Harry Potter

Schön wär’s, Harry!


„Habt ihr Flyer zum Thema Harry Potter?“ „Harry ist total genial!“ „Harry ist gefährlich. Habt ihr Material, das zum Thema Okkultismus informiert?“ – solche Mails kommen häufig in die Nightlight Station. Von Begeisterung bis Angst ist alles dabei. Harry spaltet die Nation. Die einen – und dazu gehören die meisten Bürger des deutschen Landes – sind begeistert von dem Jungen, der in eine geheimnisvolle Welt voller Magie und Abenteuer eintaucht. Bei den anderen macht sich Entsetzen breit. Die in den Bänden beschriebenen Praktiken, sagen sie, seien dazu geeignet, Menschen zu verführen. Es bestehe die Gefahr, dass besonders die jüngeren Leser sich gedankenlos den okkulten (also verborgenen) Einflüssen öffnen und sich damit in eine teuflische Abhängigkeit bringen, aus der es nur schwer ein Entkommen gibt.


Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die Einzelheiten der Bücher und des Films eingehen, die eindeutig in die Rubrik „Einladung zum praktizierten Okkultismus“ gehören. Fakt ist, dass die Inhalte von Buch und Film dazu motivieren, sich direkt mit teuflischen Mächten einzulassen. Verkauft unter dem Deckmantel der „Weißen“ Magie wird den Lesern die Lüge vermittelt, dass sich diese Magie positiv im Leben auswirke. Ein Trugschluss. Der Adressat von Magie ist unabhängig von Schwarz oder Weiß derselbe: der Teufel selbst.


Was jedoch nicht hilft, ist die Verbreitung von Hetzschriften. Kein erhobener Zeigefinger auf einem Flyer, kein „Harry“ Gesicht mit überspraytem Kreuzsymbol und auch keine „Harry-raus!-Rufe“ Solche Aktionen bewirken das Gegenteil.


Eigentlich ist es offensichtlich, warum die Inhalte von Autorin J.K. Rowling so anziehend sind. Natürlich, da sind die okkulten Inhalte. Schon immer hat diese Thematik eine hohe Anziehungskraft ausgeübt. Doch es ist mehr. Bei allem, was an geballter Information auf uns und besonders die Kinder und Jugendlichen einstürmt, kann ich den Wunsch nach fliegenden Besen verstehen. Draufsetzen und wegfliegen. Viele denken so: „Wenn es doch so einen Nimbus 2000 in echt gäbe! Ich würde mich ganz schnell drauf setzen – und weg! Von allem, was irgendwie schwierig ist. Schulstress, Gewalt und Mitmachen-Müssen. Wenn „er“ sich ins Zimmer schleicht. Ich würde mich, bevor „er“ mich berührt, an Nimbus festhalten und der fliegt mit mir davon. In eine andere Welt, in der ich bestimmen kann, frei bin.“ Oder dieser Zauberstab. Heimlich im Schulranzen versteckt, und bei der richtigen Gelegenheit gewinnbringend eingesetzt. Sobald sich der Lehrer zur Tafel wendet, der Meister mit einem anderen beschäftigt ist – zack – den Zauberstab geholt und schon ist der verhasste Lehrer oder Vorgesetzte in einen Wellensittich verwandelt. Noch ein letztes Beispiel: der Bahnsteig „9 dreiviertel“. Umschreibung für die Abfahrt in die Fantasie. Der Realität den Rücken kehren und hinein ins Abenteuerland. Ist das nicht … nachvollziehbar? Was sonst soll man tun, wenn die Realität keine Fluchtburgen anbietet? Bleibt da nicht die fiktive Wirklichkeit letzte Zuflucht?


Schön wär’s, Harry. Aber du bist nur eine Romanfigur. Eine gut geschriebene – aber eine gefährlicher. Du spielst mit unseren Hoffnungen und Wünschen und viele geben sich dir hin. Nein, einen Vorwurf möchte ich dir nicht machen. Du bist genauso Fiktion wie all die anderen Muggles und auch der Nimbus 2000. Du kannst nichts dafür, dass du vermarktest wirst. Dich gibt es … gar nicht.


„Wenn ich Harry lese, vergesse ich die Zeit. Und alles, was um mich herum passiert.“ Keine Frage, das stimmt absolut. Aber irgendwann schließt du dein Buch. Kennst die Szenen, weißt um die Ängste und die Geheimnisse der Ecken und Schlösser. Nur beim ersten Mal hattest du diese Intensität. Dann nicht mehr. Du kennst den Weg, die Geschichte. Ganz interessant, aber mehr auch nicht. Stattdessen steht die Wirklichkeit wieder auf der Matte. Und mit ihr deine Probleme. Ob Zuhause oder in der Schule; auf Arbeit oder wo auch immer. Aber im Herbst soll der fünfte Band von Harry kommen. Nächstes Jahr …


Du kannst deiner Wirklichkeit mit Harry die Spitze nehmen – sie dadurch aber weder verhindern noch kleiner machen. Du kannst versuchen, die beschriebenen Tricks nachzuahmen. Es gibt Hunderte von Büchern über weiße Magie. Du kannst deine Hoffnung in diese Möglichkeit setzen und ein Zauberlehrling werden. Wie gesagt, Kurse gibt’s genug. Beim Ausbrechen der Pottermania haben sich die Wahrsager-, Magier- und Zauberer-Anzeigen in den Tageszeitungen vervielfacht. Doch das ist ein Weg in die falsche Richtung: Bislang hast du deine Fantasie gefüttert. Der nächste Schritt bringt deine Seele in Gefahr. Du öffnest dich einer Wirklichkeit, die kein Spiel mehr ist. Die Kontaktaufnahme funktioniert. Aber die Geister, die du gerufen hast, werden nicht mehr gehen. Ab sofort kämpfst du nicht nur gegen deine kaputte Realität, sondern bist gleichzeitig ein Spielball des Teufels. Gegen beide Gegner hast du keine Chance.


Jesus Christus, also der Sohn Gottes, nimmt dich nicht mit in ein Land der falschen Versprechungen, der Täuschungen und auflaufenden Wünsche. Jesus kam aus der Ewigkeit in unseren Alltag, in unsere Wirklichkeit, um von der Liebe Gottes, der Rettung aus Einsamkeit, Sünde und Angst zu sprechen. Jesus kam aus einer Welt, die unseren Gedanken und Vorstellungen verschlossen ist. Himmel. Ewigkeit. Dimensionen, die wir nicht einmal ansatzweise nachvollziehen können. Aber er hat nicht über den Himmel geredet, um den Menschen Geschichten zu erzählen, um sie zu unterhalten. Sondern: Er hat darauf hingewiesen, dass unsere Gegenwart darüber entscheiden wird, ob diese Ewigkeit für immer verschlossen bleibt oder ob sie sich uns öffnet. Wie?


Jesus sagt: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.“ (Johannes 5,24)


Eine andere Aussage von Jesus: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16)


Jesus spricht von Verlorenheit. Vielleicht kannst du ansatzweise nachempfinden, was es bedeutet, verloren zu sein. Keiner, der da ist, um zu trösten. Keiner, der ermutigt. Keiner, der zuhört, wenn’s einem dreckig geht. Keiner, der hilft. Wer an Jesus Christus glaubt, wer ihm sein bisheriges Leben anvertraut, erlebt Gemeinschaft, Liebe, Angenommensein und Vergebung, nicht erst am Ende seines Lebens. Es gilt jetzt. Ab dem Zeitpunkt, an dem du dich Jesus anvertraust. Er sagt: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11,28)


All diese Aussagen klingen nicht verträumt, mystisch oder geheimnisvoll, eher nüchtern. Aber genau das zeichnet Jesus aus: Worte und Verheißungen in den Alltag und für den Alltag. Ein Alltag, der keine 9 dreiviertel Bahnsteige hat; ein Leben ohne Nimbus 2000; Menschen, die nicht durch einen Zauberstab ruhig gestellt werden können. Jesus kam in diese Welt. In deine Welt. Hier braucht es keine Gute-Nacht-Geschichten, sondern echte Perspektive. Du brauchst dich von Fantasiegeschichten nicht animieren zu lassen. Spiel sie nicht nach. Tritt bitte nicht in Kontakt mit irgendwelchen Welten oder Wesen, von denen du gehört, gelesen hast oder die dir empfohlen wurden. Leg die Zaubermütze ab. Rede doch bitte mit Jesus über dein Leben. Bei ihm gibt’s keine Muggles, sondern Menschen. Da sind keine Dumbledores, sondern Dämonen. Und Lord Voldemort ist nur ein anderer Name für den Teufel. Aber den hat Jesus besiegt. Nicht als kleiner Junge, sondern als echter Mann. Jesus musste dafür sterben. Auch diese Geschichte eignet sich schlecht zum Nachspielen. Denn nur Jesus konnte diesen Sieg erringen. Doch seitdem er am Kreuz seinen Siegesruf vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt in den Himmel schrie, gilt: Der Sieg gehört Jesus. Ein Leben mit ihm ist möglich. Vergebung von Schuld und Sünde ist keine nette Story, sondern erfahrbare Realität. Ein Leben an der Hand Gottes ist mögliche Wahrheit.


Ich wünsche dir dieses Leben. Von Herzen. Bitte schreib doch, wenn du dazu Fragen hast. Es geht nicht darum, dir Angst zu machen, sondern über die Wahrheit zu sprechen.






Quelle: www.nightlight.de

Kommentare

  1. ali

    ich lach mich wech:
    . . . ist die Bibel. Das Buch der Bücher ist nicht nur das meistverkaufte, sondern auch das am weitesten verbreitete Buch der Welt. Allein seit 1815 sind nach Schätzungen 2,5 Billionen Exemplare verkauft worden. Die Bibel ist in 2233 Sprachen übersetzt worden. Die christliche Bibel in der heute bekannten Fassung besteht aus dem Alten Testament und dem Neuen Testament, das zwischen 50 und 150 nach Christus verfasst worden ist.

  2. ali

    finde es sehr, sehr komisch, wenn christen durch derartig abartige literatur zur ruhe kommen wollen. welch ein
    verhältnis zu jesus, der uns folgendes verspricht:
    Jesus macht im Matthäus-Evangelium eine viel versprechende Einladung:

          Mt 11,28-30 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

    ali

  3. stocki

    okkultismus in der bibel

    Ich sag mal so: filme und bücher kann man auch tot reden.

    ich bin auch christ und habe auch bis jetzt alle potter bände und filme gesehen, und bin ich deswegen gleich vom teufel besessen?

    was spricht denn dagegen wenn man sich von zeit zu zeit in die potter-welt begibt (?) , hauptsache man findet wieder raus und es kommt nicht zu dem status das man harry potter abhängig ist.

    es ist zweifellos wichtig das man sich zuerst um die wichtigen dinge im leben kümmert aber wenn man sich nur darum kümmert und sich nicht irgendwie von zeit zu zeit sich mal ne ruhepause gönnt sei es durch nen potter oder was weiss ich, dann hat man irgendwann keine kraft mehr sich um die wichtigen dinge zu kümmern.

    deshalb sollte nicht alles gleich verteufelt werden, nur weil da irgendwie okkultismus drin vorkommt da wir, die an jesus glauben ja auch mit okkultismus in berührung kommen. (okkultismus -> magie -> exorzismus [teufel-, dämonenaustreibung])

    s. Mk 1, 23-39

    http://www.bibel-online.net/buch/41.markus/1.html

    weiterer link zu exorzismen in der bibel:

    http://www.exorzismus.net/Exorzismus_Schriftstellen.htm

    also besser erst einmal vorher in die bibel gucken so dass man sieht das jesus sich auch des okkultismus bedient hat.

  4. ali

    Die Welt des Harry Potter ist die Welt des Horrors, des Schreckens, des Grauens und der Angst. In dieser Welt gibt es u.a. folgende Erlebnisse und ´Vergnügungen`: Schnecken werden erbrochen. Froschgehirne werden verspritzt. Ekel erregender Gestank. Innereien mit Maden. Katzen, die am Schwanz aufgenagelt sind. Eingeweide, die außen sind. Das Zerstampfen von Blutegeln. Augen gross wie Teller. Nasen gross wie Melonen. Hexen mit vielen Armen, die aus dem Kopf wachsen. Zaubertränke mit Schlamm, Rattenschwänzen, Haaren, Spinnen, getrocknete Kakerlaken usw. .Die Welt des Harry Potter ist die Welt der Geisteskrankheit und des Wahnsinns. Die Erlebnisse des Harry Potter gleichen den Schilderungen von Psychiatriepatienten, die von Psychiatern als bloße ´Halluzinationen` abgetan werden. Aus schamanischer (und biblischer) Sicht gibt es diese Welt der Horrorwesen tatsächlich. Schamanische Reisen in die Unterwelt sind fast immer Begegnungen mit Horrorwesen. Wie die Schamanen und viele Psychiatriepatienten hört Harry Potter Stimmen von unsichtbaren Wesen, die ihn ängstigen und nachdrücklich zum Töten auffordern. Genau dies hört man immer wieder von Amokläufern, Triebtätern und Geisteskranken.

    In Band 4 „Der Feuerkelch“ wird das Ritual des Blut- und Menschenopfers in einer grauenvollen Weise beschrieben (Satanismus). Das Blut- und Menschenopfer endet damit, dass Lord Voldemort, eine Art blutsaugender Vampir, in einem Zauberkessel aus Menschenblut und anderen „Zutaten“ zu neuem Leben ersteht. Dass dies bei Kindern Unruhe, Alpträume und Angstzustände auslösen kann, wird aus vielen Berichten deutlich. In Der Bibel wird jede Form von Okkultismus, Magie und Zauberei abgelehnt. Solche Praktiken sind „Gräuel“ in den Augen Gottes (5. Mose 18,9ff u.a.). Sie führen zur Versklavung an Satan.
    Herr Prof. Franzke und wir vertreten trotzdem die Auffassung, „dass es sich bei den Harry-Potter-Romanen um äußerst schlechte und langweilige Literatur handelt, die ihren Erfolg einzig und allein dem weit verbreiteten ,Geist der Magie‘ verdankt.“ (Seite 11, Punkt 6)
    Als Christ und Buchhändler möchte ich diese Aussage unter die Lupe nehmen:

       1. Ist Harry Potter langweilig?
          Die Autorin J. Rowling verwendet eine einfache und anschauliche Sprache. Sie schreibt kreativ mit zahlreichen Überraschungsmomenten. Die Verkaufszahlen und die Begeisterung vieler Leserinnen und Leser sprechen für sich. Nein, langweilig ist Harry Potter nicht.
       2. „Geist der Magie“
          Harry Potter hat alles, was eine spannende Abenteuergeschichte ausmacht. Harry ist zunächst ein völlig unscheinbarer Junge, mit dem sich der Leser leicht identifizieren kann. Was ihn zum Helden macht, sind nicht nur besondere Fähigkeiten, sondern sein Mut. Die Romane um Harry Potter berühren neben einer Welt der Magie irgendwie auch zutiefst menschliche Fragen nach dem eigenen Wert, nach Identität, Lebenssinn und nach den Dingen, die ein Leben lebenswert und sinnvoll machen.
          Die Aussage, der Erfolg von Harry Potter begründe sich „einzig und allein“ in einem ,Geist der Magie’ greift deshalb zu kurz und wird den Romanen nicht gerecht.
       3. Wie können Christen angemessen mit Harry Potter umgehen!
          Tatsache ist: Das Weltbild von Harry Potter widerspricht in zahlreichen Punkten christlichen Maßstäben. Tatsache ist aber auch: Harry Potter begeistert Tausende von Lesern. In unserer Gesellschaft besteht kaum die Möglichkeit, Harry Potter vollständig auszuweichen.

    Wie können wir damit umgehen? Es gibt drei Möglichkeiten:

        * Erstens: Harry Potter ignorieren („in keinen christlichen Haushalt“). Diesen Weg schlägt Prof. Franzke vor.
        * Zweitens: Auf den Trend aufspringen und Harry Potter lesen. Vielleicht gilt hier die Aussage des Paulus: „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangennehmen.“ (1. Korinther 6, 12)
        * Drittens: Die kritische Auseinandersetzung. Sie ist spätestens dann angebracht, wenn Kinder uns nach Harry Potter fragen. Wir können Harry Potter gemeinsam mit ihnen lesen, auf Gefahren elitären Denkens (Diskrimierung der Muggles), Werteverschiebungen sowie die spielerische Einführung und Verharmlosung okkulter Praktiken hinweisen. Gleichzeitig können wir Jesus als Alternative zu Harry Potter anbieten und die Beziehung zu ihm vorleben. Denn er ist der Held, der heute noch Realität ist. Er ist derjenige, mit dem wir reden, den wir um Hilfe bitten können. Er ist der Herr über alle Mächte und Gewalten. Dagegen sieht Harry Potter dann „ganz schön alt“ aus.

  5. nolies

    Christen, bitte hört auf zu lügen!

    Unsere Kinder 13J und 16J haben die meisten HP Bücher gelesen und einige Filme angesehen. Mit der Zeit wurde HP langweilig, weil sich die gleichen Muster der Akteure wiederholten. Die Filme sind viel zu oberflächlich, zu hektisch, überzeichnet und der eine oder andere Schauspieler passt nicht für seine Rolle. Man wollte damit halt schnell Geld verdienen und so blieb die Sorgfalt, die einen guten Film auszeichnet oft auf der Strecke. Für meinen Geschmack sind die HP Geschichten kurzweilige Unterhaltung von nicht besonders guter Qualität.

    Unsere Kinder und wir haben bei den HP Geschichten an alles Mögliche gedacht, jedoch nicht an „Magie“ oder „Zauberei“. Der Schreiber behauptet sogar: Dass sich wegen der HP Bücher „Wahrsager-, Magier- und Zauberer-Anzeigen in den Tageszeitungen vervielfacht hätten. Das ist erst einmal eine Behauptung.

    Aber was ist den überhaupt „Zauberei“ oder Wahrsagerei? Schon für unsere Kinder ist „Zauberei“ nichts anderes als gut eingeübte und gut inszenierte Trick-Technik, die wir nicht so leicht durchschauen. Gerade darin liegt ja die Faszination, dass wir genau hinschauen und nicht sehen, „wie er das macht“. Auch die angeblich „übersinnlichen Tricks“ des Löffelbiegers Uri Geller sind längst entlarvt.

    Was bitte soll daran beunruhigend oder „magisch“ sein? Viele Leute kennen ein paar einfache Karten- oder auch Knoten-Tricks. Magie? Je kleiner ein Kind ist, desto leichter lässt es sich von solchen Tricks beeindrucken und man kann ihm sogar weissmachen, dass das „echte Zauberei“ sei.

    Wenn wir uns umsehen, erkennen wir, dass es keine klare Grenze dessen gibt, was für Zauberei gehalten wird und was nicht. Es geht von trivialen Tricks bis zu wirklich guten Tricks. Es ist offensichtlich eine Frage des Verstandes und des Verstehen könnens, eine Frage der intellektuellen Reife, ob wir bereit sind uns irgend welche Tricks als „Zauberei“ vormachen zu lassen.

    Der Schreiber des Artikels sieht in den HP „Zauberei-Geschichten“ die Gefahr einer „Flucht aus der Wirklichkeit“.

    Also wenn ich beobachte, wie meine Kinder darauf reagieren, dann kann ich dieser Befürchung gar nicht zustimmen. Im Gegenteil, ich muss feststellen, dass meine Kinder viel weniger aus der Realiät flüchten, als der Schreiber dieses Artikels.

    Der Schreiber dieses Artikels fantasiert hier im Namen der Wahrheit Dinge wie „Zauberei“, „Magie“ oder „Okkultismus“ herbei. Kann mir irgend jemand auch nur ein einziges konkretes Beispiel von überprüfbarer echter „Magie oder Zauberei“ berichten, statt ständig mit herbeifantasierten Behauptungen zu hantieren?

    Zitat aus dem Artikel: „Du kannst deine Hoffnung in diese Möglichkeit setzen und ein Zauberlehrling werden.“ Sorry, aber dieser Artikel ist für Leute mit dem Verstand von Dreijährigen geschrieben.

    Zitat: „Eine andere Aussage von Jesus: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16)

    Er sagt: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11,28) “

    Sich an solche Aussagen zu klammen, die so vielfältig gedeutet und doch irgendwie nicht verstanden werden können, ist keine Flucht aus der Realität??

    Und das sind keine leeren Versprechungen? Bei so viel Elend auf unserer Welt, wurden noch keine Christen ermordet, obwohl sie „richtig geglaubt“ haben?  

    Im Gegensatz zur Bibel versprechen die Bücher von HP nichts. Dass die Bücher von HP etwas versprechen würden, hat der Verfasser des Artikels hineinfantasiert und hineininterpretiert.

    Zitat: „Tritt bitte nicht in Kontakt mit irgendwelchen Welten oder Wesen, von denen du gehört, gelesen hast oder die dir empfohlen wurden… da sind keine Dumbledores, sondern Dämonen. Und Lord Voldemort ist nur ein anderer Name für den Teufel…“

    Hat sich der Schreiber dieses Artikels nicht schon längst aus der Realität verabschiedet???

    Sicher für Christen verleugne ich damit ihren Teufel, den sie so sehr brauchen. Ja und das ist das Werk des Teufels, dass er sich so gut hinter den Argumenten wie „Verstand“ tarnen kann.

    Nur mit dieser Argumentation kann man alles behaupten und muss und darf seinen Verstand gar nicht mehr gebrauchen.

    Zitat: „Aber den hat Jesus besiegt. Nicht als kleiner Junge, sondern als echter Mann.“
    Ja und was ist in der Traumwelt des Artikelverfassers ein „echter Mann“??

    Zitat: „Jesus musste dafür sterben. … Denn nur Jesus konnte diesen Sieg erringen. Doch seitdem er am Kreuz seinen Siegesruf vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt in den Himmel schrie, gilt: Der Sieg gehört Jesus.“
    Was ist das für ein Sieg, wenn jemand dabei stirbt? Und wenn es nur im übertragenen Sinn gemeint wäre, worin sehen wir ganz konkret die Auswirkungen dieses Sieges???  Flucht aus der Realität?

    Zitat: „Ein Leben mit ihm ist möglich. Vergebung von Schuld und Sünde ist keine nette Story, sondern erfahrbare Realität. Ein Leben an der Hand Gottes ist mögliche Wahrheit.“

    Hey, Flucht aus der Realität?

    Wie lebt ein Christ mit Jesus? Bitte ganz konkret und nicht irgend etwas aus der eigenen Fantasiewelt!

    Wir Menschen neigen dazu uns unsere Welt zurechtzulegen und uns die Dinge so zu interpretieren, wie sie uns gefallen. Drum nochmal:
    Wie greift Jesus ganz konkret in das Leben eines Christen ein? Bitte ganz konkret und nicht irgend etwas aus der eigenen Fantasiewelt!

    Jeder soll in seiner eigenen Fantasiewelt leben dürfen. Auch gläubige Christen, Muslime oder Juden oder andere oder sogar Esoteriker.

    Mich stört es erst, wenn die Leute behaupten, dass ihre Fantasiewelt die Realität oder die Wahrheit sei.
    Da behaupten Leute mit Jesus zu reden und von ihm Anleitung zu erhalten. Wenn jemand anderes daneben steht, hört dieser jedoch nichts von diesem Dialog des Gläubigen mit Jesus. Wenn man nachfragt, erfährt man dann, dass Jesus anders zu ihnen „spricht“, z.B. beim Lesen der Bibel.

    OK, das kann man sich irgendwie vorestellen. Einem Jesus oder einem Gott ist es möglich bestimmte Texte bzw. Buchstaben während dem Lesen in farbiger oder Fetter Schrift erscheinen zu lassen und dem Leser so etwas mitzuteilen.

    Nein, so ist es aber auch nicht. Der Gläubige hört Jesus, indem er die gelesenen Texte in seine Situation interpretiert. Weil der Gläubige in seinem leben so sehnsüchtig von Jesus „geführt“ sein möchte, weil es seinem Leben Sinn geben würde, interpretiert der Gläubige alle Ereignisse ständig als Wirken Gottes. Das ist ja fast zwangsläufig so, wenn Gott überall ist. Mit seiner Sehnsucht nach Zeichen von Jesus ist der Gläubige in der Wahrnehmung und Deutung von Ereignissen als Zeichen von Jesus genauso objektiv wie ein Verliebter in der Deutung der Gesten seiner „Angebeteten“.

    Und die Stimmungslage die sich mit diesen willkürlichen Deutungen einstellt, nennt der Gläubige Dialog oder Gemeinschaft oder Leben mit Jesus.

    Ich bitte die Christen und andere Gläubige aufzuhören, sich und andere mit so willkürlichen Behauptungen anzulügen. Flucht aus der realen Welt?

    Die Angst vor vermeintlicher „Zauberei“ oder „Magie“ hat eine naheliegendere Erklärung. Nachdem Gläubige selbst in einer Fantasiewelt leben, deren Kern der Glaube und nicht eine Überprüfbarkeit oder eine minimale logische Kohärenz ist, muss der Gläubige alles andere fürchten, das auch nur herbeifantasiert ist. Wenn der eigene Glaube der erst dadurch, dass er geglaubt wird, seine Wirkung oder seinen „Sinn“ hat,
    dann hat man sich auf ein „System“ eingelassen, in welchem alles andere und jeder andere noch so offensichtliche Unsinn auch geglaubt werden kann und keine „Beweise“ oder Plausibilität braucht.

    Dann kommt es so weit, dass einfache Tricks zu gefährlicher „Zauberei“ verklärt werden können. Wo der kritsche Verstand eh schon abgeschaltet ist,  kann man auch von Dämonen und der Gleichen fantasieren, obschon niemand so etwas nachprüfbar gesehen oder erlebt hat. Die gruselige Vorstellung, dass es so etwas geben könnte reicht.

    Da sind meine Kinder trotz HP-Bücher doch ziemlich realistisch.

    Die Aussage, dass man mit einem Buch „aus der Realität flüchten“ kann, ist natürlich eine Aussage, die man zu fast allen Roman- Poesie- oder Gedichtbüchern und auch zu Filmen machen kann. Also sollten wir alle diese Bücher und Filme verbrennen? Und wenn wir schon ein grosses Feuer haben, legen wir gleich noch die Leute oben drauf, die zaubern können?

    Ja wir ahnen, wie eine Welt dieser Christen aussehen würde…

    nolies

  6. ali

    Darum wachet; denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer Herr kommen wird. (Vgl. Mt 24,42 + 24,44    Lk 12,39 + 12,40)  
    „Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott, ob es ihm bewußt ist oder nicht.“

    ali

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