Demut in der Politik

Gibt es sie? Die Demut in der Politik.

Aus dem heute veröffentlichten Interview mit Hr. Wolfgang Thierse (SPD, stellvertr. Bundestagspräsident) auf spiegel.de wird deutlich, dass in der Politik die Demut immer wieder für falsche Zwecke genutzt und nur vorgespielt wird. Es bleibt dabei, die Demut ist bei  Politiker eine geschätzte Eigenschaft, die aber niemand haben will!

Interessant dagegen die Beschreibung der Demut von Hr. Thierse: „Demut ist das Bewusstsein von der Erbarmungswürdigkeit des Menschen. Das Bewusstsein, dass man Fehler und Irrtümer begeht und darauf angewiesen ist, dass einem andere verzeihen und vergeben und man selbst dazu bereit ist. Eine tiefere Einsicht in die Fehlbarkeit der eigenen Person. Und das Gefühl der Dankbarkeit für das, was gelingt.“

Was würde das bewirken, wenn diese Beschreibung jedem Bundestagsabgeordneten zum Ziel wird? Denn im Haifischbecken der Politik geht es viel mehr darum, sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Der Blick zum Nächsten und die Bereitschaft den Anderen höher zu achten, birgt die Gefahr, dass man selbst in den Hintergrund gerät.

Es ist halt wie es ist, und das nicht nur in der Politik, sondern in der gesamten Gesellschaft. Wann waren uns das letzte Mal die Menschen um uns herum wichtiger als ich mir selbst?

Nein, es gibt sie nicht, die Demut in der Politik, und erst gar nicht in unserem persönlichen Leben.

Aber als ob Er es gewusst hätte, dass wir nicht in der Demut glänzen, sagt Jesus in Mt.11, 28-30: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

Interessant, dass Jesus, der demütigste Mann, der je gelebt hat*,  die Demut mit Ruhe verbindet. Ganz anders ist es da im großen Kampf um die besten Plätze in dieser Welt.

Lernen wir von IHM!

*wer es nicht laubt, der kann ja selbst das Neue Testament lesen!

[Quelle: www.spiegel.de/panorama/0,1518,829463,00.html]