kino.to ist weg! Was mach ich denn jetzt abends?

Die Kriminalpolizei hat eine internationale Razzia durchgeführt und dabei die Macher von kino.to festgenommen. 4 Millionen Deutsche am Tag wissen nun nicht mehr, was sie treiben sollen. Wahrscheinlich steigen sie auf Facebookparties um oder ziehen sich die neuste Folge vom schwulen „Bauer sucht Mann“ rein. kino.to ist nun kino.ko. Die GVU kündigte jetzt an, sie wolle auch die Nutzer strafrechtlich verfolgen, was uns allen sehr unangenehm wäre, wir wussten ja nicht, dass es illegal ist!

Doch jetzt taucht plötzlich die Frage auf: War es vielleicht doch nicht so legal? Ist es vielleicht doch kein Kavaliersdelikt? Haben die Polizisten bei Durchsuchungen unter Umständen Nutzerdaten gefunden? Das wäre schlecht. Dann müssten 4 Millionen Prozesse geführt werden, das kann sich unser Staat zum Glück nicht leisten. Wenn man das erste Mal auf der Seite gelandet ist, fühlte es sich noch relativ mulmig an, das Gefühl einen Film zu schauen, der im Moment noch im Kino läuft. Mit jedem weiteren Mal verlor sich allerdings das schlechte Gewissen und es stellte sich die beruhigende Wirksamkeit des Satzes „Das machen doch alle“ ein. „Das ist wie falsch parken.“

Dieser Satz klingt wohl doch eher verniedlichend, obwohl hinter kino.to eine kriminelle Szene dahintersteckt, sie nennt sich Releasegruppen-Szene. Das sind Leute, die in Kinos rennen, unter umständen auch im Ausland, und dort Filme mit Videokamera aufnehmen oder DVD´s kopieren. Die werden dann im Inland mit dem Originalton synchronisiert und können dann auf Streamingportalen geuploadet werden. Dorthin verlinkt kino.ko. Das ganze funktiniert wie ein Wettkampf, es geht um Ehre und Ruhm und die Frage: Wer kommt am schnellsten an die dicksten Blockbuster? Geld gibts mit Werbung natürlich auch zu verdienen. Die dürfte bei kino.ko im siebenstelligen Millionenbereich liegen. Einer der häufigsten deutschen Google-Suchanfragen ist übrigens: „kino.to alternativen.“

Nun ist die Begründung für dich und für mich „das machen ja alle“ recht einfach und effizient. Dahinter verstecken wir unsere kleinen Sünden. Doch was, wenn es nicht beim Schauen von Filmen bleibt, sondern die Frage sich immer öfter durch unser Leben zieht? Bei der Steuererklärung, bei Facebookparties können wir auch mal randalieren, sogar Themen wie Abtreibung fallen darunter. Es ist unglaublich beruhigend, bei einem Thema wo wir uns nicht ganz sicher sind, die große Masse hinter sich zu haben. Doch legitimiert die öffentliche Meinung unser Handeln? Können 4 Millionen auch falsch liegen?

Ja, können sie. Gott möchte, dass wir Dinge ins Licht stellen und sie unter dem Licht prüfen.

Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den Dächern.        Matthäus 10,27

Prüft alles, das Gute behaltet.  1. Thessalonicher 5, 21

Gott hatte mit seinem Sohn das Ziel, das Licht in die Welt zu tragen. Er selbst ist das Licht (Johannes 8,12) und deckt Wahrheit (Johannes 14,6) auf. Und nur die Wahrheit macht frei (Johannes 8,32). In unserer heutigen Welt ist nicht mehr Maßstab, was Gott über dich denkt, sondern nur noch, was die Gesellschaft und die Masse tut, das ist richtig. Und wenn die Gesellschaft nicht mehr weiter weiß, dann wird halt eine Ethikkommission eingesetzt, die dann klärt, ob etwas gut oder schlecht ist. Gott aber findet Gefallen an einem Herzen, dass ehrlich überprüft, was gut und was schlecht ist und glaubend die Wahrheit annimmt, auch wenn viele andere das Gegenteil tun und dir so suggerieren, dass es richtig sei.

Gottes Helden waren genau solche, die nicht dem Zeitgeist verfallen waren, sondern aufgestanden sind und der Wahrheit, nämlich Gottes Verheißungen folgten:

Noah kämpfte gegen die Meinung der ganzen damaligen Welt, und er gewann!

Abraham war verrückt, als er aus Chaldäa auszog in ein völlig fremdes Land. Doch er ist ein Glaubensheld!

Kaleb sagte angesichts der übermächtigen Feinde im Land Kanaan: „Wir werden sie bezwingen!“ Und er wurde verschont und konnte das verheißene Land sehen.

Josua stand auf, als keiner mehr Gott dienen wollte und sagte: „Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen“

Davids Mitstreiter zitterten vor Goliath, und er sagte: „Ich will hingehen und mit diesem Phillister kämpfen!“

Vor Nebukadnezars Götzenbild fielen Tausende nieder, drei blieben stehen: Schadrach, Mesach und Abednego!

(Wenn du noch mehr Glaubenshelden kennen lernen willst, lies Hebräer 11)

Prüfen wir, ob gesellschaftliche Meinung ein Spiegelbild der Wahrheit ist. Zum größten Teil ist sie das nicht. Diese Frage berührt mehr Dinge, als wir uns das vorstellen. Es machen ja alle. Kinderkrippe, Abtreibung, Befürwortung von Gender Mainstreaming, Homosexualität, Raubkopien, freie Liebe, Sex vor der Ehe, übermäßiger Alkoholkonsum, Lästerei, (Not-)Lügen, Spicken, Schwänzen, Ungehorsam den Eltern gegenüber. Die Liste der „Das machen ja alle“-Tatbestände kann man sehr lange fortführen. Der Prophet Jesaja sagte einmal über das Volk Israel, was auch sehr gut auf uns heute zutrifft:

Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen. Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt: Ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.  Jesaja 6, 9-10

dem fügte Jesus hinzu:

Aber selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören. Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben’s nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben’s nicht gehört.   Matthäus 13, 17

So viel, wie wir heute unter dem Licht der Bibel sehen, gab es noch nie zu sehen. Selig sind, die diese Worte beachten und der Wahrheit Jesus Christus glauben schenken.