God is a DJ

God is a DJ – dieser Song von P!nk stürmt im Moment die Charts. Der Songtitel drückt eine Lebenseinstellung aus: Musik als Religion. Fast jeder definiert sich heute über den Musikstil den er hört – ob er nun Punk, Metaler, Rapper oder ein Mainstream-Popper ist. Durch seine Musik bekommt man ein bestimmtes Lebensgefühl vermittelt.


Beim Einkaufen kann man sich vor der seichten Fahrstuhlmusik kaum noch retten. Die Musik soll uns einlullen und dazu führen, dass wir gar nicht realisieren wie viel Geld wir ausgeben. In Discos soll sie die Leute kontaktoffener und lockerer machen. Der Depressive hört Musik um auf andere Gedanken zu kommen oder sich in seinem Elend bestätigt zu fühlen. Nicht immer ist es der Text, der zu uns redet, der Rhythmus, der Beat, die Melodien sind schon eine Sprache für sich. Sie sind fähig unser Gefühlsleben zu manipulieren. Musik ist ein gern benutztes Mittel gegen Liebeskummer, Stress oder Langeweile. Man lässt sich berieseln und geht in den Gefühlen baden. Doch natürlich ist Musik auch Poesie. Dichter haben immer wieder Musik benutzt um ihren Texten Ausdruck zu verleihen. Vom verliebten Romantiker, der eine Hymne an seine Angebetete schreibt bis zum Gangsta-Rapper, der Lyrics wie Maschinengewehrsalven rausballert und erzählt wie schlecht sein Leben im Ghetto ist. Musik ist ein wunderbares Geschenk von Gott. Viele Begnadete Musiker wollten nur zur Ehre Gottes spielen und haben sich geweigert von den Menschen vergöttert zu werden (z.B. Johann Sebastian Bach – „Soli Deo Gloria“). Sie wussten, wem sie ihr Talent zu verdanken haben.


Heutzutage gewinnt man den Eindruck, die DJs, MCs und Rockstars spielen sich wie kleine Götter auf. Sie wissen wie man den Menschen auf der Straße beeinflussen kann, welche Illusionen man ihm für teures Geld verkaufen kann. Der Konsument nimmt es gerne an und dreht nach Problemen und Frust erst einmal den Sound auf. Wo aber kann man dabei noch Ruhe und Frieden finden? Man beachte was Jesus sagte: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11,28)


Zu viele Schallwellen haben zur Folge, dass man gar nicht mehr über die wichtigsten Dinge in unserem Leben nachdenken kann. Wenn du mal wieder in Not bist, dann nimm doch Jesus beim Wort, bete zu ihm und komm zur Ruhe von deinen Sorgen, anstatt die Anlage in Gang zu setzen. In seinem Wort – der Bibel – kann man auftanken um für die Herausforderungen des Alltags gewappnet zu sein.

Kommentare

  1. conrad

    Du hast recht. Ich höre selber sehr gerne Musik. Was ich ausdrücken wollte war, dass Musik in unserer Gesellschaft einen übertriebenen Stellenwert hat. Musik ist zu einem Lebensgefühl gewordem. Das Medium bekommt dabei einen höheren Stellenwert als das, was es beschreiben soll. Permanent werden wir von Radio, MTV etc. beschallt. Das lullt die Menschen ein in die Klangwelt und hält sie meist vom Nachdenken über Gott ab.
    Conrad

  2. Wusel

    Musik als Gebet

    Irgendwie hat mich dieser Artikel über Musik sehr aufgeregt. Was bitte ist denn so schlimm am Musikhören um Gefühle auszudrücken oder zu verarbeiten. Ihr habt Recht, dass Musik ein Geschenk Gottes ist. Deswegen solltet ihr euch auch mal überlegen, ob nicht gerade Musik, welcher Richtung auch immer, ein Mittel für Menschen ist ihren Glauben zu leben, denen es nicht so liegt in die Kirche zu gehen o.ä.
    Auch ein Techno-Lied kann ein Gebet sein, egal ob bewusst oder unbewusst.
    „Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz, ihm spielen auf Pauken und Harfen“ Ps 149,3
    Früher kannten sie nun mal noch keine Discos oder Synthesizer…
    Ich studiere Musik und Theologie, und ich finde, dass sich nur wenige Dinge so gut verbinden lassen, wie Musik und Glauben.

  3. Maria

    music

    Der Artikel über Musikaufdrehen……hat mich echt angesprochen und ich werd jetzt glaub mal beten.
    Hab es auch schon erlebt, dass man sich manchmal einfach nur in seinen melancholischen Gefühlen bestätigt haben (durch bestimmte Lieder) will und gar keine Lösung oder Änderung möchte.

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