SARS (2003), H5N1 (2006), H1N1 (2009), MERS (2012), Corona (2020) haben uns nicht gekillt. Aber Corona verändert die Welt.

Was könnte/sollte anders werden?

Will mich nicht beim Coronavirus für die Krise, die uns vielleicht in Zukunft anders leben lässt, bedanken.
Aber der Virus hat schon merklich was geändert.
Der Himmel ist blau und ohne Kondensstreifen, das Wasser in Venedig klar, dass man dort wieder Fische sehen kann, gelebte Nachbarschaftsdienste und Anerkennung für schlecht bezahlte Berufe, manche überdenken den ausufernden und kranken Kapitalismus, Kritik an neoliberalen Strukturen kommt auf, ein Ende des Nimmersatts im Profisport und und und….
Eine Krise kann auch Chance sein, unsere Gesellschaft und alle Strukturen auf den Prüfstand zu stellen. Nach der Krise sollten wir nicht alle Systeme wieder hoch fahren, als sei nichts gewesen. Wir wahrscheinlich sein. Die Globalisierung ist nicht alternativlos, regionale Konzepte auch zur Selbstversorgung könnten etabliert werden. Unser Miteinander könnte wieder freundlicher und empathischer sein, Kriege und Waffenexporte sind zu hinterfragen und zu stoppen. Statt 2% jährlich die Rüstungsausgaben zu erhöhen investieren wir lieber ins Gesundheitssystem, in gesunde Nahrungsquellen etc.
Werden wir das tun, werden wir darüber diskutieren? Werden wir sorgsamer mit der Umwelt umgehen ohne dazu Freitags demonstrieren zu müssen, sind wir einsichtiger und weniger anklagend? Wahrscheinlich nicht.
Oder sind wir als Masse schnell wieder alltäglich, vergessen wir und fallen wieder zurück in dieses schneller, weiter, höher ohne Rücksicht auf Verluste. Ich finde es spannend, ob dieser erzwungene Stillstand uns neu denken lässt oder ob wir ganz schnell wieder im “WEITER SO” Modus sein werden. Ohne Umkehr zu Gott wird es wahrscheinlich noch schlimmer werden. Das Herz des Menschen ist und bleibt einfach böse und verdorben.
“Und ich will euch ein neu Herz und einen neuen Geist in euch geben; und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.” Hes.36,26

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