Der 6. Dezember 2017 geht in die Weltgeschichte ein. US-Präsident Donald Trump macht ein Wahlversprechen wahr und anerkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels.

Russland hat Jerusalem letztes Jahr schon als Hauptstadt anerkannt. Und von welchem Friedensprozess ist die Rede? Die Sache geht seit 70 Jahren, ohne die militärische Überlegenheit gäbe es kein Israel mehr. Die sog. Zwei-Staaten-Lösung war nur ein Euphemismus, der Konflikt ging ja immer weiter. Trump zeigt nur Realitätssinn. Es wird nie einen „Palestinenser“-Staat gegen, weil es keine Palestinenser als eigenes Staatsvolk gibt. Palästina gab es das letztemal als römische Provinz. Der eigene arabische Staat existiert schon in Gestalt Jordaniens. Die  Entscheidung Trumps war lange überfällig und ich kann ihn hierzu nur beglückwünschen. Der sogenannte Friedensprozess stockt doch schon seit ewigen Zeiten und mit der offiziellen Anerkennung (der USA) von Jerusalem als Israelische Hauptstadt ist er auch nicht beerdigt worden. Das Problem ist doch, dass die überwiegende Mehrheit der Palestinenser, nebst Unterstützer, das Existenzrecht von Israel nicht anerkennen. Wie die Hauptstadt dabei heißt, ist völlig nebensächlich. Erst wenn das Existenzrecht Israels anerkannt wird, erst dann, kann es eine Lösung geben. Übrigens, ein großes Konsulargebäude, welches unter Obama errichtet wurde, existiert schon in Westjerusalem (David Flusser St 14, Jerusalem). Der Gebäudekomplex ist sicher dreifach so groß wie das der Botschaft in Tel Aviv (HaYarkon St 71, Tel Aviv-Yafo, Israel). Ein Neubau für ein Botschaftsgebäude ist somit gar nicht nötig. Nur eine Umstrukturierung und Relokation des US-Personals in Israel.

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1950 erklärte Israel Jerusalem zu seiner Hauptstadt – so wie es einst in der Geschichte bereits der Fall war. Ansonsten war Jerusalem nie Hauptstadt einer anderen Nation. Bis heute dauert dennoch das Ringen darum, dass dies auch international geschieht. Durch die Anerkennung durch die USA ist nun ein für Israel wichtiger Schritt getan. US-Präsident Trump sprach von einem überfälligen Schritt, der Umzug der Botschaft aus Tel Aviv nach Jerusalem werde nun eingeleitet.

Die Drohungen von islamischer Seite dürften ein Sturm im Wasserglas sein. Für das den Islam prägende Saudi-Arabien dürfte die insgeheime Allianz mit dem Judenstaat gegen den gemeinsamen Überfeind, den schiitischen Iran, viel wichtiger sein als der Standort der israelischen Hauptstadt. Zudem steht das Allerheiligste des Islam im eigenen Land. Jerusalem ist für Riad daher vernachlässigbar. Und Ägypten, das bevölkerungsreichste arabische Land, kennt genügend innenpolitische Baustellen und würde zudem keinen Schritt tun, der nicht von Saudi-Arabien «abgesegnet» wäre.  livenet.ch

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