Das erste Buch im DNA Code – Was haben wir für einen Schöpfer

Es war eine Neuigkeit, die eine Veröffentlichung im renommierten Wissenschaftsmagazin Science zur Folge hatte. Ein Biologe der Havard Universität mit Namen George Church hat ein Buch geschrieben, etwa 300 Seiten dick. Dazu gehören noch 11 Bilder und ein Computerprogramm. Das Buch trägt interessanterweise den Titel „Regenesis: How Synthetic Biology Will Reinvent Nature and Ourselves“ (Wiederentstehung: Wie synthtische Biologie die Natur und uns selber wiedererfinden wird). Zum Beispiel frage ich mich gerade, ob ich die synthetische Biologie kennenlernen kann, wo sie hier gleich personifiziert wird. Wie so häufig spielen die Biologen mit theleologischen Begriffen, obwohl die synthetische Biologie gar nichts erfindet. Aber sei es drum. Auf jeden Fall ist das Interessante an diesem Buch, dass es nicht nur als gedruckte Auflage auf den Markt kommt, sondern auch im DNA Code verfasst wurde. Es ist diesem Genomforscher und einem seiner Kollegen gelungen, dieses Buch inkl. der Bilder und des Computerprogramms in einen DNA-Code zu übersetzen, diesen DNA Code dann nachzubauen und so zu „speichern“. Die Theorie dahinter ist recht simpel, zunächst wurde das Buch in einen Binärcode zerlegt (bestehend aus „0″ und „1″) und dann von den vier Basen der DNA (A, C, G und T) jeweils zwei (A und C) für „0″ und die anderen beiden (G und T) für „1″. Einmal das Molekül in einer so langen Kette hergestellt, kann es gespeichert (hier: eingefroren) und dann wieder ausgelesen werden. Bei der Codierung treten außerdem sehr wenige Fehler auf und die Autoren merkten an, dass man die Fehleranzahl sogar noch verringern könne, wenn man die der Natur eigenen Korrekturmechanismen einbinden könne.

Hier an dieser Stelle mal folgendes Gedankenexperiment: nehmen wir an, dass das Buch von Mr Church als DNA gespeichert und eingefroren wird. Nun stirbt dummerweise die ganze Menschheit aus (warum auch immer, Möglichkeiten gibt es genug) und irgendwelche Außerirdischen kommen auf die Erde und finden diese eingefrorene DNA. Da sie viel schlauer sind als wir entschlüsseln sie sie und reproduzieren das Buch von Mr Church. Müssten sie nicht – da es keine dann noch greifbaren Spuren von der Existenz eines Mr Church gibt – definitiv zu dem Schluss kommen, dass sich diese DNA von selber evolviert hat, dass Mr Church nie gelebt und auch nicht dieses Buch geschrieben hat, sondern dass hier einfach ein beeindruckender Beleg des Zufalls in ihren Händen liegt? 

Wenn wir ein solches Buch fänden und entschlüsseln könnten, dann würden wir – auch wenn es „nur“ um Biologie geht – erstaunt sein über die Kodierung und über den Verfasser, nur bei der menschlichen DNA tun wir das nicht. Es ist der „Code des Lebens“, in Komplexität und Funktionalität einzigartig (des bisher bekannten) und zeugt meines Erachtens von einem Verfasser, der Information darin codiert hat. Wir haben einen genialen Schöpfer, der das Leben in einer Weise geschaffen hat, die so komplex und wunderbar ist, dass ich staune. Wer dies allein auf den Zufall schiebt, der glaubt auch, dass das Buch von Mr Church auch durch Zufall so generiert wurde. So kommt der arme Mr Church um seine ganze Arbeit…

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