
In einer europäischen Großstadt hielt an einem Sonntag ein Mann in einem öffentlichen Park einen Vortrag, in dem er beweisen wollte, dass es keinen Gott gibt. Selbstbewusst forderte er am Schluss seiner Rede seine Hörer auf, ihn zu widerlegen.
Da drängte sich ein einfacher Mann durch die Menge und stellte sich in die Nähe des Rednerpultes und sagte etwa Folgendes: „Ich bin, wie ihr wohl schon seht, nur ein ungelehrter Mann und verstehe nichts von all den wissenschaftlichen Dingen, die wir soeben gehört haben. Ich kann euch nur eine kurze, aber wahre Geschichte erzählen. Ich bin ein Fischer aus der Provinz. Eines Tages brach in meiner Heimat ein mächtiger Sturm los, wie ich ihn noch nie zuvor erlebt hatte. Ich geriet in große Sorge um mein Boot, das am Ufer des Stromes lag, in dem ich das Fischrecht besitze. Also machte ich mich auf, um nach meinem Boot zu sehen. Am Ufer des Stroms angelangt, sah ich in der Mitte des wild tobenden Gewässers einen Mann in einem Boot sitzen. Beide Ruder waren ihm entglitten. Das furchtbare, verzweifelte Schreien eines Mannes, das mir heute noch in den Ohren klingt, wenn ich daran denke, übertönte noch den Sturm!
Der Mann betete: “Oh Gott, gedenke nicht meiner Sünden! Oh Gott, du kannst alles. Sende einen Retter! Lass mich nicht untergehen!‘, so rief der Mann. Ich dachte an meine Frau und mein Kind, aber auch an den, der auch für sie und mich sein Leben gelassen hat. Kurz schrie auch ich in meinem Innern zu Gott um Hilfe für das Rettungswerk. Und unter Aufbietung aller meiner Kräfte erreichte ich den Mann und brachte ihn sicher an das Ufer. Dann nahm ich den vollkommen durchnässten und fast erstarrten Mann mit in meine Hütte, wo meine Frau ihm einen heißen Trank und ein Essen bereitete. Die Nacht musste der sehr Geschwächte noch bei uns bleiben. Am anderen Tag verließ er uns. Heute sehe ich ihn zum ersten Mal wieder. Er hält Vorträge, durch die er beweisen will, dass es keinen Gott gibt!“ Der Fischer zeigte auf den Redner und ging. Dieser aber suchte unter dem unwilligen Gemurmel der Menge schleunigst das Weite.

Sehr gute Geschichte. Die könnte man noch einmal veröffentlichen!
stimmt
Ist dies nach einer wahren Begebenheit ?
kann ich dir nicht sagen.