Im Namen unseres Herrn Jesus Christus, des lebendigen Wortes Gottes. Amen.
1. Als unser Herr und Meister Jesus Christus verkündete, der Weg, die Wahrheit und das Leben zu sein, wollte er, dass wir ihn als solchen annehmen und bekennen, bestätigt durch seine glorreiche Auferstehung von den Toten.
2. Da er der Weg ist, gehen wir in die Irre, wenn wir ihn ignorieren.
3. Da er die Wahrheit ist, sind wir tief getäuscht, wenn wir ihn verleugnen.
4. Da er das Leben ist, bleiben wir ohne ihn im Tod.
5. Es gibt nur einen allmächtigen Gott, dem alle Anbetung gebührt: den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.
6. Es gibt nur einen Mittler zwischen Gott und Mensch, Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott.
7. Ein Bethaus, wo zugleich zum dreieinigen Gott und zu anderen Göttern gebetet wird, ist kein „House of One“ , sondern eine Höhle vieler Dämonen, denn es ist keine Gemeinschaft zwischen Christus und Belial.
8. Eine Versammlung, wo sowohl zur Heiligen Dreifaltigkeit als auch zu einem anderen Gott gebetet wird, ist kein Platz für einen Christen, denn sie ist die Darbringung eines fremden Feuers an den Herrn.
9. Ein christliches Bethaus ist ein heiliger Ort zur Anbetung des Gottes, der in Jesus Christus Fleisch angenommen hat. Gegenstände aufzustellen, die zur Anbetung eines falschen Gottes verführen – geschweige denn, Bilder sexueller Unmoral innerhalb seiner Wände aufzuhängen – bedeutet, den Herrn, unseren Gott, zu versuchen.
— — Das Wesen der Kirche betreffend — —
10. Mit Jesus Christus ist das Himmelreich auf die Erde gekommen: Jesus ruft die ganze Welt, sei es Juden oder Heiden, dazu auf, ihn als den verheißenen Messias aufzunehmen und so der Herrschaft der Finsternis zu entkommen.
11. Gemeinschaft mit Gott ist weder Verdienst des Menschen, noch eine wertlose Ware. Sie ist Gnade, weil sie unwürdigen Sündern frei angeboten wird, und zugleich ist sie teuer, weil sie das Blut Christi gekostet hat und uns dazu führt, uns selbst zu verleugnen.
12. Das Reich der Himmel hat seine enge Tür offen, damit jeder eintreten kann – kein bußfertiger Sünder wird ausgeschlossen.
13. Die Kirche Jesu Christi heißt Männer und Frauen aller Altersgruppen und Nationen willkommen, die zu den Füßen Christi sitzen, in ihn hinein getauft werden, und seinen Leib und sein Blut empfangen wollen.
14. Die Kirche Jesu Christi preist Gott für die Vielfalt seiner Gaben in allen Sprachen und Ethnien des menschlichen Geschlechts, die durch die Taufe auf Jesus Christus in einer einzigen Familie vereint werden.
15. Die Kirche Jesu Christi heißt auch Arme, Einsame und Schwache willkommen, hinzuzukommen und sich am Liebesdienst der Gläubigen zu erfreuen – umsonst haben wir empfangen, umsonst geben wir.
16. Die Welt hat keinen Bedarf an eitler Unterhaltung und sollte sie auch nicht in einer Kirchgemeinde finden.
17. Was die Welt braucht, ist das Brot des Lebens und die Überführung des Heiligen Geistes, die sie in jeder Kirchgemeinde finden sollte.
18. Genauso wie Jesus umherzog, Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, so wird seine Kirche von seiner Liebe gedrängt, sowohl Barmherzigkeit unermüdlich zu üben als auch die Heilsbotschaft freimütig zu verkündigen.
19. Wenn die Kirche sich des Evangeliums schämt, kreuzigt sie Christus und vergeht mit der Welt; wenn die Kirche das Evangelium bezeugt, wird sie gemeinsam mit Christus gekreuzigt und rettet die Welt.
20. Die treue Kirche wird ständig nach dem Bild Christi reformiert; eine untreue Kirche verzerrt sich selbst in ihrem Versuch, Gott nach dem Bild des Menschen zu reformieren.
21. Die Kirche, die an Jesus als ihrem Haupt festhält, wird bestehen; sie ist der Leib Christi.
22. Eine Kirche, die Jesus verleugnet, trennt sich selbst vom Haupt; sie ist Staub und kehrt zum Staub zurück.
— — Das Evangelium betreffend — —
23. Am Karfreitag wurde Jesus Christus um unserer Übertretungen willen durchbohrt, indem er sich selbst Gott als Opfer an unserer Stelle dargebracht hat.
24. Am Ostersonntag ist Jesus Christus von den Toten auferstanden, triumphierend über Sünde, Tod und Teufel.
25. Wenn unsere Missetaten keine ewige Verdammnis mit sich brächten, oder wenn sie von unseren eigenen guten Werken kompensiert werden könnten, dann hieße dies, Jesus hätte sein Blut vergeblich vergossen.
26. Es geschieht durch den Glauben an Jesus Christus, nicht durch eigene Verdienste, dass wir, ehemalige Kinder des Ungehorsams, mit Gott versöhnt werden und Zugang zu seiner Gnade erlangen.
27. Es geschieht durch den Glauben an Jesus Christus, dass wir mit Freimütigkeit zum Thron Gottes hinzutreten und unsere Sünden bekennen, denn das Blut Christi ist genug, all unsere Übertretungen zuzudecken.
28. Es geschieht durch den Glauben an Jesus Christus, dass wir danach ringen, unsere bösen Lüste zu töten, denn uns ist alles geschenkt worden, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient.
29. Es geschieht durch den Glauben an Jesus Christus, dass wir jeglicher Versuchung widerstehen, unseren Herrn zu verleugnen. Wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so erwartet uns ein schreckliches Gericht.
30. Das Wort vom Kreuz lehrt uns, dass im Tod das Leben verborgen ist: die, die gemeinsam mit Christus gekreuzigt werden, werden das Leben finden.
31. Das Wort vom Kreuz lehrt uns, dass in der Demut die Herrlichkeit verborgen ist: die, die sich selbst vor Gott demütigen, werden erhöht werden.
32. Das Wort vom Kreuz lehrt uns, dass in der Knechtschaft die Freiheit verborgen ist: die, die um Christi willen Sklaven werden, werden wahrlich frei sein.
33. Das Wort vom Kreuz lehrt uns, dass in der Ausgrenzung das Privileg verborgen ist: die, die gemeinsam mit dem gekreuzigten König ausgegrenzt werden, werden in der kommenden Stadt privilegiert sein.
34. Das Wort vom Kreuz lehrt uns, dass in der Beschuldigung die Gerechtigkeit verborgen ist: die, die um Christi willen von dieser Welt gerichtet werden, werden Gerechtigkeit finden.
35. Das Wort vom Kreuz lehrt uns, dass im Konflikt der Friede verborgen ist: die, die ihrem Haupt Christus durch Leiden, Tod und Hölle nachfolgen, werden Frieden finden.
— — Die Autorität der Heiligen Schrift betreffend — —
36. Dem, der sich für klug hält, sind die Geheimnisse Gottes verborgen, sodass die Botschaft des Kreuzes ihm als Torheit erscheint.
37. Dem, der wie ein Kind zu Jesu Füßen sitzt, werden die Schätze Gottes offenbart, sodass er fähig wird, das Geheimnis des Kreuzes zu erkennen, obwohl er sich für einen Unverständigen hält.
38. Wenn die Vernunft vom Glauben geleitet wird, wird sie von Gott gebraucht, um unser Herz von teuflischer Irreführung zu reinigen, indem wir über die göttliche Offenbarung nachsinnen.
39. Wenn die Vernunft vom Unglauben geleitet wird, wird sie vom Satan gebraucht, um unser Herz zu verfinstern, indem er Zweifel über die Aussagen Gottes sät.
40. Gott hat vielfach durch seine Propheten gesprochen und sein Wort erfüllt; der Sohn Gottes hat seinen Tod und seine Auferstehung angekündigt und erfüllt; der Geist Gottes hat die Kirche bewahrt nach seinem Wort. Es ist unmöglich, dass Gott lügt.
41. Die Kraft Gottes wird offenbar gemacht, sowohl in der regelmäßigen Weise, wie er über die Natur herrscht, als auch in den außerordentlichen Ereignissen, in denen er die natürliche Ordnung transzendiert, um seine Herrlichkeit darzustellen.
42. Wir können nicht erklären, wie das israelitische Volk durch wunderbare Zeichen befreit wurde, aber viele haben es gesehen; wir können nicht erklären, wie der Herr Jesus am dritten Tag auferstanden ist, aber viele haben es gesehen; wir können nicht erklären, wie der Herr Jesus wiederkommen und sein ewiges Reich etablieren wird, aber alle werden es gewisslich sehen.
43. Ebenso wie die Gerechtigkeit und Gnade Gottes ewig sind, so bleiben seine Gebote und Zusagen heute noch gültig wie an dem Tag, an dem sie offenbart wurden. Nur Gott hat die Autorität, diese zu ersetzen gemäß der Entfaltung der Heilsgeschichte.
44. Die Heilige Schrift ist das schriftliche Wort Gottes. Wir können dieses nicht von ihr unterscheiden, denn Gott hat durch seine Boten gesprochen.
45. Die Heilige Schrift wurde nicht aus menschlichem Willen hervorgebracht, sondern aus dem Willen Gottes, sodass heilige Menschen, von ihm getrieben, geredet haben. Deshalb ist sie völlig zuverlässig und hat eine bindende Autorität über unser Gewissen.
46. Die Heilige Schrift wurde mit prophetischer und apostolischer Vollmacht geschrieben. Ihr Zeugnis zu verleugnen bedeutet, Gott zum Lügner zu machen.
47. Die Heilige Schrift muss mit Ehrfurcht und Unterordnung gegenüber Christus ausgelegt werden, nicht als bloße Fabeln oder nur historische Berichte.
48. Die Heilige Schrift ist und bleibt die einzige unfehlbare Norm, an der die Lehre und das Verhalten der Kirche gemessen wird.
49. Wenn die Kirche nicht auf dem Wort Gottes fest gegründet ist, ist sie nicht mehr der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit.
50. Ein Jesus, der nicht vom Himmel kam, kann uns kein ewiges Leben geben.
51. Ein Jesus, der von den Toten nicht auferstanden ist, kann uns am letzten Tag nicht auferwecken.
52. Wer nicht an die Wiederkunft Jesu Christi glaubt, hat alle Hoffnung aufgegeben.
53. Wer die jungfräuliche Geburt Jesu Christi, seine leibliche Auferstehung oder seine zukünftige Wiederkunft öffentlich leugnet, predigt ein anderes Evangelium und verfällt somit nach apostolischem Zeugnis unter einen Fluch.
54. Es ist die heilige Aufgabe aller ordinierten Geistlichen, den Glauben an Jesus Christus rein zu verkündigen: wie er in der Heiligen Schrift offenbart, in den christlichen Credos erläutert und in den Bekenntnissen ihrer Kirche bezeugt wird. Wer dies gelobt, und doch willentlich von der Kanzel andersartig lehrt, begeht falsches Zeugnis und erweist sich als unglaubwürdig.
— — Das Wort und die Sakramente betreffend — —
55. Keine andere Botschaft ist würdig, von der Kanzel gepredigt zu werden, als das Wort Gottes; keine andere Gabe ist würdig, am Tisch des Herrn dargeboten zu werden, als der Leib und das Blut Christi.
56. Die Schafe Christi hungern nach seinem Wort, nicht nach parteipolitischen Reden von Menschen.
57. Es ist die treue Auslegung des Wortes Gottes, die uns Christen befähigt, Recht zu tun, Liebe zu üben und demütig mit unserem Gott zu wandeln.
58. So wie der Name der Heiligen Dreifaltigkeit und der Leib und das Blut Christi höchsten Respekt verdienen, so sollen auch die Sakramente mit der gebotenen Ehrfurcht dargereicht werden.
59. Das Gebot, zu taufen, darf nicht getrennt werden von dem Gebot, zu lehren, alles zu halten, was der Herr uns befohlen hat.
60. Die mit der heiligen Taufe verbundenen Heilszusagen über einen offensichtlichen Ungläubigen auszusprechen, nur um eines innerweltlichen Vorteils willen, ist Missbrauch des dreifach heiligen Namens.
61. Kinder zu taufen, ohne nach bestem Gewissen zu gewährleisten, dass sie auf den Wegen des Herrn erzogen werden, ist ein verantwortungsloser Umgang mit ihrem Seelenheil und ein Missbrauch des Sakraments.
62. Die Empfindlichkeiten des Zeitgeistes spielen keine Rolle bei der Verkündigung des Namens des Vaters, des Sohnes, und des Heiligen Geistes, insbesondere während der heiligen Taufe. Es ist weitaus verheerender, das Sakrament ungültig zu machen, als einige Zuhörer zu stören.
63. Wenn jemand sein Vertrauen nicht in Christus gesetzt und sich seiner Herrschaft nicht ergeben hat, was kann er dann bei einer Konfirmation bekennen?
64. Christus ist bei jeder stiftungsgemäßen Feier des heiligen Abendmahls ebenso gegenwärtig wie in der Nacht, in der er verraten wurde, in der er es einsetzte und uns seinen eigenen Leib und sein eigenes Blut anbot.
65. Wenn wir nicht glauben, dass wir am Abendmahl an Christus selbst teilhaben, ist unsere Versammlung vergeblich und unsere Teilnahme daran nutzlos.
66. Ungetaufte sollen nicht eingeladen werden, am heiligen Abendmahl teilzunehmen, da sie den Leib des Herrn nicht unterscheiden können; stattdessen sollten sie aufgerufen werden, Buße zu tun und sich taufen zu lassen zur Vergebung ihrer Sünden.
67. Unbußfertige Christen sollen gewarnt werden, nicht am heiligen Abendmahl teilzunehmen, denn wer den Leib des Herrn nicht achtet, der isst und trinkt sich selbst zum Gericht.
— — Die menschliche Natur betreffend — —
68. Jeder Mensch trägt das Bild Gottes als entweder Mann oder Frau.
69. Jedes menschliche Herz ist geplagt von betrügerischen Begierden, die uns dazu bringen, das Böse zu lieben und zu suchen.
70. Weder ein ungeborener noch ein todesnaher Zustand entfernen das Bild Gottes von uns Menschen, sodass uns unser gebührender Schutz vorenthalten oder unsere Tötung gerechtfertigt werden könnte.
71. Menschen mit Störungen der Geschlechtsentwicklung sind immer noch in der von Gott bestimmten Gestaltung der Menschheit als Mann und Frau eingeschlossen. Deshalb ist es für uns Menschen sowohl heilsam als auch geboten, uns mit unserem gegebenen biologischen Geschlecht zu identifizieren, soweit es erkannt werden kann.
72. Die Kirche sollte denen Liebe erweisen, die unter Identitätsstörungen leiden, indem sie sie daran erinnert, dass sie wunderbar von Gott gemacht worden sind. So hilft sie ihnen, sich mit ihrem Körper als Geschenk Gottes zu versöhnen.
73. Im Einklang mit dem Befehl und dem Segen Gottes, fruchtbar zu sein und uns zu mehren als Menschen, steht einem Mann und einer Frau frei, einen öffentlichen, lebenslangen Bund zu schließen, durch den sie ein Fleisch werden. Nur diese Art von körperlicher Vereinigung kann rechtmäßig als Ehe bezeichnet werden.
74. Ehe und Enthaltsamkeit sind die zwei Pfade eines keuschen Lebens. Beide sind Gott wohlgefällige Lebensweisen, deren größtes Vorbild der Herr Jesus selbst ist, der im Zölibat lebte und dennoch der Bräutigam der Kirche ist.
75. Ausnahmslos ist der Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe eine schwere Sünde, die den menschlichen Körper verunreinigt.
76. Die Kirche sollte denen Liebe erweisen, die unter gleichgeschlechtlicher Anziehung leiden, indem sie sie in ihrer Suche nach Keuschheit stärkt und mit tiefen Freundschaften umgibt.
77. Begierde ist Begierde; Liebe ist Liebe.
78. Begierde nimmt für sich selbst; Liebe gibt sich selbst.
79. Begierde idealisiert sexuelles Vergnügen und strebt ihm nach; Liebe verpflichtet sich zu einem Bund, innerhalb dessen eine sexuelle Vereinigung verantwortungsvoll genossen werden kann.
80. Begierde ergreift den Ehepartner des Nächsten; Liebe ehrt den Bund des Nächsten.
81. Begierde führt Männer und Frauen dazu, den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen zu vertauschen; Liebe befähigt Männer und Frauen dazu, Genusssucht gegen Keuschheit einzutauschen.
82. Es war gerecht von Gott, uns Menschen unseren bösen Lüsten preiszugeben, weil die ganze Menschheit seine Gaben, und nicht ihn, für die Quelle alles Guten erachtet hat. Dennoch ist er barmherzig, uns durch seine Kraft von unseren Begierden zu befreien, wenn wir nur auf seine Stimme hören und zu ihm umkehren.
83. Der Bund einer widernatürlichen sexuellen Vereinigung wird vom Herrn verdammt; wer ihn segnet, begeht Verrat, indem er sich über das göttliche Gesetz erhebt.
— — Die weltlichen Obrigkeiten betreffend — —
84. Da Christus alle Macht im Himmel und auf Erden erhalten hat, unterwerfen wir Christen uns den gegenwärtigen weltlichen Obrigkeiten als von ihm eingesetzte Diener. Aber aus demselben Grund müssen wir Christen Gott mehr gehorchen als den Menschen, wenn die weltlichen Obrigkeiten von uns verlangen, gegen unser Gewissen zu handeln.
85. Solange es Armut und Unrecht auf dieser Welt gibt, ist es unsere Pflicht als Christen, den Bedürftigen Erbarmen zu erweisen und die Schwachen zu beschützen, als wären sie Jesus selbst, unabhängig davon, ob die Zivilbehörden uns loben oder verurteilen.
86. Die Kirche wird in der Gesellschaft relevant sein, wenn sie dem Wort des Kreuzes folgt, aber sie wird unbrauchbar für Gott sein, wenn sie der Welt folgt.
87. Es ist die Pflicht der Kirche, die Regierung und alle Nächsten daran zu erinnern, dass es einen unsterblichen, allmächtigen und allein weisen Herrscher gibt: den dreieinen Gott. Er liebt das Recht, wie die Heilige Schrift oft sagt, und er bestraft die Übertretung seiner guten Gebote.
88. Es ist nicht die Aufgabe der Regierung, sondern des Geistes Gottes, in das Gewissen des Einzelnen zu sprechen und ihn des Bösen zu überführen; es ist nicht die Aufgabe der Kirche, sondern der Regierung, Strafjustiz zu üben, um der Immoralität zu widerstehen.
89. Es ist Aufgabe der Kirche, sowohl mit der Regierung zusammenzuarbeiten, wenn diese die ihr von Gott übertragenen Pflichten erfüllen will, als auch der Regierung als Märtyrer Widerstand zu leisten, wenn diese das Böse vorantreiben will.
90. Es ist nicht die Aufgabe der Kirche, Einfluss auf die Wahl oder Absetzung der gegenwärtigen weltlichen Obrigkeiten zu nehmen; es ist nicht die Aufgabe der weltlichen Obrigkeiten, Einfluss auf die Wahl oder Absetzung der Hirten der Kirche zu nehmen.
91. Die Lehre der Kirche unterliegt dem Wort Gottes, nicht den Dekreten der Regierung oder dem Konsens der Kultur.
92. Die Sakramente der Kirche werden gemäß dem Willen Gottes verwaltet, nicht gemäß der Laune der Menschen.
93. Die Hoffnung der Kirche ruht auf den unabänderlichen Versprechen Gottes, nicht auf den Vorhersagen, Drohungen oder Ambitionen des Zeitgeistes.
94. Es ist nicht die Furcht vor den Prognosen, sondern die Furcht Gottes, die uns Christen dazu führen wird, die Weisheit zu erlangen, die wir für eine richtige Bewahrung und Beherrschung der Schöpfung benötigen.
95. Die Botschaft, die die Welt zum Zittern bringen sollte, die kritischer als jede Naturkatastrophe ist und die die Kirche verkündigen muss, ist, dass es trotz der Zerbrochenheit unserer Welt eine feste und sichere Hoffnung gibt: das unausweichliche Kommen des Königs der Könige, der die Lebenden und die Toten richten wird, und dessen Herrschaft kein Ende sein wird.
Soli Deo gloria
(Pastor Dr. Stefan Felber, Rev. Joshua Tomalin, Jorge Monsalve) https://crossbearers.eu/de/95-theses/

Lieber Bruder oder Liebe Schwester,
Ich freue mich über die Wertschätzung unserer 95 Thesen. Wir würden uns freuen, wenn Sie einen Link zur ursprünglichen Webseite einfügen würden.
http://crossbearers.eu/de/95-theses
Danke für den Hinweis.