Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

„Muss eine Alleinerziehende nach der Scheidung ganztags arbeiten? Ja, meint der Bundesgerichtshof, wenn das Kind betreut wird und mindestens drei Jahre alt ist.“ (spiegel.de)

Nachdem in unserer Gesellschaft die Familie fast keine Lobby mehr hat und unsere Kinder schon längst nur mit einem Elternteil aufwachsen müssen, trifft der BGH erneut eine Entscheidung, die die Familie – oder das, was davon übrig geblieben ist – zur Zielscheibe macht.

Alleinerziehende müssen nun beweisen, dass eine Vollzeitstelle mit einem Kind von über 3 Jahren nicht zumutbar ist. Unabhängig davon, was die Kinder bei einer Scheidung mitmachen müssen und unabhängig davon wie wichtig einem Kind beide Elternteile sind – durch diese Entscheidung werden die Kinder für einen ganzen Tag in die Hände von Fremden übergeben. So gut Erzieher auch sein mögen, sie werden nie die seligen Stunden mit dem Vater beim Ballspielen ersetzen, und so sehr sich die Erzieher beim Geschichtenerzählen bemühen, sie werden niemals die Stimme der Mutter ersetzen.

Wann wollen wir endlich begreifen, dass Kinder mehr sind als nur lästigen Anhängsel? Wann werden wir unseren Egoismus mal (und sei es nur für kurze Zeit) hinter dem Wunsch unserer Kinder nach Gemeinschaft stellen? Kinder sehnen sich nach der gemeinsamen Zeit mit den Eltern.

Jesus hat sich Zeit genommen für die Kinder. Er ging sogar noch weiter und sagte in Matthäus. 18,33: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“

Haben wir uns jemals gefragt, was es heißt wie ein Kind zu sein? Kinder können uns viel beibringen, wenn wir uns nur mal Zeit nehmen würden für sie…