Immer mehr Stars von Scientology verführt

Ist deiner auch dabei?

Hier ein kleiner Auszug der Liste:

 

  • Brad Pitt (Schauspieler)
  • Patrick Swayze (Schauspieler)
  • Priscilla Presley (Schauspielerin)
  • Tom Cruise (Schauspieler)
  • Jason Lee (Schauspieler)
  • John Travolta (Schauspieler)
  • Kirstie Alley (Schauspielerin)
  • Anne Archer (Schauspielerin)
  • Beck (Sänger)
  • Catherine Bell (Schauspielerin)
  • Sonny Bono (Sänger)
  • Brandy (Sängerin)
  • Nancy Cartwright (Englische Synchronstimme von Bart Simpson)
  • Chick Corea (Musiker)
  • Jenna Elfman (Schauspielerin)
  • Isaac Hayes (Musiker)
  • Juliette Lewis (Schauspielerin)
  • Lisa Marie Presley (Sängerin)
  • Leah Remini (Schauspielerin)
  • Jon Turteltaub (Regisseur)

 

Die vollständige Liste ist bereits beängstigend länger und ein Ende ist nicht abzusehen. Immer mehr Prominente verfallen der Ideologie der gefährlichen Scientology-Sekte. Neustes Opfer: Tom Cruise’ Verlobte Katie Holmes.

 

Scientology wirbt gerne mit prominenten Mitgliedern.

 

Fans der zierlichen Katie hatten es befürchtet, seit die Affäre der beiden Schauspieler publik wurde: Der überzeugte Scientologe Tom Cruise wird alles daran setzen, um die eigentlich katholische Katie für seinen ominösen Glauben zu gewinnen.

Jetzt die Schreckensmeldung: Toms kontinuierliche Überzeugungsarbeit hat gefruchtet – Scientology durfte sich über einen neues zahlungskräftiges Mitglied freuen!

 

Diese furchtbare Entwicklung war abzusehen: So hatte Tom seiner Katie zuletzt sogar eine Anstandsdame der Sekte an die Seite gestellt. Außerdem verbot er ihr, eine Rolle anzunehmen, in der sie ein Opfer und keine starke Frau gespielt hätte. Jetzt ist die Ehe aus und ein erbitterter Kampf um die Tochter ist entbrannt. Schafft es Katie sie aus den Klauen dieser Sekte zu reißen?

 

“Wenn sie eine Seele finden, dann schnappen sie zu. Sie war so ein süßes Mädchen und jetzt ist sie einfach weg”, bedauerte ein Insider gegenüber der “New York Post” Holmes’ verhängnisvolle Entscheidung.

 

Doch Katie ist nicht der einzige Star, der sich sehenden Auges in die Fänge der Sekte begeben hat. Ganz im Gegenteil: Scientology nimmt bevorzugt Prominente in ihre Reihen auf – denn diese eignen sich aufgrund ihres Idol-Charakters besonders gut als Werbeträger.

 

Scientology operiert weltweit. So gibt es auch in Deutschland Prominente, die der Sekte angehören. Allerdings bekennen sie sich nicht öffentlich dazu, sondern dementieren fleißig ihre Mitgliedschaft.

 

Denn anders als in den USA gilt Scientology in Deutschland nicht als Religion. Die Organisation steht sogar wegen “Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung” unter ständiger Überwachung des Verfassungsschutzes!

 

Wie arbeitet Scientology:

Schafft man es, auf der Straße der Großstadt an den Hare Krishnas vorbeizukommen, so kann man immer noch von einem anderen jun­gen Menschen angesprochen werden, der, diesmal eher normal be­kleidet und rundum gepflegt, eine „kostenlose Persönlichkeitsana­lyse” anzubieten hat. So schnell tippt man nicht darauf, dass die 200 zu beantwortenden Fragen dazu dienen sollen, Menschen für die Scientology-Kirche anzuwerben.

 

Welchen Grund zur Skepsis bereitet „eine angewandte Religionsphilosophie”, die „klare, helle Einsicht” bietet, um „die Möglichkeiten des menschlichen Geistes voll zu er­schöpfen”? Immerhin verspricht Dianetik – das Wort bedeutet „durch die Seele” -, die Ursache „aller Geisteskrankheiten, psychosomatischer Leiden und Neurosen” aufzuzeigen.

 

Scientology ist bestrebt, sich als Wissenschaft und Religion gleichzeitig auszugeben. Was immer es sein soll, es kommt nicht bil­lig. Ehemalige Mitglieder gaben an, bis zu 25.000 €, in einem Fall sogar mehr als 200.000 € ausgegeben zu haben, womit erklärt wird, wie die Organisation manchen Schätzungen zufolge wöchentlich über eine Million €uro einnehmen kann. Mit der Distanz eines Gurus hat L. Ron Hubbard, Gründer und Leiter der Organisation, die Tätigkeit seiner Untergebenen jahrelang von einer Yachtflotte aus gemanagt.

 

Bereits 1950 veröffentlichte Lafayette Ronald Hubbard das Buch Dianetics: The Modern Science of Mental Health (dt. Dianetik – die moderne Wissenschaft der geistigen Gesundheit – Das Handbuch des dianetischen Verfahrens, 1980). Ursprünglich als psychotherapeuti­sche Antwort auf die Techniken der damaligen Psychiatrie gedacht, gingen viele Ärzte auf die Barrikaden, so dass Hubbard seine Theo­rien bald in eine Religion umwandeln musste, womit er sich zusätzlich Steuerfreiheit erwarb und einige seiner Organisationen der behördli­chen Aufsicht entzog.

 

Seither gedeiht die Bewegung, die heute über 600 000 Mitglieder und etwa 4 Millionen Sympathisanten im Bann hält. Nach eigener Aussage zählte die Kirche 1986 6 Millionen Mit­glieder in 35 Ländern; allerdings schätzen Abtrünnige die Mitglied­schaft auf derzeit weniger als 700 000. Mehr als 7 Millionen Exem­plare des Buches Dianetik soll die Kirche abgesetzt haben.

 

Der bisherige Ruf Hubbards als Entdecker, Science-Fiction-Schriftsteller und Parabotaniker – als einer der ersten explizierte er die Möglichkeit, mit Pflanzen zu kommunizieren – wurde um seine Stellung als Hauptwortführer der sich rasch verbreitenden Sekte vervollständigt. Ohne einen Schnellkurs in dem Wortschatz der Scientology sind Hubbards Anschauungen nur schwer begreiflich. (Bezeichnend dafür war die als notwendig empfundene Entscheidung der Kirche, ein 3000 Begriffe und 7000 Definitionen umfassendes Wörterbuch der Dianetik herauszubringen.) Hubbard lehrt die Abstammung des Men­schen von einer Rasse ungeschaffener, allmächtiger Götter namens Thetans, die auf ihre Kräfte verzichteten, um in die irdische Welt der Materie-Energie-Raum-Zeit (engl. MEST, Material-Energy-Space-Time) einzugehen.

 

Durch wiederholte Reinkarnationen stiegen sie allmählich zur menschlichen Ebene auf, wo sie sich ihrer göttlichen Präexistenz nicht mehr entsinnen konnten. Der Scientologist wird aufgefordert, das schlummernde thetische Potential wiederzuerwecken, indem er die als Engrams bezeichneten geistigen Hinder­nisse beseitigt. Engrams stelle man sich am besten als emotionelle Sperren vor, vergleichbar mit verdrängten Erinnerungen, welche im Unterbewusstsein aufbewahrt sind.

 

Sind die Hindernisse einmal besei­tigt, so kann man sein wahres Personsein verwirklichen sowie die MEST vollkommen beherrschen.

Engrams gelten als traumatische Erfahrungen in vergangenen Le­ben. Wo der „analytical mind” (der analytische Geist) reflektiert, nimmt der „reactive mind” (der reagierende Geist) Engrams lediglich auf. In der Dianetik geht es um Techniken zur Beseitigung („Clear­ing”) der Engrams. Wer Scientology beitreten will, ein noch nicht Geklärter (engl. Preclear, PC) nach deren Terminologie, muss sich ei­ner „Revision” (engl. auditing) unterziehen, um den Engram-Haus­halt festzustellen. Dazu wird ein als „E-Meter” bezeichnetes Gal­vanometer verwendet, das den Stromwiderstand der Haut misst.

 

Der Trainer, hier Auditor genannt, stellt Fragen an den Studenten, der zwei dem E-Meter angeschlossene Zinndosen in den Händen hält. (Gegen eine Spende in Höhe von 150 € ist ein noch komplizierte­res Gerät erhältlich.) Anhänger der Kirche vergleichen das Verfahren mit dem Beichtstuhl. Der Kandidat, dem alle durch Engrams ver­schuldeten geistigen Hindernisse entfernt wurden, gilt als „klar” (engl. clear). Der Klare – jetzt auch Thetan – ist der, der alle rein re­aktiven Gedankengänge durch Auditing beseitigt hat.

 

Obwohl sich laut der amerikanischen Gesundheitszeitschrift Today ’s Health hauptsächlich die „Schwachen, Verwirrten, Einsamen oder Geisteskranken” von Scientology angesprochen fühlen, gibt es immerhin auch Menschen, die sich aus selbstlosen Motiven zur Dianetik bekennen.

 

Die Bewegung hat sich immer bemüht, ein sauberes Image nach außen hin zu pflegen; Drogen, Ehebruch und voreheli­cher Geschlechtsverkehr gelten als tabu. Während die Anhänger zu­meist gepflegte, angesehene Mitglieder der gesellschaftlichen Mittel­schicht sind, tragen Geistliche der Kirche das übliche schwarze Ge­wand des Klerikers samt weißem Kragen und sogar einem Kreuz um den Hals, wiewohl sie eine symbolische Beziehung des letzteren zum Kreuz Christi verneinen.

 

Gern erzählen Anhänger der Gruppe von ihrem Programm zur Bekämpfung von Drogensucht, Narcanon ge­nannt, oder ihrer Arbeit mit Gefangenen und geistig Behinderten.

 

Sollten die Lehren oder Taktiken der Scientology in Frage gestellt werden, sind die Mitglieder nicht geneigt, die andere Backe darzubie­ten. Im Gegenteil, „Ron Hubbard sagt, man werde nur verletzt, wenn man sich duckt”, erzählt Kirchenleiter Jeff Dubron. In der Tat tauchen immer wieder Berichte über die angeblichen Taktiken der Kirche auf, wonach Kritiker belästigt, eingeschüchtert oder verleumdet werden.

 

Als das FBI, die amerikanische Bundeskriminalpolizei, eine Razzia in der kirchlichen Zentrale durchführte, wurde eine „hit list”, eine Liste von Feinden, die beseitigt werden sollten, gefunden. Darauf befanden sich u. a. der Name des Bürgermeisters von Clearwater im Bundes­staat Florida, der illegale Aktivitäten der Kirche im Zusammenhang mit einem Hotelankauf aufgedeckt hatte, und jener von Paulette Cooper, die das Buch The Scandal of Scientology geschrieben hatte. Schließlich wurden Verantwortliche der Kirche behördlicherseits we­gen Planung und Durchführung von Einbrüchen in öffentliche Dienst­stellen angeklagt. Zweck dieser Aktivitäten war der Erwerb von Do­kumenten, die Opponenten der Kirche unangenehm waren, um Geg­ner somit zum Schweigen zu bringen.

 

Sieben Mitglieder, darunter Mary Sue Hubbard, Frau von L. Ron, wurden wegen Behinderung der Justiz verurteilt.

Eine Glaubensgemeinschaft wird jedoch nicht vordergründig nach ethischen Qualitäten und Gesetzmäßigkeiten beurteilt. Vielmehr interessiert Christen das Verhältnis der Scientology zur Bibel. Der Satz „Der Mensch ist gut” gehört zu den wichtigsten Glaubensarti­keln L. Ron Hubbards. Diese These steht im Einklang mit dem diane­tischen Glauben an die göttliche Herkunft des Menschen sowie an die Möglichkeit, dass sich der Mensch zum Zustand des Thetan weiterent­wickeln – sprich zurückentwickeln – könne. Zu den übrigen Lehren und Praktiken gehören Astralreisen, Regression zu vergangenen Leben und „das Bedürfnis nach einer Existenz als Geist” (Heft Nr. 7 von Scientology Dynamic).

 

Hubbard pries seine Lehren als „den Weg zur spirituellen Frei­heit” an. Wer Gedanken an die mögliche Vereinbarkeit von Sciento­logy und Christentum hegt, muss bedenken, dass Hubbard selbst die Dianetik als „das geistliche Erbe des Buddhismus an die westliche Welt” ausgab. Der irdische Erfolg der Scientology wird am feudalen 30-Zimmer-Landhaus samt 100-Hektar-Grundbesitz in England er­sichtlich. Christen aber, die sich auf ein Leben nach dem Tod vorbe­reiten, empfinden mitleidsvolle Betroffenheit für Menschen, die er­folglos nach Sinn in fiktiven Leben der Vergangenheit suchen.

Am 24. Januar 1986 starb L. Ron Hubbard im Alter von 74 Jah­ren. Die letzten zwei Monate seines Lebens hatte er auf einer abgele­genen, wohlgepflegten, 300 Hektar großen Ranch in Kalifornien ver­bracht. Nach ihm trat Heber C. Jentzsch die Führung der Bewegung an. Hubbard wurde u. a. von seinem ältesten Sohn Ronald E. DeWolf überlebt, der seinen Namen geändert hatte, um keine einzige Spur ei­ner Verbindung mit seinem Vater bestehen zu lassen. Noch vor dem Ableben Hubbards bezeichnete ihn DeWolf als „einen der größten Schwindler dieses Jahrhunderts”, einen Anhänger von Schwarzer Ma­gie, der seine Theorien unter dem Einfluss von Drogen ausgeheckt habe. DeWolf, selbst Christ geworden, erzählt auch von vielen Lieb­haberinnen, die sein Vater gehabt haben soll, sowie von dessen Heim­suchung durch eine Geschlechtskrankheit.

 

Kurz zusammengefasst: L. Ron Hubbard (*1911, +1986) hat die Scientology-Kirche 1955 in Washington D. C./ USA gegründet.

 

Als Symbol haben sie Das Kreuz, von dem sie glauben das es angeblich im Einklang mit alter reli­giöser Überlieferung steht, der Querbalken des Kreuzes symbolisiere Ma­terie und die Senkrechte Geist. Also hat es nichts mit dem Kreuz Christi zu tun.

 

Was macht Scientology für viele so interessant:

Zu denen, die sich von Scientology angesprochen fühlen, gehören enttäuschte Jugendliche auf der Suche nach einer ein­fachen, geordneten Weltanschauung; emotionell Gestörte, die kom­plexe Techniken der herkömmlichen Psychiatrie scheuen; und schließlich Wahrheitssuchende, denen die viel versprechenden Be­hauptungen der Dianetik, körperliches Wohlbefinden und geistigen Fortschritt zu bringen, imponieren.

 

Scientology erhebt den Anspruch, alle Schwierigkeiten und Spannungen im Leben mit Hinweis auf Ereignisse in vergangenen Leben zu erklären. Diese geistigen Hindernisse werden angeblich be­seitigt, damit man zu dem vor vielen Inkarnationen verlassenen, gött­lichen Zustand zurückkehren kann.

 

Achtung Irrtümer: Okkulte Praktiken wie die Rückkehr zu vergangenen Le­ben und Astralreisen setzen eine Reinkarnationstheorie voraus. Die Dianetik beruht auf außerbiblischen Auskünften über den Ursprung des Menschen – als eine Gottheit namens Thetan – sowie mystischen Überzeugungen bezüglich der Beziehung zwischen Geist und Mate­rie. Der Mensch sei gut, Christus sei nicht mehr als ein „Geklärter” gewesen, die Wirklichkeit von Himmel und Hölle wird geleugnet.

 

Es lohnt sich die Wahrheit zu finden!

 

Quellen: freenet.de; Das Grosse Buch der Kulte, Bob Larson; The Denver Post, 7. September 1976; The Kan­sas City Times, 14. Juli 1977; „Scientology”, eine Tonbandaufnahme von Walter Martin; Newsweek, 23. September 1974; Dianetics, Ein­führungsheft der Scientology; L. Ron Hubbard, Dianetik – die mo­derne Wissenschaft der geistigen Gesundheit – Das Handbuch des dianetischen Verfahrens (1. engl. Auflage New York: Church of Scientology, 1950; dt. Ausgabe 1980); People, 17. August 1978; Christianity Today, 7. Dezember 1979; Celebrity, Nr. 19, Veröffentli­chung der Scientology; Christianity Today, 7. März 1986; Newsweek, 6. Dezember 1982.

Kommentare

  1. ali

    noch eine meldung:
    In Belgien rückt ein Prozess gegen die umstrittene Scientology-Organisation näher. Nach achtjährigen Ermittlungen habe die Bundesanwaltschaft die Eröffnung des Hauptverfahrens beantragt, berichteten belgische Medien am Dienstag. Dem belgischen Zweig von Scientology, dem Europabüro der Organisation sowie führenden Mitgliedern werde Betrug, Verstoß gegen das Handelsgesetz, Verletzung der Privatsphäre, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung sowie illegale Ausübung medizinischer Berufe zu Last gelegt.

    Seit 1999 hatte der Brüsseler Untersuchungsrichter Jean-Claude Espen die Praktiken der umstrittenen Organisation untersucht, dabei wurden auch umfangreiche Hausdurchsuchungen vorgenommen. Vorausgegangen waren Klagen ehemaliger Scientology-Mitglieder wegen Betrugs. Ein Untersuchungsausschuss des belgischen Parlamentes hatte zuvor Scientology auf eine Liste von Sekten gesetzt und als „gefährlich“ eingestuft. Vor fünf Jahren hatte die internationale Scientology-Organisation ein Europabüro in Brüssel eröffnet.

    jesus.de

  2. wolke

    Tolles Zeugnis

    Liebe soulsaver,

    Scientology erfährt in diesen Tagen und Wochen einen herben Schlag. Denn neulich ist ein Buch „Schwarzbuch Scientology“ von der Autorin Ursula Caberta erschienen. Dieses Buch ist inzwischen auf Platz 13 in der Bestellerliste der Sachbücher.

    Das ist trotz des Terrors dieser Sekte ein tolles Zeugnis.

    AMEN

  3. wolke

    Scientology

    Liebe Leute,

    Scientology wird selbst in Deutschland immer radikaler. Vielleicht habt ihr gehört, dass deren Mitglieder sogar die Schüler einer Schule belästigen,  die ihrem Gebäude angrenzt. Es kam neulich auf sat1 und in RTL.

    Ich selber habe einen Aussteigerbericht von Schramm, den ich aber nur Leuten gebe, die psychisch in sich gefestigt sind. Bei Anfrage gebe ich ihn auch euch.

    Aber Gott ist ja mit mir :).

    Grüße,

    Wolfram

  4. ali

    Der Ausstieg von Ex-Scientology-Direktor Wilfried Handl

    „53 Prozent bin ich wieder Mensch, 47 Prozent bin ich immer noch Scientologe. Ich entdecke immer noch Muster“, so definierte sich Wilfried Handl, Ex-Direktor von Scientology Österreich, in einem Pressegespräch im September 2005 in Berlin. Dabei stellte der Aussteiger sein Buch „Scientology: Wahn und Wirklichkeit – 28 Jahre in einer Psychosekte“ vor. Seine Kritik ist radikal wie die vieler Aussteiger aus vereinnahmenden Gruppen, Organisationen und Kulten.

    Scientology-Aussteiger Wilfried Handl (r.) und Pfarrer Thomas Gandow, Weltanschauungsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Berlin und Brandenburg, im Pressegespräch am 30.09.2005 in Berlin-Zehlendorf.

    Im Rückblick sagt der Ex-Scientology-Direktor: „Anfangs schrieb ich aus reiner Selbsttherapie, tagebuchartig. Erst langsam kam die Idee, daraus ein Buch zu machen.“ Drei Jahre habe er daran gearbeitet.

    Handl trägt noch heute schwer an seiner Vergangenheit: Zerbrochene Ehe, gestörte Beziehung zu seinen Kindern, von seinem früheren Arbeitgeber zur „unterdrückerischen Person“ erklärt und das Gefühl, sich während einem wichtigen Teil des Lebens für die falsche Sache engagert zu haben.

    Opfer und Täter
    Handl besuchte Scientology-Kurse, war Kursüberwacher, PR-Betreuer von „Kult&Magie“ und Leitender Direktor. In seinem Urteil kommt der Frust zum Ausdruck, wenn er schreibt: „Zum Geschäft gehörten ein ‘aufgeblasenes Ego’, das zentrale Mittel ‘Auditing’, das scientologische Zauberkästchen ‘E-Meter’, der ‘Druck von oben’, der ‘Druck von der Seite’, die Hubbardsche ‘Ethik’ und der Datenmissbrauch.“ Dabei lässt er auch ein wenig Selbstkritik einfliessen, wenn er resigniert feststellt: „Ich bin nicht nur Opfer von Scientology, sondern war in all den Jahren auch Täter, der das ‚Gesetz‘ L. Ron Hubbards in die Tat umsetzte“, so Wilfried Handl.

    Verdecktes Operieren
    Einer seiner Hauptvorwürfe an die Scientologen ist, versteckt zu operieren und so umso mehr Einfluss zu bekommen. Er erinnert daran, dass Scientology in Brüssel ein Lobbybüro unterhalte, „das sich ‚lustigerweise‘ unweit des EU-Parlamentes befindet“. Er stellt auch den umstrittenen Krebsarzt und seine „Dr. Rath Health Foundation“ in Scientology-Nähe. Zwar unterstellt er Dr. Rath nicht, dass er Scientologe sei. „Aber ich weiss, dass seine Wiener Dependance von zwei Scientologen geleitet wird.“ Der österreichischen Wirtschaftskammer wirft er Blauäugigkeit vor: Sie fördere Scientology-Kurse für Firmen ohne zu wissen, „was man damit wirklich fördert.“ Heftige Kritik übt er auch an sozialen Kampagnen der Scientologen, an ihrem Drogenentzugsprogramm Narconon und am Scientology-Ablegers „Kommission für Verstösse der Psychiatrie gegen Menschenrechte“.

    „Indirekte Einflussnahme“
    Der Berliner Weltanschauungsbeauftragte Thomas Gandow verwies am erwähnten Pressegespräch darauf, dass Scientology besonders im politischen Bereich „keine Posten im Scheinwerferlicht“ anstrebe. Es gilt das Prinzip der „Assistenz“, also indirekte Einflussnahme. „Das lässt sich nur schwer überprüfen“, so Gandow weiter, „weil Scientology eine Organisation ist, die mit geheimdienstlichen Mitteln arbeitet.“

    Ausschlaggebend für den Ausstieg von Wilfried Handl war eine Krebserkrankung 2001. Er habe damals den scientologischen Vorwurf, der sich Hubbards Lehre anlehne, deutlich gespürt: „Hinter jeder Krankheit steckt der eigene böse Wille, das eigene böse Tun; sonst wäre man nicht krank.“ – „Das war zuviel für mich“, so Handl.

    Dazu eine Stellungnahme von Scientology durch Jürg Stettler, Direktor von Scientology Schweiz
    „Abgesehen von einigen Diffamierungen und pathetischen Ausschmückungen, gibt es verschiedene objektive Kriterien, die bekannt sein müssen, um sich ein vollständiges Bild über Handl machen zu können.
    Tatsächlich war Handl für wenige Monate Leiter einer der zwei damals kleinen Scientology Kirchen in Wien, wurde aber wieder abgesetzt. Dies war vor bald 25 Jahren! Er wurde in der Vergangenheit wegen seines Lebenswandels dreimal aus der Gemeinschaft ausgeschlossen aber auf Antrag wieder aufgenommen. Seither hatte er keine Funktionen mehr bei Scientology und auch keine Einsicht in Internas. Nicht nur dies: in all den 28 Jahren, in denen er sich gemäss Artikel intensivst mit Scientology befasst haben soll, hat er einige wenige Kurse besucht, für die ein Student höchstens ein paar Wochen benötigt. Vor über 15 Jahren hat Herr Handl seine Scientology-Studien ganz abgebrochen. Seine ‚Insider’ – News stellen einen Etikettenschwindel sondergleichen dar. Vielleicht verkauft er damit aber ein paar Bücher mehr!“

    Buchinfo:

    Scientology: Wahn und Wirklichkeit
    28 Jahre in einer Psychosekte
    von Wilfried Handl
    ISBN 3-200-00394-4

  5. 00koenigskind

    Totale Unterschätzung der Gefahr durch Scientologie

    Wie ich eben aus einem leserbrief erfahren mußte, wird Scientologie als eine sekte unter vielen bezeichnet, die aufgrund des hohen Konkurrenzdruckes durch andere Sekten nicht ausreichend zum Zug kommen kann und deswegen eigentlich harmlos sei.
    Das ist eine fatale Unterschätzung, Scientologen treten in erster Linie als menschen wie Du und ich auf, man sieht Ihnen Ihre Gesinnung nicht an, lediglich an etwas überzogenen Moralvorstellungen könnte man erkennen, wer einem da gegenübersitzt, und dazu muß man allerdings wissen, was es mit den Vorstellungen auf sich hat. Also: Wenn du Dich noch nie mit diesem „Gedankengut“ beschäftigt hast wirst Du im Leben nicht darauf kommen, daß da ein Scientologe auf Dich einwirkt. Jeder Scientologe ist angehalten, neue Mitglieder zu rekrutieren. Sie werden gedrillt darauf, wie sie an diese rankommen.
    Außerdem wird gesagt, wer darauf reinfällt ist selber Schuld. FALSCH!!! Jeder, der sich verbessern möchte, der sein Leben verändern möchte, besonders solche, die noch auf der Suche sind und ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden haben, die sich sehnsüchtig nach etwas mehr Übersichtlichkeit und Durchblick über das Leben an sich sehnen, sind potentielle Opfer. Das Hinterhältige daran, ist die Einführungsliteratur, in der tatsächliche oder scheinbare Lösungen angeboten werden, für alle Belange des tägliche Lebens, so z.B. wie man Konflikte löst, wie man richtig und effektiv lernt, wie man Pläne verfolgt und umsetzt, angeblich wie man sich von Drogen und deren unangenehmen Spätfolgen  rehabilitiert und andere Bereiche des Alltags. Dabei wird nicht versucht, Dich auf eine selbstbestimmte Lebensweise auszurichten, ganz im Gegenteil, stäbdig wird darauf hingewiesen, wem Du das alles zu verdanken hast: L. RON HUBBARD. Nur er sei der einzige, der Dir wirklich helfen kann und Du hast die Möglichkeit noch viel mehr zu lernen, allerdings sind daran kleine Bedingungen geknüpft, Denn „Du kennst doch sicher auch jemanden, der Hilfe  benötigt“… Ganz unbewußt und schleichend wird Dir das Scientologie-Gedankengebäude untergeschoben, während Du voller Freude und Tatendrang die tollen und teilweise sehr wirksamen Methoden lernst, die Dich im Leben weiterbringen. Und sie haben ausgeklügelte methoden, die dafür sorgen, daß Du am Ball bleibst. Es funktioniert wie ein Fortsetzungsroman: am Ende jeder Übung bleibt immer ein kleines Geheimnis, oder die „Erkenntnis“, daß man das eben gelernte noch vertiefen kann – im nächsten Kurs. Jeder Kurs ist gespickt mit Fremdwörtern, die man in eigens dafür geschriebenen Wörterbüchern nachschlagen kann. Da werden bekannte Wörter neu definiert, so das der Sinn verkehrt wird und Du im Sinne  von Scientology umgepolt wirst.

    letzten Endes ist da noch der scientologische Geheimdienst, der dafür sorgt, daß jeder Kritiker entweder persönlich durch anonyme Anrufe bedroht wird, oder verklagt oder in der Presse durch den Dreck gezogen wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es wahr ist, was veröffentlicht wird, wenn erstmal ein schlechtes Bild des Betreffenden in der Öffentlichkeit  existiert, hat er alle Hände voll zu tun dieses wieder zu korrigieren, er wirkt unglaubwürdiger, egal ob die Anschuldigungen berechtigt waren oder nicht. Frei nach Göbbels:“Je größer die Lüge, desto mehr bleibt davon hängen.“

  6. Hahn

    Schlimme Sache

    Erstaunlich das die sich schon so weit verbreitet haben. Allein die tatsache das Hubbard früher Science-Fiction Autor war spricht dem ganzen alle Glaubwürdigkeit ab. Verblendetes Völkchen. Die ganzen Prominenten sind wahrscheinlich bei denen dabei weil man sich durch Geld sogar höhere Grade kaufen Kann. Noch so ein lächerliches Ding…..

  7. thorben

    Du hast Recht,
    pseudoreligiöses Verhalten ist schlimm,
    und religiöses Verhalten ist nicht besser,
    denn bei beidem versucht sich der Mensch durch eingenes hinzutun Gott zu nähern, das geht aber nicht.
    Beim Christentum ist das anders, da ist Gott auf den Menschen zugegangen.
    Übrigens ist Jesus kein Guru, denn er hat ohne Ausnahme ALLES was er lehrte gelebt, welcher Guru kann das von sich behaupten?
    Deshalb wird es immer mehr Christen geben, weil Menschen heute noch Jesus erleben können, oder ist etwa an dir vorbeigegangen das Jesus am dritten Tag auferstanden ist, und jetzt immernoch lebt?
    Die katholische Kirche ist genauso gefährlich wie Scientology, weil sie eben auch nicht zu Gott führt, sonderm die Leute verführt und verblendet.
    „Es kann niemand zum Vater kommen als nur durch mich“, spricht Jesus. Also auch nicht durch Sakramente, Beichtstuhl oder Persönlichkeitsanalyse.

  8. fallen_Seraph

    was solls…

    Es mag eine bedenkliche Entwicklung sein, aber hier sehe ich es wie bei allen anderen religiösen und pseudoreligiösen Gruppierungen (inclusive eurer) auch: Wer so blöd ist, darauf hereinzufallen, ist selber schuld. Genauso bedenklich finde ich es, dass es immer noch so viele Christen gibt. Da sehe ich keinen Unterschied. Der Gurus der Katholiken sitzt im Vatikan und euer Guru ist seit fast 2000 Jahren tot, wird aber in hingerichtetem Zustand weiter verehrt. Das ist ebenso krank und sinnlos wie die Lehren von Scientology.

    Gefährlicher als die katholische Kirche wird Scientology nicht sein. Und da es noch massig weitere Sekten gibt, die ebenfalls viele Mitglieder haben und ebenfalls nach Macht streben, wird diese Sekte auch niemals einen wirklich gefährlichen Einfluss erlangen. Das werden die anderen Sekten zu verhindern wissen, und sei es mit Gewalt…

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