Am 30. Mai 1778 starb der französische Philosoph und Schriftsteller Voltaire. Mit seinem umfangreichen literarischen Schaffen wurde er der bekannteste Vertreter der französischen Aufklärung. Der auch für seinen Haß auf Gott und die Bibel bekannte Mann war als geistige Autorität im Europa jener Jahre anerkannt. Als Freund Friedrichs des Großen war er 1750-53 Gast am Königshof und hatte gute Beziehungen zu Königen und Herrschern seiner Zeit. Als er 1778, nachdem er die Erfolgsleiter bis ganz oben erklommen hatte, seinen nahen Tod vor Augen hatte, packte ihn das blanke Entsetzen. Sein Todeskampf war so grausam, daß selbst die Ärzte nicht zuschauen konnten. Eine Krankenschwester, die ihn sterben sah, sagte später: „Für alles Geld Europas möchte ich keinen Ungläubigen mehr sterben sehen! Er schrie die ganze Nacht um Vergebung!” Einer der letzten Sätze Voltairs war: „Ich brenne! Jetzt komme ich in die Hölle.” Heute befindet sich in seinem Haus eine Bibeldruckerei! „Gott läßt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.„ (Gal. 6,7)
Der große Gott lenkte es später so, dass in Voltaires Druckerei Bibeln gedruckt wurden. Auch die Engländer Gibbon und Hume, ebenfalls Zeitgenossen Voltaires, versuchten, das Christentum auszurotten. Edward Gibbon verdiente durch seine Bücher viel Geld. Er konnte sich ein großes Landgut erwerben. Als er 1794 starb, wurde dieses Gut verkauft und der Erlös zur Verbreitung des Evangeliums verwandt. Als David Hume 1776 in Edinburgh starb, gab Gott dieser Stadt eine große Erweckung. Eine bedeutende Gesellschaft zur Verbreitung der Bibel wurde gegründet, und die erste Besprechung fand in dem Zimmer, in dem Hume gestorben war, statt. Wunderbar großer Gott! Die Bibel sagt von ihm: „Fürwahr, der Spötter spottet er“ (Sprüche 3,34). „Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet ihrer“ (Psalm 2,4).

1759 wurde vor der Sorbonne ein Büchlein verbrannt.
Veröffentlicht am Dezember 13, 2025
Es enthielt Äußerungen, die die Moral zersetzten. Äußerungen wie diese: Da ist ein Gerechter, der zugrunde geht in seiner Gerechtigkeit, und da ist ein Ungerechter, der lange lebt in seiner Bosheit. (Koh 7,15)
Der Autor des Buchs war François Marie Arouet. So hieß er, bevor er sich Voltaire nannte. Aber Voltaire war in Wahrheit nur der Herausgeber und Übersetzer. Denn das verbrannte Buch bestand weitgehend aus biblischen Sätzen, aus Sätzen des Buches Prediger oder mit hebräischen Namen Kohelet. In Paris wurde also ein Teil der Bibel mit der Begründung verbrannt, sie sei gegen Moral und Religion.
Als ich diese Geschichte zum ersten Mal hörte, dachte ich: Wie blöd kann man sein! Liest man aber die Urteilsbegründung des Gerichts, wird klar: Sie wussten genau, dass das Büchlein von Voltaire in Druck gegeben wurde, und sie wussten auch, dass es Ausschnitte aus dem Buch Kohelet waren. Umso verwunderlicher ist, dass sie es dennoch verbrennen ließen. Das Urteil gründet sich auf eine angeblich ungenaue und anstößige Übersetzung und die Zusammenstellung der Sätze sei in einem antireligiösen Geist erfolgt. Auf der Anklagebank saß also nicht Kohelet, der biblische Autor, auf der Anklagebank saß Voltaire, der Herausgeber und Übersetzer.
https://bibelkreismuenchende.wordpress.com/2025/12/13/1759-wurde-vor-der-sorbonne-ein-buchlein-verbrannt/
Eingentor. Nicht das einzige.