Gerichtshof verbietet Tötungs-Spiel

Am Europäischen Gerichtshof wurden jetzt Spiele wie „Laserdome“, bei denen Menschen mit Laserstraheln aufeinander schießen verboten. Als Grund gaben die Richter den „Schutz der öffentlichen Ordnung“ an.


In dem Verfahren ging es um das „Laserdome“ in Bonn. Im Jahr 1994 war es in Betrieb genommen worden, die Teilnehmer konnten durch Hallen mit künstlichem Nebel rennen und die Mitspeiler mit Lasergewehren jagen. Die Spieler trugen eine spezielle Weste, die mit Sensoren ausgestattet ist, anhand derer man die Punkte zählen kann.


Nach einer Reihe von öffentlichen Protesten wurde das Spiel von der Stadt verboten. Das simulierte Töten sei ein „Verstoß gegen die Menschenwürde“.


Omega, der Betreiber des Spiels hatte gegen diese Entscheidung erfolglos geklagt.


Dem Beschluss des Europäischen Gerichtshof kann ich hier nur zustimmen. Vor einigen Jahren habe ich selbst ein ähnliches Spiel in Amerika gespielt. Meine Erfahrung war, dass man zunächst eine Hemmschwelle zu überschreiten hat, um auf andere zu schießen. Danach jedoch ist es umso einfacher und gewöhnlicher auf seine Mitspieler zu zielen, dieser Gedanke ist erschreckend.


Jesus sagt uns im Neuen Testament, dass Mordgedanken eine teuflische Charaktereigenschaft ist:


„Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben.“ (Johannes 8,44)



Quelle: NETZEITUNG.de

Kommentare

  1. ali

    andere gedanken zu unseren selbtmordkillern:
    Doch weniger als 24 Stunden später waren schon wieder die sonoren Beschwichtiger zu hören, die nie sonderliche Mühe haben, Phänomene verbal einzuordnen, um damit so etwas wie eine “Verstehensordnung” wieder herzustellen. “Gegen so etwas ist man nie völlig gefeit”, “niemand kann so etwas hundertprozentig ausschliessen” und ähnlich heissen die vertröstenden Allgemeinplätze.

    Sicher gut gemeint, aber leichtsinnig und gefährlich. Es setzt sich immer mehr ein Klima bei uns fest, das für die nachwachsenden Generationen, also unsere Kinder und Enkelkinder, Angst, Hass und Perspektivlosigkeit ausbrütet. Und dafür sind wir Eltern und Grosseltern in erster Linie verantwortlich. Nicht nur “die da oben”, sondern jeder von uns. Übrigens: Von dem Racheterror in Erfurt bis zu den Selbstmordattentaten in Palästina und Israel ist es nur ein kleiner Schritt. Niemand weiss zu sagen, ob es sich in Palästina mehr um religiösen Fanatismus oder um grenzenlose Wut und Perspektivlosigkeit handelt Es ist jedenfalls eine Mischung, die sich so oder ähnlich immer wieder auch bei uns zusammenbrauen kann. Mir scheinen drei Elemente mit verantwortlich dafür zu sein, dass immer häufiger alle Werte kippen und alle Hemmschwellen in sich zusammenfallen.

    Die Isolierung
    Die seelischen und geistigen Anfälligkeiten und Auffälligkeiten bei unseren Kindern und Jugendlichen nehmen zu. Sie beeinflussen auch die körperliche Gesundheit in starkem Masse. Dabei geht es der jungen Generation materiell besser als je zuvor. Was sie aber am meisten braucht, wird ihr oft vorenthalten: Angenommensein in intakten Familien, liebevolles Konflikttraining in einem Klima, wo man auch Fehler machen, versagen darf ohne Liebesentzug. Statt dessen sind die Kinder zu oft auf sich selbst gestellt und alleine gelassen. Nicht nur mit den Rätseln des Daseins, sondern bis hinein in die Tagesabläufe. Auch die Clique, die meist durch Alkohol, Nikotin und andere Drogen zusammengehalten wird, schafft hier keine Abhilfe, sondern vertieft im Grunde die Isolierung.

    Wie soll auch eine weithin kaputte und mit sich selbst nicht klar kommende Elterngeneration die Kinder auf das Leben vorbereiten? Wie sollen in der Eiseskälte egoistischer “Beziehungskisten” Wärme, Zuwendung und Anerkennung erfahren werden? So bleiben Kinder und Jugendliche auf sich selbst reduziert. Sie müssen mit dem Leistungsdruck alleine fertig werden. Schon in der Grundschule bedroht sie das Gespenst der Jugendarbeitslosigkeit und der diffuse Erwartungsdruck von allen Seiten. Nur selten können sie vertrauensvoll mit erfahrenen Menschen reden, sondern bleiben sich selbst überlassen. In einem Lebensabschnitt, in dem tragfähige Fundamente gebaut werden müssen, fühlen sich viele Kinder wie Treibholz auf dem Meer der Unwägbarkeiten.

    Die Brutalisierung
    Das Alleingelassensein führt auch dazu, dass viele Kinder ungehindert Zugang finden zu den Giftschränken eines modernen Haushaltes. Das sind die Fernsehgeräte, die Gewalt- und Pornovideos und die sogenannten “Killerspiele” am Computer. Warum nur bilden wir uns ein, das moralische Immunsystem unserer Kinder könne das verkraften und ausgleichen? Wir säen rohe Gewalt und wollen die Lieblichkeit von Rilke-Gedichten ernten. Wir trampeln auf den Seelen unserer Kinder herum und wundern uns, wenn Empfindsamkeit, Hilfsbereitschaft, Verständnis, Respekt, Gemeinsinn und alles, was Menschenwürde ausmacht, dabei verkrüppeln. In einer Welt, in der “Terminator” und “Eliminator” und ihre ganze verheerende, gewaltverherrlichende Brut die Helden abgeben, muss die Schwelle der Gewaltbereitschaft radikal sinken.

    Die Dämonisierung
    Und hier scheiden sich spätestens die Geister. Die bisherigen Überlegungen konnten für manchen nachdenklichen Leser zumindest ein Gesprächsbeitrag sein. Aber jetzt bewegen wir uns für viele auf zu dünnem Eis. Ganz anders ist das bei unseren Kindern. Ihnen sind das personifizierte Böse, Satan und seine Dämonen und Finsternisgestalten kein Problem. Einmal werden sie in der Fantasy-Welt ihrer Comics, Videos und Computerspiele voll in diese Richtung konditioniert. Und dann verschmelzen für immer mehr Jugendliche Fantasy und Wirklichkeit miteinander, und sie erfahren in handgreiflicher Weise die Macht des Dämonischen. Der Satanskult greift immer mehr um sich. Schwarze Messen und andere finstere Rituale breiten sich aus. Immer häufiger steht die Polizei vor unerklärlichen Fällen von Ritualmorden an Jugendlichen.

    Während wir Eltern und Grosseltern langsam und erfolgreich Gott aus unserem Leben ausbürgern, auch aus Kindergärten und Schulen, verschreiben sich immer mehr Kinder und Jugendliche okkulten Praktiken oder verkaufen ganz radikal ihre Seele dem Teufel. Das sind keine Spielchen, auf die man sich aus Langeweile einlässt. So mag es für manche beginnen. Aber es handelt sich um eine grauenhafte Wirklichkeit der unsichtbaren Welt, die sich gerade in den Ländern des materiellen Überflusses und der seelischen Mangelschäden ausbreitet. Wo der Glaube an den lebendigen Gott und an die erlösende Macht Jesu Christi auszieht, da ziehen in die Leerräume der Seele Aberglaube und der Satanskult ein. Zeitgenossen, die das leichthin abtun, sind entweder ahnungslos oder scheuen die Auseinandersetzungen mit den Wurzeln unserer Probleme. Sie haben auch das biblische Zeugnis und die Lebenswirklichkeit gegen sich.

    Biblische Werte
    Was wir brauchen, ist eine Rückkehr zu den biblischen Werten. Das bedeutet nicht weniger als eine Abwendung vom Verderben bringenden Zeitgeist, der Selbstverwirklichung und Egoismus fördert und unsere Kinder auf der Strecke bleiben lässt. Das bedeutet eine Hinwendung zum Glauben an den Schöpfer- und Erlösergott, eine Neuentdeckung der Familie und der örtlichen Gemeinde, damit sich unsere Kinder in einem Klima der echten Liebe und Zuwendung entfalten können. Ohne eine geistige und moralische Wende, ohne eine geistliche Erneuerung müssen wir damit rechnen, dass Erfurt nur ein Beispiel war und die Gräben immer tiefer werden. Und wir haben vielleicht am 22. September 2002 noch einmal eine Chance. Dies ist keine Wahlwerbung für eine Partei. Für welche auch? Es genügt auch nicht, Massnahmen gegen Gewalt in den Medien und die Geschäftemacherei mit Gewaltvideos und Internetangeboten zu ergreifen. Und es genügt auch nicht, die Familien zu fördern und den Religionsunterricht in den Schulen zu verbessern, obwohl das alles sein muss! Es ist allerhöchste Zeit, dass wir Männer und Frauen in die politische Verantwortung wählen, die die innere Grösse haben, sich vor Gott und seinen Geboten zu beugen. Wilfried Reuter

    Der Autor, Pfarrer Wilfried P. Reuter, ist Leiter des Geistlichen Rüstzentrums Krelingen (Lüneburger Heide).

  2. Styx

    Hmmm…

    Natürlich ist es für manche Menschen gräuelhaft, an einem solchen Spiel teilzunehmen, aber diese Personen können ihre Zeit ja anders, mit Teetrinken und Deckchen käkeln verbringen.

    Inwiefern geht es in dem Spiel denn ums töten? So wie es klingt ist der einzige Schnittpunkt zu einem Kriegsspiel doch der, dass die Lasergeräte gewehrartig aussehen. Der, auf den ich den Strahl richte, erhält einen Punkt. Jedes Völkerballspiel funktioniert nach diesem Prinzip, ob es jetzt Laserlicht oder ein Softball ist, macht dann doch keinen Unterschied mehr. Sicherlich gibt es Individuen, die darin einen Kick sehen oder eben das ganze verurteilen, aber reicht ein simples Spiel, das sogar, bis auf die Lichtstrahlen, gewaltfrei ist (oder prügelt man sich) um sich dermaßen aufzuregen?

    Ein solches Spiel als Menschenverachtend zu verurteilen halte ich für falsch. Menschenverachtende Gedanken können die Spieler haben, das Spiel selbst ist es sicherlich weniger.

    Nur ein paar Gedanken.

  3. hansi

    Lasershooten kein Tötungsspiel? Was denn dann…

    Für viele bleibt es zum Glück bei einem Spiel, manchen jedoch dient es als Trainingslager für den Ernstfall.

    Es gibt keine Sünde zum Spaß. Gott lehnt es ab, wir auch.

  4. Aniston

    Lasershooten

    Also das find ich allerdings um einiges übertrieben, ich habe es vor zwei jahren in belgien bei einem schüleraustausch gespielt und fand es durchaus lustig. ich hab keinen moment daran gedacht das ich jemanden’töten‘ muss, natürlich kann man sich in etwas hereinsteigern, doch lasershooten als tötungsspiel zu bezeichnen halte ich für übertrieben.
    es wäre keine typische freizeit beschäftigung für mich geworden aber hin u wieder wär das schon OK.

  5. ali

    morden ist keine spiel. denk an die vielen toten bei schulmassakern. robert steinhäuser lässt grüssen.
    ali
    wir sind stolz auf unsere schwester cassie.
        
      
         Polizei verhinderte Schulmassaker
    MARSHFIELD. Das geplante Schulmassaker eines 16-jährigen Buben im US-Bundesstaat Massachusetts ist im letzten Moment aufgeflogen. Der Festgenommene, so erklärte die Polizei, hätte acht Mitschüler und Lehrer ermorden wollen. Die Tat war für den sechsten Jahrestag der Tragödie an der Columbine High School in Colorado geplant gewesen. Dort hatten im April 1999 zwei Schüler Kollegen und Lehrer und anschließend sich selbst umgebracht. Der verhinderte Attentäter hatte schon detaillierte Pläne gemacht, welche Türen er an der Schule blockieren wollte, damit niemand fliehen könnte. Zudem wollte er Polizisten und Feuerwehrleute umbringen, die zu Hilfe geeilt wären.

    Cassie Bernall – eine echte Heldin

    Die 17-jährige Cassie Bernall wurde am 18. April 1999 Opfer eines Massakers an der High School von Littleton. Sie saß gerade in der Schulbibliothek, als die beiden Attentäter hereinstürmten. Einer von ihnen fragte: „Glaubt hier jemand an Gott?“ Cassie stand auf und sagte: „Ja!“ und kurz danach: „Gott liebt auch dich!“ Voller Hass schrie er: „Es gibt keinen Gott!“ und schoss ihr mitten ins Gesicht.

    Cassies Märtyrertod machte sie zu einer Heldin im ganzen Land. Sie war eine hingegebene Christin, die nicht nur darüber redete sondern sich dafür einsetzte. Sie half den Armen in ihrer Stadt, wollte Medizin studieren, spendete Haare für krebskranke Kinder.

    Sogar der damalige Präsident Bill Clinton äußerte sich über sie: „Ich hoffe, dass die Welt erkennt, dass sie eine Märtyrerin im höchsten und edelsten Sinn war. Sie trat für ihren Glauben ein und starb.“

    In einer Zeit in der viele Vorbilder und Helden keine moralische Aussagekraft mehr haben, strahlt ihr konsequentes Leben und ihr Sterben eine ganz besondere Kraft aus. Sie hatte ihr Leben ganz in die Hand Gottes gegeben. Sie vertraute darauf, dass seine Vorhaben auch für sie richtig waren. Ihr Vater war trotz ihres Todes voller Zuversicht: „Dieses tragische Unglück wird dem Teufel mit größerer Macht ins Gesicht geschleudert, als es unser tapferes Kind traf.“

    Ihr Bruder Chris fand ein Gedicht, das Cassie nur zwei Tage vor ihrem Tod schrieb:

    Now I have given up on everything else
    I have found it to be the only way
    To really know Christ and to experience
    The mighty power that brought him back to life again,
    And to find out what it means to suffer and to die with him.
    So, whatever it takes I will be one who lives
    In the fresh Newness of life of those who are
    Alive from dead.

    (Nun habe ich alles andere aufgegeben.
    Ich habe gemerkt, dass dies der einzige Weg ist
    Jesus wirklich kennen zu lernen und
    seine Macht zu erfahren, die ihn selbst vom Tod auferweckte,
    und zu sehen, was es bedeutet, mit ihm zu leiden und zu sterben.
    Darum, was immer es kostet möchte ich
    ein Mensch sein, der in der Frische des neuen Lebens lebt,
    wie jene, die vom Tod auferstanden sind.)

    Autor: Conrad Erschienen am 24.05.2004

                

      

      
      
      
      
      

      

      
      

  6. Pegasus

    Kann ich nicht verstehen

    Kann ich nicht verstehen. Was ist an so einem Spiel, zu welchem niemand gezwungen wird und jeder freiwillig daran teilnimt, denn so verkehrt? Wo wird hier die Menschenwürde (schwammiges Wort!) verletzt? Es ist im Grunde nichts anderes, als ein modernes Cowboy-und-Indianer-Spiel. Spiel ist Spiel, Realität ist etwas anderes. Aber dass Ihr den Leuten die Fähigkeit absprecht, zwischen Realität und Phantasie zu unterscheiden, überrascht mich nicht. Schließlich sollen die Menschen überall von Euch und Euresgleichen bevormundet werden. Wenn’s nach Euch ginge, würde man meine Lieblingsmusik verbieten. Sorry, aber nicht mit mir!!!

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