Die Passion Christi – Gedanken zum Film

Wahrheit, Antisemitismus oder Splatterfilm?


„Christliche Pornografie“ (Die Zeit, 04.03.2004)


„Niedrigste Form des Antisemitismus“ (Gila Finkelstein, Nationalreligiöse Partei in Israel)


„Fehlende theologische Tiefe“ (Brief der Evangelischen Kirche an die Landeskirchen)


„Schreckliches Fehlen an Würde“ (New York Times)


„Ich stand kurz vor einer Ohnmacht. Diese Bilder vom blutenden Jesus am Kreuz werden mich nie wieder loslassen.“ (Rosalia Gomez, Verkäuferin)


„It is as it was“ (Papst Johannes Paul II., laut Wall Street Journal)


Kein Film der letzten Jahre wurde so kontrovers diskutiert wie Mel Gibsons The Passion of The Christ. Die Juden sehen darin ein antisemitisches Machwerk, Filmkritiker eine Gewaltorgie im frommen Gewand, manche Christen eine unterschwellige Propaganda katholischer Mystik, und andere wiederum ein Geschenk Gottes.


Es wurden schon viele Jesus-Filme produziert, doch kaum einer erregte größeres Aufsehen. The Passion of The Christ hebt sich in zwei Punkten ab: in seiner schonungslosen Darstellung von Brutalität und dem spürbaren Streben nach Bibeltreue. Ganz am Anfang wird der Zuschauer mit einem Bibelvers auf den atemlosen Gewaltritt durch die letzten 12 Stunden Jesu eingestimmt, der für das Nachfolgende sowohl Überschrift als auch roter Faden ist:
„Aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jesaja 53,5)


Mel Gibson thematisiert das Leiden und Sterben Jesu also nicht einfach als Gewalt zum Selbstzweck, sondern, wie die Bibel es sagt, als Plan Gottes mit einem ganz bestimmten Ziel: nämlich Menschen von ihren Sünden zu erlösen. Das ist eine ganz andere Sicht der Dinge: Jesus Christus erduldete das Kreuz nicht, weil Leiden gut und ein Selbstzweck ist, oder weil Er Sich nicht wehren konnte, sondern „für die vor ihm liegende Freude“ (Hebräer12,2), Menschen zu erlösen, die Ihn lieben und nach Seinem Willen leben würden. Diese Erlösung hat einen sehr hohen Preis. Die Kreuzigung war nun mal eine grausame und brutale Hinrichtungsmethode, und mit Sicherheit kommen die Bilder aus The Passion of The Christ der Realität näher als die von geschminkten Jesus-Darstellern, die mit zwei Kratzern im Gesicht am Kreuz hängen.


„Gleichwie sich viele über dich entsetzten – so sehr war sein Angesicht entstellt, nicht mehr wie das eines Menschen, und seine Gestalt, nicht mehr wie die der Menschenkinder (Jesaja 52,14) Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Krankheit vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten seiner nicht.“ (Jesaja 53,4)


Natürlich ist auch Mel Gibsons Film auch nur ein Versuch, diese unvorstellbare Hingabe des Sohnes Gottes darzustellen. So muss man einige Dinge auch kritisch sehen, z.B. die Zerschlagung der Brustseite Jesu bei der Geißelung. Die Evangelien berichten nur, dass Pilatus Jesus geißeln ließ, eine Strafe die nur am Rücken vollzogen wurde (vgl. Jesaja 50,6). Man muss sich immer vor Augen halten, dass Mel Gibson einen extremen Flügel des Katholizismus vertritt, und dies auch den Film beeinflusst. Während auch noch einige andere Szenen, wie das Eingreifen Marias auf dem Kreuzesweg, die hackende Krähe am Kreuz des spottenden Schächers, oder die Versuchung durch den Teufel im Garten Gethsemane, nicht in der Bibel enthalten und deshalb mit Vorsicht zu genießen sind, wird der Zuschauer doch, alles in allem mit einer noch nie dagewesenen Unmittelbarkeit dem Geschehen auf Golgatha gegenübergestellt.


In einer Zeit, in der das Kreuz zu einem bloßen Symbol oder Talisman am Hals millionenschwerer Popstars und Promis verkommen ist, rüttelt der Film auf, und konfrontiert den Zuschauer ohne Beschönigung mit einigen Unangenehmen Wahrheiten des biblischen Evangeliums, das heutzutage oft krass fehlgedeutet wird. Die Zeilen von Zeit-Journalist Jens Jessen sind dafür symptomatisch: „Eine doppelte Ketzerei: einmal gegen das Alte Testament, dem doch die Befreiung des Volkes Israel vom menschlichen Blutopfer zugrunde liegt, und das zweite Mal gegen das Neue Testament, das die Vergebung der Sünden verheißt. […] Er predigt nicht die Liebe, sondern den Hass.“


Es wird dabei vergessen, dass die Tieropfer des AT nur ein Vorschatten auf das wahre und einmalige Opfer des „Lammes Gottes“, Jesus, waren (vgl. 1. Korinther 5,7, Hebräer 9,12). Dazu kommt, dass Jesus die Erfüllung des im AT eingesetzten Hohepriesterdienstes ist, ein Hoherpriester, der nicht für die eigenen Sünden opfern muss, weil Er selbst sündlos ist und Sich selbst als Sündopfer hingab (Hebräer 7,26-27). Im NT wird erklärt, warum Christus starb: nämlich genau um Vergebung zu erwirken, denn „ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung“ (Hebräer 9,22) Das ist zu grausam? Ja, das ist grausam, aber genau dadurch, dass der Vater solche Grausamkeit an Seinem geliebten Sohn zuließ, bewies Er seine Liebe zu uns (Johannes 15,13, Römer 5,8).


Hier scheiden sich die Geister. So kann man in der aktuellen Diskussion über den Film beobachten, was der Apostel Paulus schon vor 20 Jahrhunderten feststellte: nämlich dass das Kreuz den einen eine Störung ihrer religiösen Selbstgefälligkeit und den anderen zu primitiv und geistlos ist. „Wir predigen Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Nationen eine Torheit“ (1. Korinther 1,23) Zwar lautet die Anklage der Juden gegen den Film „Antisemitismus“ (weswegen Mel Gibson auch Matthäus 27,25 herauskürzen musste), aber dann sind auch die vier Evangelisten (von denen drei selbst Juden waren), ja die ganze Bibel antisemitisch und müssten verboten werden. Dass von Judenhassern die Leidensgeschichte Jesu für ihre eigenen, verdorbenen Ziele missbraucht wurde, verschleiert allzuschnell den Blick darauf, dass die Juden Jesus bis heute verachten und ablehnen.


Die „Nationen“ – in der Bibel allgemein zivilisierte und intellektuelle, aber gottlose Menschen – gibt es auch heute noch. Sie stellen nicht die Legitimation, sondern das Wesen des Kreuzes in Frage. Eine Religion, aufgebaut auf ein Folterinstrument? Ein Glaube, aufgebaut auf eine Hinrichtung? Das ist nicht zeitgemäß und mutet eher mittelalterlich an, passt nicht in den religiösen Supermarkt der Selbstverwirklichung, Selbstbefriedigung und Selbstfindung. Der Weg menschlicher Religionen ist Kaufen und Verkaufen; der Weg Gottes ist bedingungslose Hingabe. „Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16)


Die einen sehen in dem Kreuz Jesu baren Unsinn; die anderen jedoch die Herrlichkeit Gottes. „Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.“ (1. Korinther 1,18).


Auf welcher Seite des Kreuzes stehst du?

Kommentare

  1. ali

    danke, freu mich über dein lob. bete für uns.
    ali   wir sind männlich
    gutes beispiel:
    Mit dem Tod gerechnet
    Zum Trauern hat Darrell Scott kaum Zeit. Seine Tochter Rachel starb am 20. April 1999, ermordet von zwei jugendlichen Amokläufern durch einen Schuss in die Schläfe. Zwölf Schüler und ein Lehrer mussten an diesem Tag in der Columbine-Schule in Littleton bei Denver (USA) ihr Leben lassen, bevor sich die zwei Jungen selbst töteten. Die Nation schaute fassungslos auf das Blutbad.

    Seit über einem halben Jahr ist Darrell Scott unterwegs, um den Menschen zu sagen, dass der Tod seiner Tochter einen Sinn hat. Er ist überzeugt: «Gott gebraucht diese Tragödie, um nicht nur Amerika, sondern die Welt aufzuwecken.»

    An vielen Orten predigt Darrell Scott vor Tausenden in Kirchen und Gemeindehallen – mit einer bewegenden Botschaft. Die Tochter wurde laut Augen-zeugenbericht Sekunden vor ihrem Tod von ihren Mördern gefragt, ob sie an Jesus Christus glaube. Sie antwortete mit Ja. Dann drückten die Täter ab. Das mutige Bekenntnis hat die Amerikaner tief beeindruckt und herausgefordert. Christliche Jugendgruppen erlebten ein explodierendes Interesse an ihrer Tätigkeit. Seit dem Massaker von Littleton geht es nicht mehr nur darum, ob Christen sich die Haare färben oder in der Schule abschreiben dürfen. Plötzlich stehen junge Leute vor der Frage: «Wenn jemand einen Revolver an deinem Kopf hält und fragt: Glaubst du an Gott? Was würdest du sagen?»

    Darrell Scott hat seinen Beruf als Verkaufsleiter bei einer Lebensmittelfirma aufgegeben, um den Amerikanern vom Glauben seiner Tochter zu erzählen. Er liest aus ihren Tagebüchern, die verraten, dass Rachel mit einem frühen Tod rechnete.

    Am 2. Mai 1998 schrieb sie: «Mein letztes Jahr beginnt, Herr.» An einer anderer Stelle heisst es: «Gott wird mich gebrauchen, um junge Menschen zu missionieren. Ich weiss nicht wie, ich weiss nicht wann.» Zwanzig Minuten vor ihrem Tod malte sie in ihr Tagebuch weinende Augen, aus denen 13 Tränen auf eine Rose tropfen. Kurz danach wurde in ihrer Schule 13 Menschen ermordet. Kein Wunder, dass ihr Vater das Massaker von Littleton als «geistliches Ereignis» wertet.

    Gottes Hand sieht er auch darin, dass Rachels jüngerer Bruder Craig überlebte. Er hatte sich an jenem Schreckenstag in der Blutlache eines Mitschülers liegend tot gestellt. Die Amokläufer liessen sich täuschen.

    Der Tod der Tochter hat Darrell Scotts Glaubens vertieft. Landesweit wirbt er für die Wiedereinführung des Schulgebets und plant den Aufbau einer Jugendgruppe. Bis Ende 2000 war er mit Predigten und Vorträgen ausgebucht. Aus zahllosen Anrufen und Schreiben weiss er: Der Tod des Mädchens hat Zehntausende in der USA zum Glauben an Jesus Christus geführt.

  2. Syberia

    Auf welcher Seite stehe ich

    Lieber Alin, oder liebe Alin, anhand Deines Namens war mir das ableiten Deines Geschlechtes nicht möglich. Ich hoffe Du bist nicht böse.
    Also erstmal herzlichen Dank für die tolle Arbeit, die Ihr bei Soulsaver leistet.

    Also Jesus ist am Kreuz von Gólgatha für meine Schuld und Unvermögen und Sünde gestorben, ich bin Gott dafür sehr dankbar das er sich selbst nicht zu Schade war sich für uns zu opfern. Ich habe erst neulich den Bericht über den Tod am Kreuz aus  medi-zinischer Sicht gelesen und war nochmal bis ins Mark erschüttert. Aber ich weiß das mein Erlöser lebt!!!!
    Vielen Dank und all meine guten Wünsche sind mit Euch, damit noch tausende von Menschen durch Euere Seiten zu Gott finden.

    In Jesu Verbundenheit
    Syberia

  3. ali

    leider erfüllt sich die aussage jesu:“wegen des überhandnehmens der gesetzlosigkeit wird die liebe in vielen erkalten. wir sehen, je gottloser unsere welt wird, desto gewalttätiger und kälter wird das soziale klima.
    ali

    Schockiert und ungläubig hören wir von Gräueltaten wie jener an der Columbine High School oder im deutschen Erfurt. Zusätzlich zu solch schrecklichen Massakern werden Lehrer bedroht, Ausländer zusammengedroschen, Kameraden eiskalt umgebracht. Die Medien berichten von Übergriffen, die sich an Brutalität und Kaltblütigkeit übertreffen. Solch grauenhafte Extremfälle dürfen aber nicht über die Alltäglichkeit von Gewalt hinwegtäuschen, mit der Kinder und Jugendliche täglich konfrontiert sind. In der Familie, in der Schule, im Strassenverkehr, beim Sport – Gewalt ist überall anzutreffen.
    Was bringt Schüler dazu, von ihren Kameraden Geld zu erpressen, Fahrräder zu beschädigen, den Schulhausabwart spitalreif zu schlagen? Die Ursachen sind vielfältig, ein Schema X gibt es nicht. Eines jedoch steht fest: Die Kinder wachsen in einem gesellschaftlichen Klima auf, das wir Erwachsene prägen, für das wir verantwortlich sind. Wollen wir Gewalt vorbeugen und die Kinder schützen, müssen wir deshalb nicht nur bei ihnen ansetzen. Wagen wir es, uns auch selbst zu hinterfragen!
    Die folgende Auflistung von möglichen Ursachen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es sind Aspekte, die im Zusammenhang mit Jugendgewalt immer wieder genannt werden und auf die Erwachsene einen Einfluss haben.

    Grenzelosigkeit
    “Mir hat niemand etwas zu sagen!” Jugendliche, die gewalttätige Übergriffe verüben, kommen vielfach aus einem Umfeld, das ihnen keine klaren Regeln auferlegt. Es liegt in der Natur des Menschen, seine Grenzen auszuloten. Letztlich wartet er darauf, “gebremst” zu werden, Konsequenzen zu erfahren.
    RATSCHLAG FÜR ELTERN UND ERZIEHER: Kinder brauchen Orientierung und Ordnung. Sie müssen lernen, Regeln einzuhalten. Eltern dürfen sich nicht vor dem Durchsetzen drücken.
    PERSÖNLICHER IMPULS: Wie respektiere ich die mir gegebenen Autoritäten (Staat, Polizei, Gesetze)?

    Konfliktunfähigkeit
    “Zu Gewalt wird gegriffen, wenn keine besseren Konfliktlösungsstrategien vorhanden sind”, sagt Ron Halbright, Sozialarbeiter und Experte für Schulgewalt aus Zürich.
    Ist es Ihr Ziel, mit Ihrem Kind Strategien zur Konfliktlösung zu erarbeiten und einzuüben?
    Bin ich konfliktfähig? Kann ich Sache und Person voneinander trennen? Spreche ich Probleme an und bin gewillt, eine Lösung zu suchen und dabei auch Kompromisse einzugehen?

    Isolierung
    Kinder werden heute oft allein gelassen und sind auf sich selbst gestellt. Sie haben niemanden, mit dem sie ihre Fragen besprechen und verbindliche Beziehungen pflegen können. Darunter leidet auch das Einfühlungsvermögen und die Empfindsamkeit anderen gegenüber.
    Erlebt Ihr Kind Nähe, Ordnung, Geborgenheit, Interesse, Zeit, Gespräche etc. in der Familie?
    Wie wichtig sind mir die familiären Beziehungen? Was unternehme ich aktiv zu ihrer Pflege?

    Langeweile
    Langeweile befällt nicht nur Jugendliche, die keine Arbeit haben. Viele stehen zwar in der Ausbildung, wissen aber nicht, was sie mit ihrer Freizeit anfangen sollen. Manche Ideen zu Ausschreitungen kämen nie zustande, wären die Teens mit sinnvollen Aktivitäten beschäftigt.
    Motivieren Sie Ihre Kinder, ihre Fähigkeiten in Kreativität, Sport, sozialem Engagement zu entwickeln?
    Bin ich ein Vorbild in der Gestaltung meiner Freizeit?

    Keine eindeutigen Werte
    “Ich habe das Recht, so zu reagieren, schliesslich nervt mich seine Frisur.” Eine Welt, wo alles und nichts gilt und jeder für sich entscheiden darf, was richtig ist, bildet einen gefährlichen Nährboden für Gewalt.
    Hat Ihr Kind verinnerlicht, was die Bibel gut und böse nennt? Gottes Wort als verbindlichen Massstab zu nehmen, bedeutet ein geschärftes Gewissen und echten Gerechtigkeitssinn.
    Kann man in meinem Leben beobachten, dass ich Gott liebe und sein Wort ernst nehme?

    Gruppendruck
    Der Gruppendruck ist bei Teenagern besonders gross. Manuel weiss zwar, dass es falsch ist, wenn seine Clique regelmässig die Übergewichtigen der Klasse beschimpft. Doch er wagt es nicht, für sie Stellung zu beziehen. Und weil er damit bei den anderen gut ankommt, zieht auch er kräftig über sie her.
    Ist es das Ziel Ihrer Erziehung, dass Ihr Kind ein gesundes Selbstvertrauen entwickelt und auch “nein” sagen kann, selbst wenn es dadurch zum Aussenseiter wird?
    Habe ich einen klaren, fundierten Standpunkt, was meine Haltung zu einem Thema anbelangt, oder schwatze ich andern nur nach?

    Ohnmacht
    Was man nicht beeinflussen, respektive zu kontrollieren vermag, wird als bedrohlich empfunden. Durch die weltweite Vernetzung sind Teenies mit vielen Informationen, aber auch mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert, auf die sie nicht direkt einwirken können. Praktisch alle Nachrichten berichten über Umweltzerstörung, Katastrophen, Kriege, etc. Für manche ist Gewalt gegen diese bedrohlichen und beängstigenden Tatsachen ein Ventil, mit dem sie ihre inneren Spannungen abbauen.
    Weiss Ihr Kind, dass es alle seine Nöte und Ängste zu Jesus Christus bringen kann? Eine lebendige Beziehung zu ihm lähmt nicht, sondern ermutigt, an dem Ort, wo man lebt, seine Möglichkeiten wahrzunehmen, um Missständen entgegenzuwirken.
    In welcher Weise engagiere ich mich konkret für die Gesellschaft, die Natur, die Mitmenschen? Bin ich bereit, einzugreifen, wenn ich Zeuge von Unrecht werde?

    Umgang mit Frust und Stress
    Neben Konsum- (Naschen, Einkaufen) und Fluchtverhalten (Alkohol, Fernsehen) ist Gewalt ein weiteres Mittel, mit dem versucht wird, Frust und Stress abzubauen.
    Hat Ihr Kind gelernt, seine Gefühle auszudrücken und Wege gefunden, wie es negative Gefühle aktiv verarbeiten kann (Probleme erkennen, das Gespräch suchen, vergeben)?
    Was habe ich für “Verarbeitungs”-Strategien, wenn ich niedergeschlagen, empört, verärgert bin?

    Fehlende Selbstbeherrschung
    “Er hat mich eben aufgeregt!”, rechtfertigt Martin seine jähe Ohrfeige an seinem kleinen Bruder.
    Bereits in jungen Jahren muss ein Kind lernen, zu verzichten, Spannungen zu ertragen, sich selber im Zaum zu halten.
    In welchen Situationen bin ich versucht, übereilt und damit ungerecht zu handeln?

    Achtung vor dem Leben
    “Gewalt gegen Menschen ist immer verbunden mit einer Missachtung des anderen und einer fehlenden Achtung vor dem Leben überhaupt”, schreibt Dieter Velten in seinen Ausführungen zum Thema.
    Leiten Sie Ihr Kind an, fürsorglich und bewahrend mit Mensch, aber auch mit Tier und Natur umzugehen?
    Wie bringe ich die Achtung vor jedem Lebewesen, das der Schöpfer gemacht hat, zum Ausdruck?

    Fremdenhass
    Auch die Andersartigkeit fremder Kulturen und Lebensweisen kann als Bedrohung empfunden werden. Im Gegenzug dazu tun sich Ausländer zusammen, denen die Integration in das neue Land schwer fällt. Wird das gegenseitige Verständnis und der Dialog nicht gesucht, brechen zwischen diesen Gruppen nicht selten offene Aggressionen aus.
    Unterstützen Sie Ihr Kind aktiv, auch Ausländer kennen zu lernen, sie einzuladen, ihre Andersartigkeit als Bereicherung schätzen zu lernen?
    Wie denke ich über Ausländer und Randgruppen? Meide ich sie oder mache ich gar abwertende Bemerkungen?

    Ichbezogenheit
    “Nur wer für sich selbst schaut, kommt weiter.” Dieser Leitsatz kann darin gipfeln, andere wenn nötig mit Gewalt aus dem Weg zu räumen, wenn sie die eigenen Wünsche und Ziele behindern.
    Lehren Sie Ihr Kind, an andere zu denken, ihnen eine Freude zu bereiten, ihnen zu helfen? Erfährt es regelmässig, welchen Segen man erfährt, wenn man selbstlos an andere denkt?
    Auf welchem Gebiet muss ich in dieser Hinsicht lernen und üben?

    Medienkonsum
    Es ist naiv zu glauben, dass die Vielzahl an menschenverachtenden, gewaltverherrlichenden, brutalen Inhalten in Fernsehen, Computerspielen usw. keinen prägenden Einfluss auf die Einstellung von Kindern und Jugendlichen Gewalt gegenüber ausübt.
    Motivieren Sie Ihr Kind, möglichst viele Erfahrungen in der Realität zu sammeln und die gewalttätigen Lösungsstrategien ihrer Fernsehhelden zu durchschauen.
    Wie ist mein Umgang mit den Medien? Hinterfrage ich immer wieder kritisch die offensichtlichen, aber auch die unterschwelligen Botschaften?

    Das Thema Gewalt ist in diesem Beitrag bei weitem nicht ausgelotet. Über Fragen wie: Wie sollen Kinder reagieren, wenn sie Opfer von Mobbing und Gewalt werden? Was könnte und müsste in Schule und Politik verbessert werden? Wie hilft man Jugendlichen, die bereits Täter sind?, muss in diesem Zusammenhang unbedingt auch nachgedacht werden.
    Wichtig ist es, für das schwelende Problem sensibilisiert zu sein und bereits kleine Anzeichen von Gewalt im Keim zu ersticken. Auslachen, Hänseln, Blossstellen, Ausschluss aus einer Gruppe usw. gehören zur alltäglichen Erfahrung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie bieten regelmässig Gelegenheit, solche verletzenden und gemeinschaftszerstörenden Böswilligkeiten zu thematisieren und anzugehen.
    Menschen, die entschlossen sind, Jesus Christus nachzufolgen und die Bibel ernst nehmen, werden ihr Möglichstes tun, um in ihrem Umfeld für Liebe, Gerechtigkeit und Frieden einzustehen. “Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit Gutem!”, ruft Paulus die Gläubigen in Römer 12,21 auf. Wer Jesus vertraut, darf mit seiner Hilfe, Kraft und Weisheit rechnen. Scheint uns die Aufgabe, das Problem der Gewalt in den Griff zu kriegen, zu gross, so lasst uns im Kleinen beginnen … Übungsfelder gibt es genug!•

  4. melva

    ein wenig off topic

    Angesichts dieser schockierenden Brutalität und Grausamkeit, sollte man sich auch mal klarmachen, dass Jesus damals, wie ein ganz normaler Verbrecher verurteilt wurde. Und ganz normale Verbrecher gab es sehr, sehr viele! Millionen von Menschen wurden also auf diese oder ähnlich brutale Weise hingerichtet.
    Erschreckend wie erfindungsreich wir schon immer waren, wenn es daurum ging unsere Mitmenschen zu quälen.

  5. sandra1980

    Mein Statement zum Film

    Der Film hat mich sehr berührt und ich bin immer wieder den Tränen nahe wenn ich ihn sehe. Ich habe den Film sogar gekauft, um ihn mir immer wieder anzuschauen. Als ich depressiv war und mir abends den Film ansah, ging es mir morgens wieder gut. Er hat mir geholfen die Welt aus einer anderen Sicht zu betrachten. LG Sandra

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