Was ist ein Mensch wert?

Was ist ein Mensch in unserer Gesellschaft wert?

Die durch die Medien gehenden Nachrichten über die Vergewaltigung und Mord eines 23 jährigen Mädchens lassen uns nicht los. Wie grausam können Menschen miteinander umgehen! Die Forderung nach einer harten Strafe, sie kommen aus der ganzen Welt. Dabei ist dieses Problem nicht neu. Frauen haben in Indien oft keinen Wert. Hier einige Beispiele:

- Wer seine Tochter verheiraten will, muss ein Brautgeld entrichten. Bis zu 7000 Frauen werden jährlich umgebracht, weil die Mitgift nicht reicht. Der Mann kann dann eine neue Ehe schließen und sich dann auf die neue Mitgift freuen.

- Über 60% der indischen Frauen sind Analphabeten, da es sich nicht lohnt in die Tochter zu investieren werden sind eher zum Arbeiten als in die Schule geschickt.

- Es sind die Mädchen, die in einer Familie eher an Unterernährung leiden und die zuletzt medizinisch versorgt werden.

- Mädchenabtreibungen sind nichts ungewöhnliches. Da die Familie lieber einen stolzen Sohn haben will, der durch die Hochzeit Reichtum und Ehre in die Familie bringt, werden die schwangeren Frauen untersucht und, im Falle eines Mädchens, „befreit“. Es gibt viele Abtreibungskliniken die sich auf die Ermittlung des Fötusgeschlechts spezialisiert haben.

- Durch gesetzliche Bestimmungen ist der Brauch der Sati (Witwenverbrennung) untersagt. Es kommt aber immer noch vor, dass die lebendigen Witwen gemeinsam mit ihren verstorbenen Ehemännern auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Denn die Frauen gelten ohne einen Haupt (Vater oder Ehemann) als wertlos.

- Neu Delhi gilt als die Vergewaltigungshauptstadt. In den letzten 40 Jahren ist die Zahl der Vergewaltigungen in Indien um min 800% gestiegen. Für das Belästigen der Frauen ist sogar ein Wort entstanden: „Eve-Teasing“ (Eva ärgern)

Solche Fakten verursachen bei jedem normalen Menschen Ekel, Fassungslosigkeit, Verzweiflung und Wut.

Diese Situation liegt aber nicht seit gestern vor. Durch die Diskriminierung in der Religion, Gesellschaft und Familien wurden Frauen mehr und mehr an den Rand geschoben. Sie verloren den Wert, den sie eigentlich haben sollten. Und trotz der inzwischen weiblichen Präsidentin Pratibha Patil und vielen Gesetzen, die den Frauen mehr Schutz bieten sollten, hat sich die Situation in Indien in den letzten Jahren  nur geringfügig geändert.

Wir können uns nicht vorstellen, was passiert, wenn Menschen die gegenseitige Wertschätzung verloren haben. Wenn Gesellschaftsschichten, einzelne Menschen, Gruppierungen, Ideologien, usw. sich über andere Menschen stellen wollen, entstehen absurde, unfassbare bis hin zu grausame Handlungen.

Die Bibel zeigt deutlich auf, welche Wirkung die Suche nach dem Schöpfer auf den Umgang der Menschen untereinander hat:

„Und gleichwie sie nicht geachtet haben, daß sie Gott erkannten, hat sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt, voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll Neides, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenbläser,  Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hoffärtig, ruhmredig, Schädliche, den Eltern ungehorsam, Unvernünftige, Treulose, Lieblose, unversöhnlich, unbarmherzig. Sie wissen Gottes Gerechtigkeit, daß, die solches tun, des Todes würdig sind, und tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.“ (Römer 1, 28-32)

Meine Suche nach Gott und der Wunsch zu erkennen wer und wie er ist gibt mir einen gesunden Blick auf meine Mitmenschen. Die oben beschriebenen Menschen sind von Gott „dahingegeben“ und haben angefangen das zu tun, was sie für richtig hielten. Wenn wir uns den Text genauer anschauen finden wir viele Dinge aktuell in Indien, aber auch in unserer Gesellschaft hier wieder. Dann auch in Deutschland finden sich Diskriminierungen, Vergewaltigungen, Erniedrigungen und Machtmissbrauch wieder.

Wenn ich nicht von Gott echte Liebe und Vergebung lerne kann ich meine Mitmenschen auch nicht echt lieben, oder ihnen Vergeben.

Ich möchte Dich ermutigen, Dich mit diesem Gott der Liebe zu beschäftigen und zu erkennnen welchen Wert wir als Menschen in seinen Augen haben.

„Denn so sehr hat Gott diese Welt geliebt (sich für sie interessiert, sie wertgeachtet, sich um sie gekümmert…),

dass er seinen einzigen Sohn gab (!),

damit jeder, der an ihn glaubt nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe!“ (Johannes 3,16)

(Quellen: bild.de, http://www.patengemeinschaft.de)