Simone ist Germany’s next Topmodel 2019. Und der Kinderfasching zum Fremdschämen geht noch sechs Jahre weiter.

Junge Männer färben sich die Haare blau, reden bei YouTube eine Menge Mist, werden in den Medien gefeiert und berühmt. Und die holde Weiblichkeit: Ohne Leistung, nur durch Schönheit reich und berühmt zu werden ist nach wie vor der Traum der meisten jungen und nicht mehr ganz so jungen Frauen im Lande. Ob als Model oder Spielerfrau, Hauptsache Fame. Dass sieht man regelmäßig durch den Erfolg solcher Sendungen. So lange der Trash Quote bringt, und so lange sich Leute finden, die bei solchen Spektakeln freiwillig mitmachen, werden entsprechende Formate wohl Bestand haben. Das sagt natürlich nichts schönes über die geistesgeschichtliche Lage unsere Gesellschaft und Kultur aus. GNTM wird ganz schnell von der Bildfläche verschwinden, so bald die Einschaltquoten das entsprechende Desinteresse seitens der Bevölkerung zeigen. Wird aber sicherlich nicht so bald passieren, weil es eine legale Art des Voyeurismus

(= Gaffer) bietet. Und jetzt gibt es noch Feminismus bei GNTM. Allerdings in dümmster Darbietung. Plumpe “feministische” Parolen ersetzen differenzierte, realistische Darstellungen. Selbst harmlos wirkende, anspruchslose Unterhaltungsshows warten mit linksideologischen Botschaften auf, manchmal ungeniert, manchmal schlecht getarnt. Die Klumpsche Behauptung, Gott sei eine Frau, passt zum allgemeinen Gender-Gefasel und ist ein Widerspruch in sich. Wäre Gott eine Frau, dann hieße sie nicht Gott, sondern Göttin. Aber was soll’s? Die TV-Szenerie ist mittlerweile auf einem Niveau angekommen, das weder gedankliche noch sprachliche Feinheiten zulässt. Zugleich wollen uns die Produzenten solcher Unsäglichkeiten bei jeder Gelegenheit politisch und moralisch belehren, wollen uns am liebsten die Hand beim Wählen führen. Ja, das alles ist zum Fremdschämen.

Kommentare

  1. Was haben Germany´s Next Top Model und ein Kindergarten gemeinsam?
    Niemand hat Brüste, alle lernen laufen, und ständig heult jemand.

    Ohne eigene Anstrengungen “reich” und “berühmt” zu werden, nur für die mehr oder weniger vorhandene Schönheit bewundert zu werden, paßt nicht unbedingt mit Gleichberechtigung und Emanzipation zusammen …

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