10. Dezember 1968 starb Karl Barth.

Barth ist der wohl bedeutendste evangelische Theologe des 20. Jahrhunderts. Seine eigene Gesinnung als Christ und Theologe forderte ihn zum Beispiel in den 1930er Jahren zum Handeln heraus, als er sich an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Bonn weigerte, die Vorlesungen so wie seine Professorenkollegen mit „Heil Hitler“ zu beginnen.

Und dann habe ich einen Brief geschrieben: Ich kann doch nicht eine Vorlesung über die Bergpredigt halten und vorher den Hitlergruß machen. Das wäre schlechter Geschmack, das geht eben nicht. (Deutschlandfunk.de)

Kommentare

  1. Karl Barth und Wundererzählungen
    Karl Barth, Paul Tillich und Rudolf Bultmann machen Urlaub am Zürichsee. Sie mieten sich ein Boot und fahren raus. Die Sonne brennt und sie kriegen Durst. „Ich geh mal ein Bier holen“, sagt Karl Barth, steigt aus dem Boot und läuft übers Wasser nach Zürich. Aber bald ist das Bier aus. Paul Tillich steigt aus dem Boot zurück und kommt bald mit einem Sixpack zurück. „Rudi, du bist dran!“ Rudolf Bultmann wird blass, steigt aber schließlich aus- und geht unter. Betroffen schaut Tillich Karl Barth an: „Wir hätten ihm doch sagen sollen, wo die Steine im Wasser sind!“ Darauf Karl Barth: „Welche Steine?“
    Was bringt der Witz zum Ausdruck? Es geht um den Umgang mit Wunder-Erzählungen. Für Bultmann gehören sie entmythologisiert, weil sie einer vergangenen Zeit angehören. Tillich versteht sie symbolisch und findet Steine. Aber Karl Barth hält unverdrossen an den Wundern fest.

  2. „Ja, die Weltlage ist dunkel“. „Nur ja die Ohren nicht hängen lassen! Nie! Denn es wird regiert, nicht in Moskau oder in Washington oder in Peking, sondern es wird regiert, und zwar hier auf Erden, aber ganz von oben, vom Himmel her. Gott sitzt im Regimente. Darum fürchte ich mich nicht“. Karl Barth 1968

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