Alkohol: Risiken und Nebenwirkungen

Die Volksdroge Alkohol wird immer wieder heiß diskutiert. Wir haben hier einmal die neuesten Ergebnisse aus der Forschung zusammengefasst.

An der Binghamton Universität von New York warnen Forscher vor allem junge Menschen vor Alkohol. Sie untersuchten an Ratten die Wirkung von Alkohol auf junge und erwachsene Tiere und übertrugen die Ergebnisse auf den Menschen.

Die jungen Ratten konnte man sehr schnell von dem Hochprozentigen begeistern. In kurzer Zeit waren sie bereits süchtig. Ihre Eltern wurden erst durch die Kombination mit Süßstoff oder die Verdünnung mit Wasser und nach längerer Zeit von dem flüssigen Element überzeugt.

Die Wissenschaftler stellten als Fazit für den Menschen heraus: Wer in jungen Jahren anfängt zu trinken, ist einem größeren Suchtrisiko ausgesetzt.

Ein anderes Experiment wurde am renommierten Karolinska-Institut in Stockholm durchgeführt. Danach müssen sich Menschen im mittleren Alter vor zu viel Alkoholgenuss in Acht nehmen, wenn sie Demenz im Alter vermeiden möchten. Über einen Zeitraum von 23 jahren unterzogen sich mehr als 1000 Freiwillige einer Studie zum Thema Alkohol in Bezug auf Altern und Vergesslichkeit. Diejenigen, die seltener als einmal pro monat Alkohol konsumierten, lagen in einem erheblich geringerem Risokobereich als solche, die häufiger als einmal im Monat oder nie tranken Folglich kann mäßiger Genuss sich auch positiv auf das Gehirn auswirken. Doch das schwedisch-finnische Forscherteam warnt vor voreiligen Schlüssen: „Wir möchten auf keinen Fall Menschen dazu ermutigen, mehr Alkohol zu trinken, weil sie glauben, sie würden sich damit vor Demenz schützen.“

In Großbritannien bläst die Regierung jetzt aus volkswirtschaftlichen Gründen zum Großangriff auf Saufgelage. Unternehmen müssen nämlich jährliche Verluste von ca. 10 Milliarden Euro hinnehemen, weil ihre Beschäftigten insgesamt 14 Millionen Arbeitstage jährlich wegen „alkoholbedingter Krankheit“ fehlen. Außerdem entstehen pro Jahr rund zehn Milliarden Euro Sachschaden auf Grund von Randalen alkoholisierter Rowdys in den britischen Pubs.

„Binge Drinking“, eine Variante des Komasaufens, ist auf der Insel der neue Volkssport. In Cafés, Pubs und Bars werden vor allem die immer öfter saufenden jungen Frauen auf die Tücken des Trinkens bis zum Umfallen hingewiesen. Plakate mit folgenden Aufschriften werden dort vom Staat aufgehängt:

Binge Drinking gefährdet Ihre Schönheit“

Exzessives Trinken trocknet die Haut aus und unterbricht Ihren Schönheitsschlaf“

Einige Fakten von der Internetseite www.kenn-dein-limit.info:

471

Millionen Euro: Das ist der Werbeetat für alkoholische Getränke im Jahr 2009 in Deutschland. Es wird also sehr viel Geld ausgegeben, um Bier, Wein, Spirituosen etc. an die Frau und den Mann zu bringen.

9,7

Liter reiner Alkohol: Soviel wurde in Deutschland im Jahr 2009 pro Kopf – also auch sehr alte Menschen und Kinder mitgerechnet – konsumiert. Damit ist der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr zwar etwas gesunken, im internationalen Vergleich jedoch weiterhin sehr hoch. Insgesamt wurden 139 Liter an alkoholischen Getränken pro Kopf verbraucht:

  • 109,6 Liter Bier
  • 20,1 Liter Wein
  • 5,4 Liter Spirituosen
  • 3,9 Liter Schaumwein/Sekt
74.000

Menschen sterben Schätzungen zufolge pro Jahr in Deutschland an den gesundheitlichen Folgen eines riskanten Alkoholkonsums – meist in Kombination mit dem Risikofaktor Rauchen. Das sind mehr als 200 Menschen pro Tag. Unfälle sind bei dieser Zahl noch nicht enthalten.

440

Menschen wurden im Jahr 2009 durch Alkoholunfälle im Straßenverkehr getötet, 6.159 Personen schwer verletzt.

19.603

Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, bei denen es zu Personenschäden kam, wurden im Jahr 2008 registriert. In 6.981 Fällen kam es zu Schwerverletzten.

10,6 %

aller Verkehrstoten in Deutschland starben 2009 an den Folgen eines Alkoholunfalls. Damit starb mehr als jede zehnte Person, die im Straßenverkehr getötet wurde, an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Alkoholunfalle sind folgenschwerer als andere Straßenverkehrsunfälle. Während auf 1.000 Unfälle im Straßenverkehr im Durchschnitt 14 tödlich Verunglückte kommen, sind es bei den Alkoholunfällen fast doppelt so viele (27 Getötete bei 1.000 Alkoholunfällen).

32,0 %

aller im Jahr 2010 aufgeklärten Fälle im Bereich der Gewaltkriminalität sind unter Alkoholeinfluss verübt worden – das sind pro Jahr fast 50.000 Gewaltfälle.

Warum wird soviel getrunken?

Warum wird eigentlich so viel getrunken? Viele Menschen geben als Grund an, dass sie die Sorgen und den Stress des Alltags durch Alkohol lindern können. Ein österreichischer Schriftsteller sagte dazu einmal treffend: „Es hat keinen Sinn, Sorgen in Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.“

Die Bibel verbietet keine alkoholischen Getränke (sie sind geschaffen zum Genuss). Jesus selbst machte Wasser zu Wein für eine Hochzeitsgesellschaft. Doch sie sagt uns auch, dass wir das mit Maß tun sollen, denn ein betrunkender Mensch tut Dinge, die er im nüchternen Zustand nicht tun würde. So sagt Gott in Epheser 5,18: “Betrinkt euch nicht; das führt nur zu einem ausschweifenden Leben.” Deine Sorge wird der Alkohol auch nicht wegnehmen, sie werden nur aufgeschoben. Echte Befreiung von Sorge gibt es nur bei Jesus, der alle einläd, sie auf ihn zu werfen.

Über ihn heißt es: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1.Petrus 5,7)

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Quellen: Spiegel Online, FOCUS Online