Richard Dawkins nähert sich etwas dem Glauben an Gott.

Absolute und für uns wichtige Wert- und Moralvorstellungen, also Werte und moralisches Verhalten, das für alle Menschen verpflichtend ist, lassen sich ohne Rückgriff auf die Existenz eines Absoluten, also die Existenz Gottes, nicht begründen.
Die Gesellschaft braucht ein religiöses Fundament. Davon ist der ehemalige PDS-Vorsitzende und Berliner Wirtschaftssenator Gregor Gysi überzeugt. Auch als „Nichtgläubiger fürchte ich eine gottlose Gesellschaft”, sagte Gysi in der Evangelischen Akademie Tutzing. Auch Richard Dawkins hat jetzt eingesehen, dass die Menschen ohne Glauben nicht besser werden, sondern schlechter. Im Oktober 2019 hat Dawkins gegenüber der Zeitung The Times davor gewarnt, das Christentum abzuschaffen, weil die Menschen dann zu dem Schluss kommen könnten, dass alles erlaubt sei. Sie könnten eher Böses tun, weil sie nicht mehr davon überzeugt seien, dass Gott sie sehe. Aus ähnlichen Gründen würden Videokameras installiert, um Ladendiebstähle zu verhindern. Dawkins ist mit dieser Feststellung allerdings nicht glücklich. „Ich hasse diese Vorstellung. Ich möchte glauben, dass die Menschen besser sind“, schreibt er in seinem neuesten Buch „Outgrowing God“.

Beten wir für Richard Dawkins, dass er wie Hiob (Kapitel 42) sagen kann: Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. Bedenken wir:
“In den neunzig Jahren zwischen 1917 und 2007 starben durch den blutigen Händen von 52 Atheisten etwa 148 Millionen Menschen, dreimal mehr als alle Menschen, die im gesamten zwanzigsten Jahrhundert durch Krieg, Bürgerkrieg und individuelle Kriminalität zusammen getötet wurden!” (Theodor Beale)
Wer weiß? Vielleicht vergehen noch einige Jahre und Dawkins wird sich zu Gott bekehren?

Kommentare

  1. Nuellaloeffler

    Hat er das wirklich gesagt ? Das ist unglaublich hat der Mann vielleicht doch ein wenig von seiner Position abgerückt ? War das jetzt Ironie oder hat er das wirklich gesagt? ?? Ich hatte mal ein Interview mit ihm gesehen, sobald er unter druck gerät brach er fast zusammen ..Argumente bzw belege für seine Sichtweise hatte er keine. Das war der Punkt wo ich wusse weshalb er nicht mit Willan Lane Craig eine öffentliche Diskussion führen möchte.

  2. Thomas

    Falls man sich den Bericht über Sodom und Gomorra, in der Bibel,
    zu Gemüte führt, bekomme ich dort eine völlig enthemmte Gesellschaft
    beschrieben, die nichts besseres zu tun hat, als frisch eingetroffene
    Gäste, vergewaltigen zu wollen. Irgendwann vielen dort alle Schranken
    und es hat mit Sicherheit, irgendwann klein und dekadent angefangen.
    Ohne Spielregeln, der Moral und Ethik verfällt eine Kultur, sobald ihre
    Herrschaft , selbst, alles zulässt und fördert. Eigentlich ist Westeuropa
    hierfür ,ein gutes Beispiel . Heute kann sich jedes Kind die härtesten Pornos
    im Internet kostenlos runterladen, genauso Ballerspiele und Gewaltvideos,
    immer neue Hemmschwellen fallen, nichts ist pervers und krank genug.

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