Einstellung auch jeder Mensch, der im dritten Reich gegen Hitler kämpfe, ein Verbrecher, da er gegen staatliche Gesetze verstieß). Während bei Rowling jemand ein Verbrecher ist, weil er ein Verbrechen begeht, so ist bei Frau Kuby jemand schon ein Verbrecher, wenn er verurteilt aber unschuldig ist.
    Darüber hinaus beschreibt Frau Kuby seinen Charakter als einen äußerst negativen. Sie führt dabei sein Elternhaus und seine Verwandtschaftsverhältnisse an. Weil er aus einem Haus schwarzer Magier stammt, ist es für sie völlig klar, dass er auch einer ist. Dass er etwas gegen die Ideologie seiner Eltern hat, verschweigt sie gekonnt, bzw. führt es in dem Sinne ebenfalls als Argument für seinen negativen Charakter an: sie schreibt lediglich, Sirius hasse seine Mutter.
    Natürlich müssen für eine solche Argumentation, wie sie Frau Kuby durchführt, um „fromme Christen“ aufzuklären, viele Fakten unter den Tisch fallen. Die Akzente werden ein wenig anders gesetzt, wir drehen ein wenig herum… kurz: es liegt bei dem Anti-HP Buch von Frau Kuby eine deutliche Lenkung des Lesers vor. Sie tut genau das, was sie Rowling unterstellt. Es handelt sich bei dem Buch von Frau Kuby um eine äußert manipulativ geschriebene Propaganda.
    Klar ist auf jeden Fall, dass diese Frau das Weltbild in HP nicht versteht bzw. es (mehr oder weniger) gekonnt umzudeuten versucht. Jedenfalls scheint sie gerade das zu stören, bzw. sie scheint das nicht zu verstehen, was viele an HP schätzen. Während John Granger am Beispiel von Sirius gerade den Widerspruch zur Prädestinationslehre lobt, findet Kuby anhand dieser Biographie des Charakters nur negative Eigenschaften. Weil sie eben nicht auf die Entscheidungen, sondern auf äußerliche Merkmale achtet. Das tut die Frau häufiger. Viel wichtiger als die Handlungen und Entscheidungen scheinen ihr bei einer Charakteristik äußerliche Merkmale, wie z.B. auch die Haustiere oder der Türklopfer an einer Bürotür zu sein. Die Idee einen Charakter aufgrund seines Handelns zu beurteilen ist ihr fremd und scheint auch im Sinne ihres als christlich bezeichneten Weltbildes etwas ungewohntes zu sein.

    Bei HP kann man Gut und Böse allerdings nicht nach äußeren Faktoren trennen. Es gibt nicht die böse Haarfarbe oder die bestimmte Volkszugehörigkeit. Bei Harry Potter wird also nicht nach Rasse getrennt. Weil der Mensch durch seine Entscheidungen selbst wählt, ob er gut oder böse ist, liegt hier tatsächlich ein Widerspruch zu einer christlichen Prädestinationslehre vor. Die Frage ist nur, ob es wirklich christlich ist, solche Teile der Prädestinationslehre zu vertreten. Die Frage ist auch, ob Lewis oder Tolkien durch ihre krasse Zeichnung des Bösen eben jene Lehre unterstützen wollten. Lewis sicherlich nicht, denn auch unter eben jenen türkenähnlichen Bösewichten gibt es die ein oder andere gute Seele, wenn auch sehr wenige. Und die Orks sind auch nicht das einzige Volk bei Tolkien. Mit den Orks hat Tolkien einen Gegner geschaffen, aber es gibt auch Menschen bei Tolkien, die auf der Seite des Bösen kämpfen und durch Lügen und falsche Vorstellungen manipuliert wurden.

    Auch ist die Pauschalverurteilung eines Volkes durchaus etwas, das mit Bedenken gesehen werden sollte. Der Mensch sehnt sich danach, eine klare äußere Trennung zwischen den Guten und den Bösen zu haben. Warum hatte Hitler so einen Erfolg? Warum hat selbst die Kirche Mitte des letzten Jahrtausends Antisemitismus verbreitet? Wer den letzten Band der Narnia Chroniken liest, könnte besonders zu diesem letzten Punkt einen großen Denkanstoß bekommen. Lewis kritisiert jene, die im Namen eines falschen Aslans Kontrolle über die Leichtgläubigen ausüben. Bloß weil jemand meint, er würde im Namen Gottes handeln, heißt das noch lange nicht, dass er es wirklich tut.

    Pädagogen und ein Großteil der Theologen lobt gerade diese Entscheidungslehre. Die meisten, die Harry Potter unter christlichen Aspekten gelesen haben, stimmen der vor allem durch das Netz verbreiteten Pauschalverurteilung nicht zu. Es gibt jene, die in HP die Behandlung höchst theologischer Problemstellungen wieder zu finden glauben; es gibt sogar jene, die versuchen durch HP das Evangelium zu verkünden – doch die meisten stellen es als ein nettes Buch da, von dem man bestenfalls von den Themen des Buches ausgehend eine Beschäftigung mit theologischen Problemen herbeiführen kann. Dies liegt aber vielmehr darin, dass HP viel Entwicklungspsychologie enthält, sich mit dem Erwachsenwerden, Zugehörigkeit und anderen Themen beschäftigt, die Jugendliche einfach bewegen. Gerade hier liegt ein großer Faktor für den Erfolg und die Qualität der Bücher.

    Warum sind jetzt allerdings diese Anti-HP-Schriften im Netz anscheinend verbreiteter als die Pro-HP Schriften? Es fällt bei den Anti-HP-Schriften einiges auf:

    1. Die meisten, die diese Schriften verbreiten, haben die Bücher nicht gelesen.
    2. Das erkennt man auch daher, dass viele Fakten einfach falsch sind (z.B. die Behauptung in Harry Potter käme ein „trimagischer Zauberstab“ vor. Das einzige, was annähernd daran erinnert, ist die magische Variante der Bundesjugendspiele, das „trimagische Turnier“, dabei tri = drei, Turnier zwischen 3 Schulen)
    3. Viele der Argumente sind absolut nicht tragbar (aufgrund der Nennung des „trimagischen Zauberstabs“  verherrliche Harry Potter die Trinität, diese sei aber aus christlicher Sicht etwas Böses)
    4. Es werden gerne Sachverhalte umgedreht (Behauptung: Hermine dealt mit Drogen – tatsächlich kassiert sie als Vertrauensschülerin aber ein Aufputschmittel ein und vernichtet es)
    5. Dies kann vor allem daraus resultieren, dass einfach abgeschrieben und Gerüchte rezitiert werden
    6. Einige der Anti-HP Schriften waren Satire. Die Interviews, in denen sich Rowling als Satanistin bekennt, sind von einer Satirezeitung erfunden worden. Einige christliche HP-Gegner haben dies allerdings für ihren eigenen Feldzug gegen HP verwendet.
    7. Viele der Argumente sind, da die Bücher nicht gelesen wurden, äußerlicher Natur. Darüber hinaus werden Dogmen verwendet, über die man wirklich nachdenken sollte (z.B. da eher ein Kamel durchs Nadelöhr geht, als dass ein reicher in den Himmel kommt, handle es sich bei reichen Menschen um böse Menschen. Da Rowling eine sehr reiche Frau ist, ist sie folglich auch sehr böse)
    8. In der Umgebung mancher Anti-HP Schriften findet sich auch weiteres vermeintlich christliches Material, das mir Magenschmerzen bereitet,  so z.B. Schriften gegen Moslems oder Katholiken, die auch bei mir als Lutheraner ziemliche Magenschmerzen hervorrufen. Schaut euch mal auf der Seite um, auf der ich das mit den Namen gefunden habe: http://www.wort-des-kreuzes.de (Anmerkung: leider wurde anscheinend die Rubrik über den Islam entfernt, ich sollte aber besser sagen: zum Glück)

    Die meisten die HP gelesen haben, sehen keine akute Gefahr, die von den Büchern ausgeht. Diejenigen, die die Gefahr sehen, haben die Bücher meist nicht gelesen, wohl aber jene äußerst bedenklichen Propagandaschriften oder Teile jener Propagandaschriften gehört.
    Wenn jemand die Bücher aus persönlichen Gründen nicht lesen möchte, dann ist das seine Sache. Ich will niemanden zum Lesen überreden. Genauso wenig wie ich jemanden dazu überreden möchte, außerhalb der Kirche Musik oder sogar Rock- oder Popmusik zu hören. Wenn jemand merkt, dass ihn solche Sachen zu schlimmen Taten anstiften, dann sollte er diese auch unterlassen. Er sollte aber nicht versuchen, es anderen zu verderben oder panische Angst vor diesen Sachen zu verbreiten. Vor allem in der Harry Potter Sache macht mir der pure Hass, der aus manchen angeblich christlichen Schriften trieft, deutlich zu schaffen. Manipulation kann im Übrigen auch als eine Art von biblisch verurteilter Magie gesehen werden. In der Hinsicht ist in der Anti-HP-Bewegung deutlich mehr schwarze Magie enthalten, als in den Büchern, gegen die sie gerichtet ist. Wenn also der Antichrist tatsächlich bei der Sache irgendwo seine Hand in Spiel hat, sollte man vielleicht darüber nachdenken, wo…

    Weitere relativ umfangreiche Behandlungen des Themas:
    http://www.kult-co-tirol.at/docs/kathnet_harrypotter.zip
    http://d5.yousendit.com/E/3LOMXJRTI8PAN3PV6CFBBIF018/bachl_harry_potter.pdf

    Anti-HP:
    http://www.gnade.de/index_l/brisant/013.htm sowie weitere Texte auf der Seite
    http://www.wort-des-kreuzes.de/Glaeubige/HPnamen.htm sowie weitere Texte auf der Seite
    http://www.gabriele-kuby.de/harry_potter.html

    Starke Pro-HP (ebenfalls nicht unbedingt neutral):
    http://www.hogwartsprofessor.com/home.php
    http://www.sippe-w.de/html/harry_potter.htm

    Exkurs zur Vertiefung: Christliche Stimmen/Bedenken gegen Lewis und Tolkien
    http://www.betanien.de/Material/ermahnendes_Artikel/tolkien.htm
    http://www.glaube.de/modules.php?op=modload&name=XForum&file=viewthread&tid=5310
    http://www.bibelkreis.ch/forum/frage408.htm
    http://www.bibelkreis.ch/forum/frage324.htm

  3. Asuka

    aslan – oh aslan…

    Oh, ich fand diesen Artikel über Aslan wirklich interessant. Zuerst wurde ein Brief von Lewis an ein Mädchen gezeigt, und ich wusste nicht was Lewis damit wohl gemeint habe. Doch dann dachte ich scharf nach und als ich das Wort “Lamm” las, dachte ich sofort an das “Lamm Gottes”. Und dann habe ich Lewis’ Auflistungen mit Jesus Christus verglichen und wusste sofort, wer Aslan in unserer Welt ist. In bin nicht sehr gläubisch, nein, überhaupt eigentlich gar nicht doch trotzdem hat mich dieser Artikel sehr berührt. Aber mein persönliches Kommentar dazu: Ich glaube lieber an einen  unzahmen aber guten Löwen namens Aslan, der Jesus verkörpert, als an einen Mann der von der Erbsünde (ich meine, Maria hat nicht mit Josef geschlafen, sie hat ihn einfach so “empfangen”. Deswegen sind im Christentum auch alle Leute mit der Erbsünde bestraft da Mutter und Vater ja miteinander schlafen, bevor Mutter das Neugeborene bekommt. Aber sofern ich weiß verschwindet die Erbsünde bei der Taufe!) befreit worden ist und “auferstanden” ist und nie im Leben S.e.x gehabt hat und sich nie verliebt haben soll… Das gibt es nicht, dass mit Jesus! Klar, Jesus hates sicher einmal gegeben. Aber er hat bestimmt genauso gelebt wie andere, hat eine Frau oder Geliebte gehabt und sich auch mal Nachts ausgetobt…. Ja, an Aslan würde ich lieber glauben als an Jesus….

    MFG ASUKA

  4. ali

    wie kann man nur potter und aslan vergleichen?
    Innerhalb dieses Jahrzehnts wurde im Jahr 1966 eine Frau namens J.K.Rowling geboren. Sie ist die Frau, die im Jahr 2000 die Welt mit ihren vier Büchern der “Harry Potter Serie” eroberte. Diese “Harry Potter”-Bücher sind Orientierungshilfen und Lehrbücher des Okkultismus verpackt in das harmlose Format der Unterhaltung. Diese vier Bücher von J.K.Rowling lehren realen Okkultismus! Ich weiß dies und kann dies sagen, weil ich damals ein Teil dieser Welt war.

    Okkultismus und Hexerei war sehr unterschiedlich in den 60’er Jahren. Damals gab es viel weniger Hexen und die Kunst des Okkultismus wurde vielmehr im Geheimen und Verborgenen ausgeübt. Am Ende dieses geistig heftigst umkämpften Jahrzehnts wurde ich auf eine wunderbare Art und Weise durch Jesus Christus und seinem reinigenden Blut. Ich wurde tatsächlich von jedem bösem Geist erlöst, der in mir lebte, und wurde komplett von meinen Sünden gereinigt. Allerdings als ich begann bibeltreue christliche Gemeinden zu besuchen, realisierte ich ganz schnell, daß sogar hier der Okkultismus seine Zeichen hinterlassen hatte. Es wurden und werden viele heidnische Feiertage und Sabbathe als sogenannte “christliche Feiertage” gefeiert.

    Mit der Zeit beobachtete ich wie sogenannte “christliche” Gemeinden Kompromisse schlossen und sich im Zuge der Ökumene zusammenschlossen. Ich sah erstaunt wie Lehren aus östlichen Religionen übernommen wurden und Glauensgrundsätze aus der “New Age”-Religion ganze Gemeinden einnahmen. Dies alles war satanisch vorbereitet und ich wusste im Voraus wie es sich entwickeln würde. Die Verschwöhrer der Imlluminaten brachten eine “Eine-Welt-Religion” zu Tage mit einen einem raffiniert verstecktem Element des Okkultismus in ihren Lehren.

    Um die Lehren des Okkultismus den großen Menschenmaßen zu bringen und damit die satanische Kontrolle über die Welt zu komplettieren, musste einer ganzen Generation beigebracht werden wie Hexen zu denken, wie Hexen sich zu kleiden und sich wie Hexen zu verhalten. Die okkulten Lieder der sechziger Jahre starteten das luziferische Projekt, die Gedanken einer ganzen Generation einzufangen und zu beeinflussen. Im Lied “Sound of Silence” von Paul Simon und Art Garfunkel wird uns davon erzählt, daß eine Saat gepflanzt wurden während eine ganze Generation schlief und daß “die Vision, die in mein Gehirn gepflanzt wurde, immer noch verbleibt” (the vision that was planted in my brain still remains).

    Jetzt befinden wir uns im Jahr 2000, alle Fundamente für Okkultismus und Hexerei sind platziert und die Illuminaten müssen sich beeilen, da ihnen die Zeit ausläft. Der kommunistische Revolutionär Lenin sagte: “Gebt mir eine Generation der Jugend und ich werde die ganze Welt verändern” und nun wurde eine komplette Generation von Jugendlichen einer Frau namens J.K.Rowling und ihren vier “Harry Potter”-Büchern übergeben. Als ehemaliger Hexer kann ich mit Autorität sprechen, wenn ich sage, daß ich die Werke von Rowling untersucht habe und sie Lehr- und Trainingsbücher für den Okkultismus sind. Unzähligen Millionen von jungen Leuten wird beigebracht wie Hexen zu denken, zu sprechen, zu kleiden und zu verhalten, während sie ihre Köpfe mit dem Inhalt dieser Bücher füllen. Kinder sind so besessen von den “Harry Potter”-Büchern, daß sie sogar das Fernsehen und die Videospiele für die okkulten Bücher links liegen lassen.

    Im ersten Buch der Reihe, “Harry Potter und der Stein der Weisen”, beschreibt die Geschichte der Waisen Harry Potter, wie er in das neue Reich eingeführt wurde als er in die “Hogwart Schule für Zauberei und Hexerei” gebracht wurde. In dieser okkulten Schule lernt Harry Potter wie man die Ausstattung für Hexerei beschafft und benutzt. Harry lernt auch ein komplett neues Vokabular, einschließlich Worten wie “Azkaban”, “Circe”, “Draco”, “Erised”, “Hermes” und “Slytherin”, welche alle Namen von wahren Teufeln und Dämonen aus dem Okkultismus sind. Sie sind keine erfundene Charakternamen!

    Aber wie ernsthaft ist das? Indem sie die okkulten Materialien lesen, lernen Millionen Jugendliche wie man dämonische Geister heraufbeschwört und sie sogar beim Namen nennt. Eine große Anzahl von Kindern, die sich Christen nennen, füllen ihre Herzen und Gedanken, während bewusst ignorante Eltern in die andere Richtung schauen.

    Schon die Namen der Bücher sollten uns vor Augen führen wie okkult und satanisch diese Bücher sind. Der Name des ersten Buches, “Harry Potter und der Stein der Weisen”, sagt es doch schon glasklar. Das zweite Buch hieß “Harry Potter und die Kammer des Schreckens” und das dritte Buch hatte den Titel “Harry Potter und der Gefangene von Askaban”. Traurig genug, aber sogar weit bekannte und sehr respektierte “christlichen” Autoritäten wie Dr.James Dobson und Chuck Colson habe sich als moderne Judas entpuppt. Nichts könnte offensichtlicher sein, als daß die “Harry Potter”-Bücher pure Hexerei und Okkultismus sind. Diese “christliche” Autoritäten versuchen Harry Potter zu verteidigen, indem sie sagen, daß doch die gute Magie gewinnt und die böse Magie besiegt.

    Das ist die älteste Täschungsspiel, das die Menschheit kennt. Als ein ehemals echter Hexer lernte ich über die beiden Seiten “der Kraft”. Offensichtlich aber nicht diese “christlichen” Autoritäten. Wenn sich echte Hexen an ihren okkulten Feiertagen treffen, begrüßen sie sich mit “Sei gesegnet” und wenn sie weggehen, verabschieden sie sich mit “Möge die Kraft mit dir sein!”. Beide Seiten dieser “Kraft” ist Satan. Es gibt keine gute Seite, die die böse Seite der Kraft besiegt, sondern es gibt vielmehr nur das Blut des Herrn Jesus Christus, das beide sogenannten Seiten der “Kraft” zerstört.

    Hochrangige Hexen glauben, daß es sieben satanische Prinzen gibt und daß der Siebte, der den Christen zugeteilt ist, keinen Namen hat. In den Treffen der Hexen wird er “der Namenlose” genannt. In den “Harry Potter”-Büchern existiert ein Charakter namens “Voldemort”. Von diesem Wesen sagt die Betonungshilfe zu den Büchern: “Er, der nicht benannt werden darf”.

    An Mitternacht des 8.Juli 2000 wurden Bücherläden von Millionen von Kindern gestürmt, um das neueste Buch der Reihe, “Harry Potter und der Feuerkelch”, zu erhalten. Diese Bücher wurden mit nach Hause genommen und jedem Exemplar folgte ein realer böser Geist, um das entsprechende Haus zu verfluchen. Der 8. Juli war auch der 18. Tag (dreimal 6!) vom satanischen Feiertag des Midsommers gezählt. Der 8.Juli ist auch der 13.Tag nach der Unterzeichnung des United Religion Charter in San Francisco. Und nun erfahren wir, daß das öffentliche Schulsystem benutzt werden soll, um mit der Magie der “Harry Potter”-Bücher die Klassenräume zu Lehrzentren für den Okkultismus zu benutzen.

    Aber was sagt Gott über Bücher wie die “Harry Potter”-Reihe?

        “Es kamen auch viel derer, die gläubig waren worden, und bekannten und verkündigten, was sie ausgerichtet hatten. Viele aber, die da vorwitzige Kunst getrieben hatten, brachten die Bücher zusammen und verbrannten sie öffentlich und überrechneten, was sie wert waren, und fanden des Geldes fünfzigtausend Groschen. Also mächtig wuchs das Wort des HErrn und nahm überhand.”
        Apostelgeschichte 19:18-20

  5. Xalac

    anfangs guter eindruck, später etwas befremdlich

    also ich fand den artikel über aslan und so weiter echt gut…ABER WAS IST AN HARRY POTTER BITTE SCHLIMM??
    nennt mir doch mal einen grund warum es schlecht sein soll worte wie    slytherin,  askaban, hermes usw zu lesen???
    wenn keiner weiß wo sie ihren ursprung haben dann ist ihnen meiner meinung nach keinerlei schlechte auswirkung beizumessen!!! da kann man genausogut sagen:
    aslan ist eine schlechte idee um jesus zu verkörpern weil jesus kein tier war

    klingelts?? beides ist hirnrissig
    Mfg. Xalac
    PS: Keine Sorge, “Xalac” ist ein erfundenes wort und kann deshalb keiner seele schaden^^

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