Israels Leidensweg durch zwei Jahrtausende:

– 70 Zerstörung Jerusalems (1100 000 Juden getötet, 97000 kamen in Gefangenschaft).

– 115-117 Die Aufstände der Juden in Mesopotamien, Ägypten, Kyrene und Cypern Quden und Römer verüben in den blutigen Kämpfen unglaubliche Grausamkeiten aneinander, Hunderttausende von Menschen werden ermordet).

-132-135 Der große Aufstand der Juden in Palästinaunter Bar Kochba, der sich als Messias ausgab (500000 Juden getötet; Tausende von Gefangenen als Sklaven verkauft).

– 135 Beginn der Verfolgung der Juden durch den Kaiser Hadrian. (Jerusalem wird als heidnische Stadt wieder aufgebaut; auf dem Tempelberg entsteht ein Jupitertempel; auf dem Golgathahügel wird ein Venustempel errichtet. Den Juden wird das Betreten der heiligen Stadt bei Todesstrafe verboten. Die Beschneidung, das Lesen des Gesetzes, das Essen des ungesäuerten Brotes und das Halten der Festbräuche wird mit dem Tode bestraft.)

– 315 Konstantin der Große erläßt Gesetze gegen die Juden.

 – 379-395 Theodosius der Große schließt die Juden von

allen Ämtern und Ehrenstellen aus und erläßt ein Gesetz, das Zerstörung ihrer Synagogen erlaubt, wenn damit religiöse Zwecke verbunden seien.

– 613 Judenverfolgung in Spanien. (Alle Juden, die sich nicht taufen ließen, mußten das Land verlassen. Wenige Jahre später wurden die zurückgebliebenen Juden ihres Vermögens beraubt, zu Sklaven erklärt und an christliche Herren verschenkt. Alle jüdischen Kinder von sieben Jahren an wurden den Eltern weggenommen und Christen zur Erziehung übergeben.)

– 1096 Blutige Judenverfolgungen in Deutschland bei Beginn des ersten Kreuzzuges. (Verkommene Ritter und Abenteurer bekämpften mit beutelustigen Scharen die Juden, »als die

nächsten Christenfeinde«. Es kam zu greulichen Schandtaten an Mosel und Rhein, in Regensburg und Prag; allein in den rheinischen Städten sollen 12000 Juden getötet worden sein.)

 – 1121 Vertreibung der Juden aus Flandern; sie sollen solange nicht geduldet werden, bis sie ihre Schuld am Tod Jesu gesühnt hätten.

– 1130 Den Juden in London wird eine Geldbuße von eineinhalb Millionen Mark auferlegt, weil sie angeblich einen kranken Mann getötet hatten.

– 1146-1147 Neue Judenverfolgungen in Deutschland bei Beginn des zweiten Kreuzzuges. Der französisehe Mönch Rudolf ruft dazu auf, den Kreuzzug mit der Ausrottung der Juden zu beginnen. Nur durch das entschlossene Eingreifen des Kaisers Konrad (Nürnberg und einige Festungen der kaiserlichen Erblande werden zu Zufluchtsstätten erklärt), des Erzbischofs Arnold von Köln, des Erzbischofs von Mainz und des bekannten Abts Bernhard von Clairveaux nehmen die Greuel nicht das Ausmaß an wie bei dem ersten Kreuzzug.

– 1181 Der französische König Philipp August weist alle Juden binnen drei Monaten aus seinem Gebiet aus. All e beweglichen Güter dürfen verkauft werden, während die unbewegliche Habe dem König verfällt. Nach siebzehn Jahren holt der König die Juden zurück.

– 1189 Bei der Krönung von Richard Löwenherz in

London bricht ganz unerwartet ein Verfolgungssturm gegen die Juden los. Die meisten jüdischen Häuser in London werden verbrannt, und viele Juden kommen ums Leben.

– In den folgenden Jahren werden in vielen Städten Englands die Juden beraubt und ermordet. – Es galt der Grundsatz, daß alles Eigentum der Juden dem König gehöre: Richards Nachfolger nahm den Juden in neun Jahren fast achteinhalb Millionen Mark ab.

-1215 Das IV. Lateran-Konzil (Lateran = Wohnsitz der Päpste, ehe sie 1378 in den Vatikan übersiedelten) beschließt Bestimmungen gegen die Juden.

– 1290 Eduard I. vertreibt die Juden aus England. Das bewegliche Eigentum darf mitgenommen werden. 16000 Juden verlassen das Land.

– 1298 Judenverfolgungen in Franken, Bayern und Österreich. Im fränkischen Städtchen Röttingen bricht der Sturm los, weil die Juden angeblich eine Hostie geschändet hatten. Der Edelmann Rindfleisch behauptete, von Gott den Auftrag erhalten zu haben, die Juden vom Erdboden zu vertilgen. Insgesamt wurden über 140 jüdische Gemeinden zerstört, und mehr als 100000 Juden kamen ums Leben.

– 1306 König Philipp der Schöne vertreibt die Juden  aus Frankreich (fast 100000 Juden verlassen mittellos das Land).

– 1320 In Frankreich sammeln sich 40000 Hirten zu einem »Hirtenkreuzzug« nach Palästina. Statt zum Kreuzzug kommt es unter dem Einfluß von Verbrechern und Landstreichern zu Raub und Plünderungen. 120 jüdische Gemeinden werden vernichtet.

– 1321 Die Juden werden beschuldigt, Aussätzige angestiftet zu haben, die Brunnen und Flüsse in der französischen Landschaft Guienne vergiftet zu haben. 5000 Juden sollen deshalb den Feuertod erlitten haben.

 – 1348 Judenverfolgungen in Europa, vor allem in Deutschland. Den Juden wird die Schuld an der Pest zugeschoben. Furchtbare Greuel: In Straßburg 2000 luden verbrannt; in Mainz fast 6000 Juden ermordet; in Erfurt 3000 Juden umgebracht. In Worms verbrannten sich 400 Juden selbst in ihren Häusern.

– 1370 Einige Juden in Brabant werden beschuldigt, eine Hostie geschändet zu haben. Die Angeklagten werden lebendig verbrannt und alle Juden aus Flandern verwiesen. Zum Andenken daran feiert die christliche Bevölkerung alle fünfzehn Jahre ein Fest, das zuletzt 1820 stattgefunden hat.

– 1391 Judenverfolgungen in Spanien. In Sevilla und in über 70 jüdischen Gemeinden kommt es zu grauenhaften Metzeleien.

– 1394 Die dritte Vertreibung der Juden aus Frankreich. Sie durften ihre Habe mitnehmen, und wanderten hauptsächlich nach Deutschland und Italien aus.

– 1453 Der Franziskanermönch Capistrano setzt in Polen beim König durch, daß den Juden die Vorrechte genommen werden, die sie mißbraucht hatten.

– 1478 Die Inquisition nimmt den Kampf gegen die Juden in Spanien auf.

– 1492 Vertreibung der Juden aus Spanien (etwa 300000 Juden verlassen mittellos Spanien).

 – 1497 Vertreibung der Juden aus Portugal. (Auf Druck des spanischen Königs sollten alle Juden, die nicht zur katholischen Kirche übertraten, binnen Jahresfrist das Land verlassen.

Da der portugiesische König Manuel die Juden gerne behalten hätte, kam es zu zwangsweisen Taufen. 20000 Juden wollten auswandern: Ein großer Teil wurde durch Hinterlist daran gehindert und nach Ablauf der Frist zu Sklaven erklärt.)

– 1516 Erstes Ghetto in Venedig.

– 1540 Juden werden aus Neapel vertrieben. Zehn Jahre später aus Genua und Venedig.

– 1593 Papst Klemens VIII. verbannt die Juden aus dem Kirchenstaat. Nur in Rom, Ancona und Avignon werden sie geduldet. Wo die Juden sonst auf päpstlichem Gebiet angetroffen werden, macht man sie zu Galeerensträflingen.

– 1794 Juden werden in Rußland in besonderen Gebieten zusammengedrängt. Unter Alexander I. (1825-1855) weitere Einschränkungen. Die Juden werden zu einem fünfundzwanzigjährigen Militärdienst gepreßt. Hunderttausende verlassen das Land.

– 1846-1878 ist Pius IX. Papst. Während dieser Zeit werden im Kirchenstaat alle früheren Ausnahmegesetze gegen die Juden wieder eingeführt.

– 1881 Neue Verfolgungswelle in Rußland. 1882 besondere Gesetze gegen die Juden. Auswanderungen der Juden nach Amerika. (In 25 Jahren verlassen 3 Millionen Juden Osteuropa.)

– 1903-1905 werden die Juden in Rußland neuerlich bedrängt. Zahlreiche Juden werden getötet und Hunderttausende geraten ins Elend.

– 1933 Beginn der Judenverfolgung in Deutschland. Juden werden durch Beamtengesetz ausgeschaltet. 1. April allgemeiner Judenboykott. –

– 1935 Rassengesetze verbieten Ehe zwischen Juden und Ariern. – 9./10. November 1938 Kristallnacht. Zerstörung der Synagogen, jüdischer Geschäfte und Wohnungen durch SA und SS. Den Juden wird eine Sondersteuer von 1 Milliarde DM auferlegt. Ausschaltung der Juden aus dem wirtschaftlichen und sozialen Leben. Judenstern, Massenauswanderungen von mehr als 300000 Juden.

– 1941 Beginn der Vernichtung der Juden im Osten durch Einsatzgruppen der SS und der SA. Die Zahl der Opfer schwankt zwischen 4 und 5,97 Millionen.

14. Mai 1948 Gründung des Staates Israel.

(nach: Die Tenne 7/1963)

Kommentare

  1. Ursula Klingbeil

    Es gibt keine Worte, die ausdrücken können die Grausamkeit und das Teuflische der Menschheit. Was sich Menschen untereinander aus Hass und Neid und in erster Linie aus Machtgier antun, wird sich niemals ändern.
    Im Kleinen wie im Großen !!!!
    Und alle benutzen den Schöpfer als Motivation . Jede Religion hat ihren eigenen Namen für ihn und benutzt ihn als Vorwand, Menschen zu töten. Es tut weh zu wissen , dass erst mit dem Untergang der Menschheit Frieden herrschen wird!

  2. Thomas

    Und nun ist es für immer vorbei und Israel, wird nie wieder besiegt
    werden ,ganz im Gegenteil, laut Sacharja 12 ,werden alle Angreifer
    besiegt werden und das auch völlig unabhängig ,von so manchem,
    evangelikalen ,falschen Propheten. Da sieht es schon in dummdreist
    Westeuropa, demnächst ganz anders aus.

    • ali

      Warum wird seit Jahren muslimischer Antisemitismus geduldet?
      In zahlreichen deutschen Städten entlud sich an diesem Samstag blanker Judenhass, notdürftig als Kritik an der israelischen Politik im Nahostkonflikt maskiert. Tausende Menschen gingen auf die Strasse, um dem Staat Israel den Untergang zu wünschen, Juden als Kindermörder zu beschimpfen, israelische Flaggen zu verbrennen. NZZ
      Frank-Walter Steinmeier sagte nach den antisemitischen Ausschreitungen in Gelsenkirchen in der vergangenen Woche: «Judenhass – ganz gleich, von wem – wollen und werden wir in unserem Land nicht dulden.» Wahr ist leider das Gegenteil. Judenhass wird in Deutschland geduldet – sofern Migranten ihn praktizieren. Es ist kaum 90 Jahre her, als man unseren jüdischen Mitbürgern die Ehre, die Würde, das Recht, das Eigentum und zuletzt auch das Leben genommen hat !
      Ich schäme mich für die Feigheit unserer Politiker – für ihre verlogenen Sonntagsreden – und ja, wir sind wieder auf dem Weg zur Kristallnacht – diesmal als Zuschauer eines islamistischen Mobs – aber wieder genauso schuldig daran!
      Das linke politische Personal gibt sich bedeckt, vermutlich weil zuerst die klammheimliche Freude über die antijüdischen Proteste ausgekostet werden muss. Es gibt ja eine lang zurückreichende Verbindung zwischen Linksextremen und palästinensischen Extremisten. Diese Beziehung beeinflusst das politische Spektrum aller linken politischen Parteien und Bewegungen in Deutschland bis heute. Die Grünen ausdrücklich eingeschlossen. Deshalb reicht es bei den meisten Vertretern dieser Parteien und Bewegungen auch nur zu einer allgemeinen Verurteilung von Gewalt und Antisemitismus, aber nicht zu einer deutlichen Verurteilung von Hamas, Iran und der palästinensischen politischen Führung bei den Raketenangriffen und zu einer pro-israelischen Stellungnahme.
      Die sog. “Antifaschisten” schweigen immer, wenn die Gewalt von Sozialisten ausgeht. Dieser Laden ist der grösste Diktatorenklub der Geschichte: Robert Mugabe in Simbabwe , Zuma in Südafrika, Palästinensische Volksfront, Fatah Bewegung, Maduro in Venezuela. Wo “Antifaschistischen” regieren, da ist Unterdrückung und Elend nicht weit. Kein Wunder drückt man bei den Palästinensischen Genossen jetzt ein Auge zu. Naiv war der Glaube, dass die 1 Million Flüchtlinge 2015 ihren Hass auf Israel mit Betreten Deutschlands ablegen würden. Die Probleme sieht man heute.Warum wird seit Jahren muslimischer Antisemitismus geduldet?
      In zahlreichen deutschen Städten entlud sich an diesem Samstag blanker Judenhass, notdürftig als Kritik an der israelischen Politik im Nahostkonflikt maskiert. Tausende Menschen gingen auf die Strasse, um dem Staat Israel den Untergang zu wünschen, Juden als Kindermörder zu beschimpfen, israelische Flaggen zu verbrennen. NZZ
      Frank-Walter Steinmeier sagte nach den antisemitischen Ausschreitungen in Gelsenkirchen in der vergangenen Woche: «Judenhass – ganz gleich, von wem – wollen und werden wir in unserem Land nicht dulden.» Wahr ist leider das Gegenteil. Judenhass wird in Deutschland geduldet – sofern Migranten ihn praktizieren. Es ist kaum 90 Jahre her, als man unseren jüdischen Mitbürgern die Ehre, die Würde, das Recht, das Eigentum und zuletzt auch das Leben genommen hat !
      Ich schäme mich für die Feigheit unserer Politiker – für ihre verlogenen Sonntagsreden – und ja, wir sind wieder auf dem Weg zur Kristallnacht – diesmal als Zuschauer eines islamistischen Mobs – aber wieder genauso schuldig daran!
      Das linke politische Personal gibt sich bedeckt, vermutlich weil zuerst die klammheimliche Freude über die antijüdischen Proteste ausgekostet werden muss. Es gibt ja eine lang zurückreichende Verbindung zwischen Linksextremen und palästinensischen Extremisten. Diese Beziehung beeinflusst das politische Spektrum aller linken politischen Parteien und Bewegungen in Deutschland bis heute. Die Grünen ausdrücklich eingeschlossen. Deshalb reicht es bei den meisten Vertretern dieser Parteien und Bewegungen auch nur zu einer allgemeinen Verurteilung von Gewalt und Antisemitismus, aber nicht zu einer deutlichen Verurteilung von Hamas, Iran und der palästinensischen politischen Führung bei den Raketenangriffen und zu einer pro-israelischen Stellungnahme.
      Die sog. “Antifaschisten” schweigen immer, wenn die Gewalt von Sozialisten ausgeht. Dieser Laden ist der grösste Diktatorenklub der Geschichte: Robert Mugabe in Simbabwe , Zuma in Südafrika, Palästinensische Volksfront, Fatah Bewegung, Maduro in Venezuela. Wo “Antifaschistischen” regieren, da ist Unterdrückung und Elend nicht weit. Kein Wunder drückt man bei den Palästinensischen Genossen jetzt ein Auge zu. Naiv war der Glaube, dass die 1 Million Flüchtlinge 2015 ihren Hass auf Israel mit Betreten Deutschlands ablegen würden. Die Probleme sieht man heute.

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