Was sagt man einem praktizierenden Atheisten, wenn er einen «Beweis» verlangt, dass Gott existiert?

Man könnte ihm natürlich entgegnen, er solle den Gegenbeweis antreten und die absurde Vorstellung begründen, das Universum und sogar das menschliche Gehirn seien rein zufällig entstanden, Leben und Gesundheit aller Geschöpfe hingen letztendlich nur davon ab, dass DNA-Moleküle sich selbst reproduzieren, und nur wenn die DNA durch ein zufällig auftretendes Chaos in ihrer Funktion beeinträchtigt wird, könnte die nächste Stufe in der Evolution erreicht werden. Dass Milliarden komplexer Lebensformen, jede mit ihrer eigenen Nahrungskette und einem ökologischen Gleichgewicht untereinander, geschweige denn das menschliche Nervensystem, das Auge und das Gehirn einer Kette von zufälligen Fehlern im Erbgut entspringen sollen, ist zu absurd, um es glauben zu können. Doch die Menschen, die Gott ablehnen, haben keine andere Alternative. Die Konsequenzen aus dieser Theorie, die in Amerika sowohl an den öffentlichen Schulen als auch in den Medien auf aggressive Weise verbreitet wird, sind nicht nur auf moralischem und religiösem Gebiet zerstörerisch, sondern auch von der Logik her fehlerhaft. Der bekannte Autor C.S. Lewis schrieb dazu folgendes: «Wenn der menschliche Verstand allein vom Gehirn abhängt, und das Gehirn wiederum von der Biochemie, und die Biochemie wiederum von den sinnlosen Bewegungen der Atome, dann kann ich nicht verstehen, warum die Gedanken des menschlichen Verstandes mehr Bedeutung haben sollen als das Geräusch des Windes …» Diese einfache Logik versetzt dem Modell des Darwinismus den Todesstoss. Wenn der Mensch ein Zufallsprodukt unpersönlicher, evolutionärer Kräfte ist, dann sind seine Gedanken – auch die Evolutionstheorie – nichts anderes als das.Trotzdem stützt sich die gesamte moderne Psychologie, sei sie nun christlich oder säkular, auf den Darwinismus, denn dieser war die Grundlage der von Sigmund Freud entwickelten atheistischen Theorie, die auch heute prägend ist für das Bestreben, eine «Wissenschaft des menschlichen Verhaltens» zu schaffen.
Demzufolge ist der Mensch eine auf äussere Reize reagierende Ansammlung von Proteinmolekülen, angetrieben von Zwängen, die durch traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit in sein Unterbewusstsein programmiert wurden. Die Sünde, für die man bei Gott zur Verantwortung gezogen wird, ist demnach nichts anderes als eine unkontrollierbare Krankheit. Da falsches Verhalten kein moralisches Problem mehr ist, für das ein Mensch persönlich verantwortlich sein könnte, ist eine Korrektur nur noch durch das neu erfundene Ritual der Psychotherapie möglich. Es handelt sich dabei um eine neuzeitliche «Sportart» mit ihren eigenen Regeln und Zielen. Der hartnäckige Skeptiker verlangt jedoch nach objektiven und unwiderlegbaren Beweisen. Nach der Aussage der Bibel ist das ganze Universum in seiner Komplexität und mit seinen präzisen und wundersamen Gesetzmässigkeiten ein überzeugender Beweis, dass es nicht durch Zufall entstanden sein kann. Es
zeugt von der Existenz Gottes (vgl. Röm 1,19.20).
Bedauerlicherweise ist der moderne Mensch zu der irrtümlichen Auffassung gelangt, dass die Wissenschaft eine Erklärung über das Universum und das menschliche Leben bereithält, obwohl das ganz und gar nicht der Fall ist. Sir Arthur Eddington machte einmal die folgende Aussage: «Nichts erklärt uns den Ursprung von Chemie und Physik.» Schroedinger äusserte sich folgendermassen: «Woher komme ich und wohin gehe ich? Das ist die grosse, unerklärbare Frage … für jeden von uns. Die Wissenschaft hat keine Antwort darauf.» Den Menschen wurde jedoch weisgemacht, dass die Wissenschaft alle Antworten bereithält, diese aber für den Normalbürger zu kompliziert sind. So bleibt ihnen das Zeugnis der sie umgebenden Schöpfung verschlossen. Die Bibel jedoch enthält eine äusserst einfache Erklärung über die Existenz Gottes, die für jeden Menschen leicht zu verstehen ist. Sie liefert uns eine klar verständliche und eindeutige Richtschnur, damit wir beurteilen können, welche der von den Weltreligionen als heilig bezeichnete Schrift von Gott inspiriert und wer der einzig wahre Erlöser der Welt ist. D.Hunt

Kommentare

  1. Nilsus Sheen

    Warum versetzt es dem Modell des Darwinismus den “Todesstoß”, wenn menschliche Gedanken nichts wert sind? Fühlt ihr euch als “Kinder Gottes” wichtiger als andere Lebewesen? Das Hauptmerkmal, was uns von den meisten Lebewesen unterscheidet, sind unsere kognitiven Fähigkeiten, über uns selbst reflektieren zu können. Das macht unsere Gedanken aber nicht wichtiger als die eines Hundes, der vielleicht solche Gedanken haben mag: “Anderer Hund: bellen! Baumartiges Objekt: pinkeln!”.
    Fantastisch fand ich auch: “…es klingt zu absurd, um es glauben zu können.” Lupenreine Argumentation.
    Nichts, was wir tun, hat einen tieferen Sinn (diesen geben sprechen wir unseren Taten zu, um nicht ob der Sinnlosigkeit zu verzweifeln) und wenn wir sterben, werden wir nicht als die höchste Rasse der Erde auserwählt, mit Gott rumzuhängen.
    Und nebenbei, Zufälle existieren nur in den Köpfen derer, die nicht imstande sind, Kausalitäten (wie die Anpassung der Tierwelt an Umweltanforderungen und die Verwandtenselektion) zu begreifen.

  2. Also bei mir ging das ganz einfach. Ich bin mit einem Atheisten, der dazu auch noch schulmäßig einsermäíg drauf war an einem herrlichen Spätsommertag an einem schönen Ort Kirschen pflücken gegangen. Spontan, als wir schon eine große Menge Kirschen beisammen hatten und die Freude darum gesteigert war, sagte ich:” Also wer jetzt behauptet, dass das hier, diese Sonne, diese herrlichen Kirschen, die wir hier jetzt pflücken, Zufall sei, der ist doch geisteskrank.” Das traf den Atheisten tief ins Herz, wie ich sofort sah, denn hätte er jetzt behauptet, ja es sei Zufall, dann hätte er sich der ganzen Freude, die er bei der Sache empfand und die noch lange anhalten würde, beraubt. Thomas R. Merten

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