Grand Theft Auto IV – Schlagen und Ballern nur Spielspaß?

Vor kurzem ist das langersehnte Computerspiel Grand Theft Auto IV erschienen, der neunte Teil der beliebten Serie rund ums Schiessen und Töten.
Bei diesem Spiel begleitet man einen serbischen Emigranten durch die fiktive amerikanische Stadt Liberty City. Nikolai Bellic, ein ehemaliger Kriegsverbrecher, der nun in den USA sein Glück versucht, schiesst, schlägt und tötet. GTA 4 bietet dem Spieler eine ungeheure Bandbreite an Möglichkeiten: Man kann Autos klauen, besoffen durch die Straßen fahren, Waffen kaufen, Drogen nehmen, im Biergarten eine Schlägerei anfangen, mit dem Baseballschläger eine Oma vom Fahrrad hauen, mit einer Prostituierten Sex haben, sie danach verprügeln, um ihr Geld zu stehlen, Polizisten abknallen, der Drogenmafia beitreten, eine Burgerbude ausrauben, etc. pp. – lauter „lustige“ Dinge also. Jedenfalls bezeichnen Millionen von Computerspielern GTA als spaßig und lustig.
In Wirklichkeit lebt dieses Game von der puren Lust an der Kriminalität. Der Hersteller Rockstar Games erhofft sich einen Rekordgewinn – die Vorgängerversionen des Spiels wurden jeweils etwa 10 Millionen Mal verkauft. Allerdings gibt es neben den Fans auch viele Kritiker, die in der extremen Gewaltverherrlichung Gefahren sehen. So hätten inzwischen zahlreiche Jugendliche nach Autodiebstählen und Vandalismus angegeben, von Grand Theft Auto inspiriert worden zu sein. Viele inzwischen erwachsene GTA-Zocker schämen sich für die Dinge, die sie noch vor ein paar Jahren im „Spiel“ getan haben (im Internet gibt es einen Bericht eines ehemaligen Spielers, dessen Frau seine alte Version von GTA inklusive dem Spielstand auf ihrem Computer installiert hat, um zu sehen, was ihr Mann da so getrieben hat. Er konnte ihr nicht überzeugend erklären, warum er eine Frau im Spiel verprügelt und bestohlen hat. Die Ehe steht seit dem auf wackligen Beinen).
Virtuell begangene Verbrechen sind nicht harmlos! Jesus „verschärfte“ die zehn Gebote, als er sagte, dass schon das Begehren einer fremden Frau einen vollzogenen Ehebruch darstellte. Folglich entspringen virtuelle Morde ebenfalls einem bösen Herzen. Solche Dinge kann man als Christ niemals verteidigen oder gutheißen. Im Philipperbrief rät uns Paulus: „Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt! Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.“ (Philipper 4,8.9)

Jeder virtuelle Verbrecher ist aufgerufen, sich zu prüfen: Warum habe ich Spaß an diesen bösen Dingen? Die Bibel kennt die Antwort – und sie kennt auch den Weg heraus!

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