Government Shutdown - Da läuft was falsch im Westen

Trübe Stimmung an den Märkten, man spricht andauernd über das potentielle „Platzen von Spekulationsblasen“, es wird in regelmäßigen Abständen vor Börsen-Crashs gewarnt. Drohende Pleiten (süd-)europäischer Staaten, von der EU verordnete Sparmaßnahmen sowie Rettungsschirme, um die Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. (Jugend-)Arbeitslosigkeit und Perspektivelosigkeit in vielen EU-Ländern, die sich daraus ergebenden massenhaften freiwilligen Umsiedlungen… Nichts ist mehr so, wie nach dem Boom der Nachkriegszeit. Es gibt keine Sicherheit mehr für den morgigen Tag. Man scheint Probleme erkannt zu haben. Seit Jahren wird fleißig debattiert, argumentiert und gar polemisiert – im ehemals reichen Westen – doch nur wenig dann auch tatsächlich in die Praxis umgesetzt. Die Situation scheint von Tag zu Tag prekärer zu werden. Irgendwas läuft hier falsch, das merkt der „kleine Bürger“.

USA Shutdown

Auch die USA jongliert mal wieder am Rande des finanziellen „Abgrunds“. Der größten Wirtschaftsnation droht der Staatsbankrott, als Notbremse hat man der US-Administration den Geldhahn zugedreht. Weite Teile der öffentlichen Verwaltung wurden dadurch lahmgelegt, ein Viertel der Staatsbediensteten befindet sich nun im „Zwangsurlaub“, Viele geraten in Existenznot.

Grund dafür sei die Blockade-Haltung der republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus was das Betreiben der weiteren Haushaltspolitik anbetrifft. Diese verwehrt sich gegen die Absicht der US-Regierung, die bevorstehende (zuvor festgelegte) Schuldenobergrenze erneut anzuheben, um handlungsfähig zu bleiben. Im Gegenzug zu einer trotz alledem möglichen Einigung verlangt der republikanische Sprecher John Boehner: „Fairness für die Amerikaner unter ,Obamacare’“ [neuerdings beschlossene Krankenversicherung aller Einwohner]. Was für Deutschland und teilweise auch Europa absolut selbstverständlich ist, spaltet die US-Gesellschaft: laut Umfragen sind mehr als 60% der Bevölkerung gegen die Einführung dieser Sozialversicherung. Viele sind überzeugt, dass »Healthcare« ein bürokratisches „Milliardengrab“ wird; dadurch werde zudem die Selbstverantwortung mündiger Bürger beschnitten. Tatsächlich würden nach jetzigem Stand die Meisten mit ungebührlich hohen Beiträgen zur Kasse gebeten. Der Präsident Barack Obama gab an „entnervt“ zu sein, zeigt sich aber unnachgiebig.

Was hat den Westen einst stark gemacht?

Nicht nur die USA sind davon betroffen. Viele sprechen über den sog. „Niedergang des Abendlandes“, das nicht nur seinen Wettbewerbsvorteil sondern auch die allgemein wahrgenommene Vorreiterrolle zunehmend verliert. Das Buhlen wieder erstarkter Nationen um die globale Vormachtstellung ist selbstverständliche ein wuchtiges Argument. Ein scharfsinniger Beobachter könnte aber unzählige hausgemachte Gründe identifizieren.

Früher hatten die Grundrechte der Bevölkerung oberste Priorität. Die Würde, das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen, der Respekt für das (auch ungeborene) Leben. Tugenden wie Ehrlichkeit, Fleiß, Gerechtigkeitssinn, Verantwortungsbewusstsein, das Einstehen für Schwache, politisch und religiös Verfolgte, hohe Moralvorstellungen wurden geschätzt und angestrebt. Aufgrund genau diesen Werten hat sich im Laufe der Jahrzehnte ein Verhaltenskodex entwickelt, ja sogar Gesetzeswerke sind entstanden, die weltweit Zuspruch fanden. Sie alle gründeten auf das Wort Gottes – insbesondere auf die „10 Gebote“.

Wo stehen wir jetzt?

Doch langsam aber sicher hat man sich davon losgesagt. Mittlerweile wird fast ausschließlich die Selbstverwirklichung des Individuums propagiert. Und Jede(r) versucht auf seine/ihre Art gesteckte Ziele auf kürzestem Weg oft um jeden Preis zu erreichen. Also frei nach dem Motto: „wenn Jeder an sich denkt, ist an Alle gedacht.“ Wenn beispielsweise Einem die Eltern auf die Nerven gehen, dann zieht man aus – oder die Eltern müssen ins Seniorenheim. Wenn der Partner keinen „Mehrwert“ anzubieten vermag, dann wird er/sie ausgewechselt. Wenn Nachwuchs die persönliche Lebensplanung zu durchkreuzen scheint, dann entscheidet man/frau sich dagegen.

Dies zieht sich durch alle sozialen Schichten. Die Volksvertreter haben zwar nach wie vor eine gewisse Vorbildfunktion inne, doch sind sie bekanntermaßen auch nur ein Spiegelbild der Gesellschaft. Machtmissbrauch und Korruption konnten leider selbst durch hohe Bezüge nicht verhindert werden. Viele von ihnen nehmen ihre verantwortungsvolle Tätigkeit lediglich als „Nebenjob“ wahr. Um die Zusagen vor den Wahlen einhalten zu können, müssen unweigerlich immer neue Kredite aufgenommen werden. Wer „heiße Eisen“ anfasst, geht das Risiko ein sich äußerst unbeliebt zu machen oder gar politischen Selbstmord zu begehen.

Das hat vor allem für ärmere Erdenbürger Konsequenzen: „Der Herr, der allmächtige Gott, hat den Schrei eurer Erntearbeiter gehört, die ihr um ihren verdienten Lohn betrogen habt. Euch dagegen ist es auf dieser Erde gut ergangen, ihr habt in Saus und Braus gelebt und euch doch nur für den Schlachttag gemästet. Unschuldige habt ihr verurteilt und umgebracht, und sie haben sich nicht gegen euch gewehrt.“ (Jakobus 5:4-5) Wir erinnern uns an die Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne von Aber-Millionen, die ein breites Spektrum von Produkten für den stolzen „Okzident“ herstellen.

Quo vadis?

Für das ehemals „christliche Abendland“ gibt es nur eine Lösung: zurück zu Gott. Dem Volk Israel hatte Er einst folgende Zusage gemacht: „Wenn mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, sich demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.“ (2 Chr. 7:1). Diese Zusage hat für alle Völker Gültigkeit, wenn sie denn umkehren und Gottes Wertesystem umsetzen wollen. Gott ist kein Tyrann, der bedingungslose Unterwerfung anstrebt, sondern wie ein liebender Vater, der das Beste für Seine Geschöpfe vorhat. Denken wir doch beispielsweise an Nachkriegs-Deutschland, als Menschen massenweise Gott die eigene Schuld eingestanden haben und umgedacht haben: seit Jahrzehnten geniesst es weltweit Glaubwürdigkeit, Anerkennung und Bewunderung des Erreichten.

Doch noch viel wichtiger als die Sicherung des materiellen Wohlstands einer Nation bzw. Handelszone ist das ewige Schicksal jedes/r Einzelnen. Die Bibel lehrt, dass wir alle auf Kriegsfuss mit Gott sind. Das Problem sitzt in unseren Herzen. Jesus Christus gewährt uns einen Einblick in die Tiefen des menschlichen Wesens: „Aus dem Herzen kommen die bösen Gedanken wie: Mord, Ehebruch, sexuelle Zügellosigkeit, Diebstahl, Lüge und Verleumdung. Durch sie wird der Mensch vor Gott unrein, nicht dadurch, dass man mit ungewaschenen Händen isst.“ (Matth 15:19-20). Er hat uns aber nicht aus der Distanz an den Pranger gestellt, sondern wurde einer von uns – ohne jemals gesündigt zu haben. Als Er starb, nahm Er unsere ganze Schuld auf sich und befreite uns vom Zwang zu sündigen. Er bewirkte die Versöhnung mit sich selbst. „Mit eurer Schuld habt ihr mir zu schaffen gemacht. Und trotzdem: Ich werde euch alles vergeben – aus freien Stücken. Ich werde alles Böse für immer vergessen.“ (Jes 43:24-25)

Gibt es denn ein größeres Erfolgserlebnis, als dass Dir die persönliche Schuld erlassen wird? König David brachte diese Freude in Form eines Gedichtes zum Ausdruck: „Wohl dem, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der Herr keine Schuld anrechnet, und in dessen Geist keine Falschheit ist!“ (Psalm 32:1-2). Jesus beläßt es nicht dabei, sondern will Dich von innen nach außen zum Positiven hin verändern, sodass Du in deinem Umfeld einen bleibenden Eindruck hinterlassen kannst.

Quellen:
flatworld.welt.de/2013/10…ledigen-wir-schon-selbst/
www.zeit.de/politik/ausla…ede-obama-haushaltsstreit