Wie Atheisten sich den Ast absägen

"Gott ist tot" hat Nietzsche einst verkündet, als er noch lebte. Viele haben es ihm geglaubt und wenn heute vielleicht noch die Mehrzahl der Deutschen "so etwas wie einen Gott" oder "irgendwas da oben" nicht leugnet, faktisch lebt sie doch gottlos. Die Atheisten haben große Erfolge gefeiert in den letzten Jahrhunderten. Mit Parolen wie "Gott ist grausam!", "Gott ist unlogisch!" oder "Warum lässt Gott soviel Leid zu?" konnten sie viele Leute auf ihre Seite ziehen. Auch heute noch bemühen sie sich, in öffentlichen Vorträgen, Interviews, Filmen etc. aus allen Rohren gegen Gott – bevorzugt den Gott der Bibel – zu schießen. Dabei schreiben sie sich groß auf ihre Fahne, diejenigen zu sein, die ihren Kopf einschalten. Die hinter die Dinge sehen, Glaubenssätze hinterfragen und selbstbestimmt ihr Leben führen. Sie stellen sich als die unbestechlichen Freigeister dar, denen man nicht so einfach etwas vormachen kann. Immer mit dem unterschwelligen Vorwurf, dass den Gottgläubigen an diesen Eigenschaften mangelt. Wer an Gott glaubt – so die Behauptung – ordne sich ohne den Verstand einzuschalten wohl letztlich aus Angst einer menschgemachten Autorität unter.
Bibelgläubige gelten ihnen deshalb als intellektuell unterlegen. Der Gottesleugner wähnt sich im Glauben, die Bibel längst rational überwunden zu haben und nimmt sie erst gar nicht als Alternative ernst.

Bei soviel scheinbarer Überlegenheit ist oft eine stolze Sicherheit beim Atheisten zu beobachten. Doch schon wenige Gegenfragen entlarven ihn, dass er zweierlei Maßstäbe angelegt hat. Dass er einerseits posaunt, er habe die Bibel längst intellektuell wiederlegt, aber andererseits hat er seine eigene Alternative bei weitem nicht mit der gleichen Konsequenz hinterfragt. Bei näherer Betrachtung hindert ihn seine stolze Intellektualität davor zu merken, wie er selbst manipuliert und in die Irre geführt wird. Weil er von allen Seiten, aus Zeitungen und von Kinoleinwänden hört, Atheismus sei das Schlauste, fühlt er sich schon so sicher und vergisst, selbst über seinen gottlosen Glauben nachzudenken. Ihm passiert genau das, was er dem Christ oft vorwirft.

Die Aufklärung schrie möglichst laut, dass man jeden Glauben hinterfragen müsse. Man wollte die Göttin Vernunft auf dem Thron sehen. Dabei war das nichts neues. Denn auch in der Bibel – die vor der Aufklärung im Zuge der Reformation hierzulande großen Einfluss hatte – wird die Vernunft sehr hoch eingeschätzt.
In der Bibel steht: Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester! Und nenne den Verstand deinen Verwandten. (Sprüche 7,4) oder auch Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. (Sprüche 1,7)
Wenn man rational zu einem möglichst ganzheitlichen Weltbild gelangen will, muss man sich tatsächlich hinterfragen. Zumindest auf dem Papier fordert das sowohl die Bibel als auch der Aufklärer.

Was ist also dran an der Alternative, die dem Glauben an den ewigen persönlichen Gott entgegengehalten wird?
Was glaubt der Atheist?

Der Atheismus steht auf einem materialistischen Weltbild. Das heißt er glaubt, alles was existiert – also die Sterne, die Erde, die Tiere, du und ich – besteht aus nichts weiter als Materie. Die Materie ändert mit der Zeit ihre Position, weil die Naturgesetze auf sie einwirken. So kam es nach materialistisch atheistischer Auffassung dazu, dass sich über Jahrmilliarden die Materie aufgrund der Gravitationskraft, elektrischer Kraft und Atomkernkräfen verschieden angeordnet hat, bis sie heute als die Materiestruktur zu beobachten ist, die wir gemeinhin als "Mensch" bezeichnen. Zufällige Schwankungen haben dazu geführt, dass es hier mehr Sterne gibt als anderswo und zufällige Schwankungen waren der Motor der Evolution.
Zu beachten ist dabei: Nirgendwo in dieser intergalaktischen Entwicklungsgeschichte kann eine Wertung gemacht werden. Das heißt, man kann nicht sagen, es wäre besser für einen Stern zu explodieren im Gegensatz zum Weiterexistieren. Man kann in diesem Weltbild kein besser oder schlechter ableiten. Alles wird vom Naturgesetz und zufälligen Schwankungen gesteuert und ist letzlich im wahrsten Sinne des Wortes egal. Warum sollten die Atome als funktionierende Menschmaschiene angeordnet sein und nicht als Blumenerde auf dem Boden liegen? Der Atheist kann keine Antwort geben, denn letzlich kann er eine Wertung "besser" oder "schlechter" nirgendwo in seinem Weltbild begründen.

Es gibt viele freundliche Atheisten, die beispielsweise ihren Nachbarn respektieren. Aber warum tut er das, wo es doch weder besser noch schlechter ist, ihn zu verachten oder ihn zu respektieren? Wie kann man Osama bin Laden denn einen Vorwurf machen, wenn dessen elektronische Prozesse im Gehirn wegen der Naturgesetze nun mal die Entscheidung zu Selbstmordattentätern hervorgebracht haben? Und wieso ist es überhaupt schlecht, diese Attentate durchzuführen? Wo doch der Mensch sowieso nur strukturierte Materie ist und man nicht begründen kann, dass es einen besonderen Wert hat, wenn die Materie als Mensch angeordnet ist?
Der konsequente Atheist beraubt sich so jeder Grundlage, auf der er Entscheidungen treffen und leben könnte.

"Warum lässt Gott soviel Leid zu?" fragt er ohne zu bemerken, dass in seinem Weltbild Leid gar nicht als etwas schlechtes bezeichnet werden kann, das es möglichst zu vermeiden gilt. Konsequent zuendegedacht kann er nirgendwo "gut" oder "schlecht" ableiten. Er kann bei keinem sozialen Verhalten begründen, es sei "besser" oder "schlechter" als ein anderes. Diese Begriffe gibt es letztenendes für ihn nicht.

Er steckt in folgendem Dilemma: Der Mensch, der mit seinem stolzen Humanismus anfing, versuchte, sich unabhängig von Gott zu machen. Aber anstatt groß zu werden, endete er als eine bloße Ansammlung von Molekülen, und nichts mehr.

Die Philosophen haben oft versucht aus diesem Dilemma herauszukommen und konstruierten Gedankengebäude, wonach beispielsweise im Laufe der Evolution so etwas wie ein menschlicher Geist entstanden sei, den man nicht erklären kann.
Diese Versuche sind aber nur unbegründete Behauptungen und zeugen von der hilflosen Verzweiflung, die das materialistisch atheistische Weltbild verursacht. Denn letztlich antwortet selbiges auf die Frage nach dem Sinn des Lebens nur eines: Es gibt keinen.
Wie man es auch dreht und wendet, einen Sinn für unser Leben kann man als Atheist nirgendwo ableiten. "Dann kann ich ihn ja selbst bestimmen!" freut sich der oberflächliche Denker ohne zu merken, dass es sich dabei um eine logische Unmöglichkeit handelt. Denn wo kein Sinn ist, macht es auch keinen Sinn, einen zu bestimmen. Nur wenige sind sich über die katastrophalen Auswirkungen im klaren, welche die unausweichliche Sinnlosigkeit ihres Weltbilds mit sich bringt.

Ob wir nun tatsächlich in einem gottlosen materialistischen Universum leben oder ob Gott es geschaffen hat und uns Menschen neben dem Körper auch Seele und Geist gab, lässt sich wissenschaftlich nicht herausfinden. Es wäre eine leidige Diskussion. Worüber man sich dagegen sehr wohl unterhalten kann, ist, was es denn für uns bedeutet, wenn es so oder so ist. Deshalb verfehlt die Frage, wer Gott erschaffen hat, das Thema.
Aber nach obigen Überlegungen heißt das: Der Atheist behauptet zwar, es gäbe keinen Gott, lebt aber so, als ob es es doch einen gibt, denn er unterscheidet tagtäglich zwischen Dingen, die er tut (weil er sie als "besser" wertet) und Dingen, die er seinlässt (weil er sie als "schlechter" wertet). Er sagt, er wäre eine Molekülmaschiene, handelt aber so, als ob er ein Wesen mit freiem Willen ist.
Manch ein Gottesleugner würde bestimmt behaupten, sehr wohl an etwas wie den freien Willen des Menschen zu glauben. Das Problem ist allerdings: Rein logisch betrachtet gibt sein Weltbild soetwas nicht her.

So sägt sich der Atheist seinen eigenen Ast ab. Er begann damit, sich selbst als Mensch auf den Thron zu stellen. Er wollte leben. Leben mit freiem Geist, der selbst entscheidet und herausfindet, was hinter den Dingen steht. Aber letztlich kam er zu dem Schluss, dass sein Denken zwangsläufig ein Weltbild ausformulierte, welches ihm jede Grundlage zum Leben nahm. Schließlicht macht nicht einmal mehr das Denken selbst einen Sinn. Denn es ist wie gesagt nicht besser als das Nicht-Denken.
Treffend entlarvt die Bibel: Die Weisheit der Welt ist Dummheit bei Gott, wie geschrieben steht: "Gott fängt die Weisen in ihrer eigenen List" und weiter: "Der Herr kennt die Gedanken der Klugen, dass sie nichtig sind." (1.Kor 3, 19+20)
Das heißt die gottlosen Überlegungen sind vielleicht bis zu einem gewissen Grad logisch. Aber sobald jemand versucht danach zu leben werden sie nichtig.

Deshalb kann sich der Atheist zwar viele Einwände und Argumente gegen die Bibel einfallen lassen, aber seine eigene Alternative ist in jedem Fall die schlechtere.
Angesichts dieser Hilflosigkeit und intellektuellen Inkonsequenz bleibt ihm gegenüber dem Bibelgläubigen nur noch ein einziges letztes Argument: Spott.
Grast man die Zeitungen, Medien und Kinofilme nach tatsächlichen Argumenten gegen die Bibel ab, wird man nicht fündig. Trotzdem wird sie überhäuft von einer Lawine an Spott, Halbwahrheit und Polemik.

Sei dir als Atheist deshalb über eines bewusst: Solltest du einmal vor Gott stehen, und er dir Fragen stellen wird wie "Warum hast du ohne mich gelebt?", "Warum warst du mir nicht dankbar?" und "Warum hast du mich nicht einmal gesucht?". Dann wirst du nicht antworten können: "Ich dachte und habe herausgefunden…", sondern deine einzige Antwortmöglichkeit wird sein: "Ich wollte einfach nicht.".

Kommentare

  1. Echter Atheist

    Atheisten im Himmel – Vol 2

    >ali:
    >Du bist Atheist. Du glaubst, es gibt keinen Gott.
    >Du glaubst daher, daß alles
    >von selbst entstanden ist. Der Kosmos entstand
    >Deiner Meinung nach auseinem Urknall, das Leben aus
    >zufällig gemischten chemischen Substanzen
    >auf einem zufällig entstandenen Planeten, der
    >Mensch als Ergebnis einer
    >zufälligen Evolution
    > bla bla bla [ … ]

    Danke das du mich so schön darüber aufklärst, was ich glaube. Ich hatte das bei all den Drogen und der lauten Heavy-Metal Musik schon fast wieder vergessen. Deine Antwort ist mal wieder das Paradebeispiel für die primitive engstirnige Sichtweise Deinesgleichen. Gleich der Standard-Kracher: Evolution und Schöpfung. Meine Güte, das ist doch keine Entweder-Oder-Frage! Sach mal wie klein ist dein Horizont eigentlich? “Evolution” ist ein Erklärungs-Modell, mehr nicht. Niemand ausser euch behauptet, das jeder Atheist zwangsläufig damit einverstanden ist. Selbiges gilt für auch für den bekannten Rest: Urknall, das Bewusstsein, Gut & Böse… etc pp. Ja, Atheisten stehen auf wissenschaftliche Erklärungen. Das liegt daran, das viele davon so toll funktionieren. Aber nie im Leben könnte ich irgendwas davon als “des Rätsels Lösung” akzeptieren. Gerade das ist unsere Natur. Verbissen an irgendwelcher Grütze festklammern ist immernoch euer Job.
    Und zum krönenden Abschluss der Satz: “Atheismus ist auch Glauben” – Haha selten so gelacht. Klar, aber dann bin auch gläubig wenn ich das Licht einschalte. Schliesslich glaube ich dann, das die Lampe angeht :o)

  2. ali

    Du bist Atheist. Du glaubst, es gibt keinen Gott. Du glaubst daher, daß alles
    von selbst entstanden ist. Der Kosmos entstand Deiner Meinung nach auseinem Urknall, das Leben aus zufällig gemischten chemischen Substanzen
    auf einem zufällig entstandenen Planeten, der Mensch als Ergebnis einer
    zufälligen Evolution.
    Daß Du existierst, ist daher ein bloßer Zufall. Dein Verstand und all Deine
    Emotionen sind Deiner Ansicht nach nur das Ergebnis chemischer Prozesse
    in Deinem Gehirn – ebenso wie Deine übrigen körperlichen Abläufe. Als Atheist
    meinst Du letztlich, eine zufällige Ansammlung chemischer Substanzen zu
    sein, die miteinander für einige Zeit reagieren, bis Dein Stoffwechsel
    endet….Dein ganzes Leben ist nur von zufälligen Ereignissen bestimmt.

    Doch welche Bedeutung haben Begriffe wie “gut” und “böse”, wenn alles relativ
    und nur das Ergebnis zufälliger Entwicklungen ist? Eigentlich muß für Dich
    jede ethische, moralische oder philosophische Überlegung beliebig und
    subjektiv bleiben. Objektiv besteht eine gähnende Sinnleere.

    Möglicherweise wirst Du widersprechen: Du hast vielleicht Moralvorstellungen,
    eine humanistische Lebenseinstellung, Werte und ethische Grundsätze.

    Ich freue mich, daß Du Dein atheistisches Weltbild letzlich nicht konsequent
    lebst und Deine Mitmenschen nicht nur als beliebige Molekülansammlungen
    ansiehst. Das gibt uns zumindest eine gemeinsame Basis.

    Hier ist jedoch genau der springende Punkt: Meines Erachtens denkt kaum
    ein Atheist sein Weltbild wirklich zuende. Auch viele Atheisten vertreten
    Weltanschauungen und ethische Maßstäbe, für die sie Allgemeingültigkeit
    beanspruchen – doch auf welcher Grundlage? Wenn nämlich das Leben, wenn
    Du und ich nur Zufall sind, dann sind auch Deine Wertvorstellungen nichts als
    das Produkt eines Zufalls. Und warum sollte das Ergebnis Deines zufälligen
    Denkprozesses für mich irgendeine Bedeutung haben? Eigentlich logisch,
    meinst Du nicht? Jede auf Atheismus gründende Philosophie kann daher nur
    auf freiwilliger Basis gültig sein. Entweder ich stimme ihr zu oder eben nicht –
    alles völlig wertfrei.
    Ja, sogar noch mehr: Wenn wir nur ein Zufall sind und unser Leben irgendein
    chemischer Prozeß, ist es doch eigentlich sogar bedeutungslos, ob es uns
    gibt oder nicht. Welchen Wert hat der einzelne Mensch, wenn er das Produkt
    irgendeines Zufalls ist? Welche Bedeutung sollte für einen Atheisten, der sein
    Weltbild konsequent zuende denkt, also ein Menschenleben haben? Daß
    Auschwitz und der Archipel Gulag von atheistischen Ideologien ersonnen und
    durchgeführt wurden, kann eigentlich nicht überraschen: Dort haben Menschen
    nichts anderes getan, als die überkommene christliche Vorstellung vom Wert
    des einzelnen Menschen als Schöpfung Gottes abzulegen.

    …und jetzt kommt das Unheimliche: Wie willst Du als Atheist diese Menschen
    verurteilen? Anhand welchen Maßstabes? Die Deinem Weltbild
    entgegenstehenden Handlungen sind im Weltbild anderer offensichtlich
    erlaubt, und eine wertmäßige Unterscheidung der konkurrierenden Weltbilder
    ist nicht möglich: es gibt ja keine allgemein gültigen Werte. Alles ist Zufall und
    relativ – und damit relativ bedeutungslos. Das gefällt Dir nicht? Du meinst, daß
    Menschenrechte und Gerechtigkeit, Liebe, Treue, menschliche Würde und
    Freiheit, Recht auf Selbstbestimmung etc. unveränderbare Größen seien?

    Dann sind wir schon wieder einer Meinung. Für mich liegt der
    Allgemeingültigkeitsanspruch dieser und anderer Werte in Gott begründet. Er
    ist die höhere Instanz, an der sich jeder ausrichten muß, und die Gut und
    Böse für alle gleich definiert.

    Worauf gründet sich Dein Anspruch?
    Von einem anderen Ansatzpunkt aus möchte ich Dir einige Gedanken als
    Denkanstöße an die Hand geben:

    Wußtest Du, daß ein Grundsatz der Informatik ist, daß Information nicht von
    selbst – also zufällig – entsteht? Ohne Software (= Information) läuft kein
    Computer. Und Software entsteht bekanntlich nicht von selbst. Da könnte
    man ruhig eine Million Jahre warten, ob auf dem Computer Software entsteht –
    es wird nicht geschehen.

    ….aber man meint, daß die komplexeste und perfekteste Information
    überhaupt – die DNA – gegen die all unsere Software ein Fliegenschiß ist, von
    selbst entstanden ist.

    Wußtest Du, daß es ein ehernes Gesetz der Physik gibt, nach welchem
    Energie niemals aus dem Nichts entsteht? Die Energie verändert nur ihren
    Zustand: Durch die Verbrennung wird chemisch gebundene Energie zu Kraft
    und Wärme. Umgekehrt wird aus dem Licht der Sonne durch die
    Photosynthese chemisch gebundene Energie in Form von Zucker. Jede noch
    so winzige Form von Energie auf unserem Planeten stammt letztlich von der
    Sonne. Und die Energie der Sonne stammt aus der im Wasserstoff
    gebundenen Energie, aus der sich die Kernfusion speist.

    ….aber man meint, daß das ganze Universum – die Summe aller Energie
    sozusagen – in einem “Urknall” aus dem Nichts entstanden sei.

    Wußtest Du, daß die zentrale Behauptung der Evolutionstheorie lautet, daß
    sich in der natürlichen Auslese stets nur diejenigen Eigenschaften
    durchsetzen, die beim Überleben nützlich sind? Doch sind sämtliche Organe
    unseres Körpers nur dann nützlich, wenn sie funktionieren und vollständig
    sind. Wem nützt ein unvollständiges Auge? Welchem Tier nützt die Vorstufe
    eines Flügels, mit dem es weder fliegen noch gleiten kann? Welchem Tier
    nützt ein Herz, das nicht entwickelt genug ist, um Blut zu pumpen? Die Natur
    ist voll von Dingen, die nur im fertigen Zustand nützlich sind. Nach der
    Evolutionstheorie hätten aber alle Vorstufen davon aussterben müssen, weil
    nur das – zumindest einigermaßen – entwickelte Organ zu etwas nützlich ist.

    ….aber man meint, daß sich die Eigenschaften aller Lebewesen aufgrund von
    evolutionären Prozessen durch Auslese entwickelt haben.

    Die Evolutionstheorie vermutet, daß Lebewesen umso enger verwandt sind, je
    mehr sich ihr Grundbauplan in DNA und äußerem Erscheinungsbild ähnelt. So
    wird z.B. gern darauf hingewiesen, daß die Gliedmaßen aller Wirbeltiere im
    Knochenbau demselben Grundbauplan folgen. Auch wenn die einzelnen
    Knochen der besonderen Anpassung gemäß abgewandelt wurden, sei der
    gemeinsame “Bauplan” (wer hat geplant?) zu erkennen. Dies wird als
    Argument dafür genommen, daß sich die Gliedmaßen im Laufe der Evolution
    von einem gemeinsamen Ursprung aus entwickelt haben.

    …..was nicht bedacht wird: Auch der Grundbauplan von vorderen und hinteren
    Gliedmaßen gleicht sich. Haben sich also die Vorderbeine aus den
    Hinterbeinen entwickelt? Oder umgekehrt? Merkwürdig, daß dies von
    niemandem behauptet wird.

    Ist Dir klar, daß Atheismus ein Glaube ist? Selbst wenn Du glaubst, es gäbe
    keinen Gott, glaubst Du. Ein Christ begründet seinen Glauben mit den
    Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hat. Oder mit der Überzeugungskraft
    von Gottes Wort. Oder mit der Veränderung, die Gott geschenkt hat. Aber
    womit begründest Du Deinen atheistischen Glauben? Mit dem Verhalten
    irgendwelcher Menschen (“Religionskriege” etc.)? Spricht denn deren
    Verhalten objektiv gegen die Existenz Gottes? Dann spräche aber das
    Verhalten vieler Atheisten für die Existenz Gottes, nicht wahr?

    Oder begründest Du Deinen atheistischen Glauben mit bestimmten
    Ereignissen, von denen Du meinst, daß sie nicht geschehen könnten, wenn
    Gott da ist? Könnten diese Ereignisse nicht ebenso gut bedeuten, daß Gott
    einfach nur anders ist, als Du meinst?

    Ich denke, daß Du auch als Atheist nicht ernsthaft leugnen kannst, daß Gott
    möglich ist.

    Falls Du Dir darüber im Klaren bist, daß Gott trotz Deines atheistischen
    Glaubens möglich ist – hast Du dann schon einmal darüber nachgedacht, daß
    Du als Atheist eigentlich immer nur verlieren kannst?
    Wenn Du mit Deinem Atheismus Recht hättest, hättest Du keinen Vorteil.
    Denn für Dich wäre mit dem Tod ebenso “alles vorbei” wie für mich. Hinzu
    kommt, daß Atheisten schon in diesem Leben im Nachteil sind: Im
    statistischen Schnitt haben Atheisten gegenüber gläubigen Christen eine
    signifikant niedrigere Lebenserwartung, bezeichnen sich in Umfragen fast
    doppelt so häufig als “unzufrieden”, haben eine bedeutend höhere Scheidungs-
    und Selbstmordrate, sind öfter krank und haben erheblich häufiger mit Drogen-
    und Alkoholproblemen zu kämpfen. Dies mag man psychologisch erklären
    wollen – aber es sind Fakten.

    Wenn ich aber als Christ Recht habe, dann sieht es für Dich noch viel
    schlechter aus. Dann erwartet Dich nach dem Tod die Hölle. In Ewigkeit.

    Am Atheismus festhalten zu wollen, ist daher – rein äußerlich betrachtet – ein
    höchst unlogisches Vorhaben.
    Ich meine jedenfalls, daß es nicht besonders vernünftig ist, an etwas
    festzuhalten, womit man in jeder denkbaren Alternative nur verlieren kann –
    und unbesehen das zu verwerfen, was die einzige Hoffnung sein könnte.

    Ich kann es total verstehen, daß Du skeptisch bist. Ich kann es verstehen,
    daß Du nicht von heute auf morgen Deine Meinung änderst. Aber Du müßtest
    als Atheist eigentlich nichts Dringenderes zu tun haben, als zu prüfen, ob
    nicht doch etwas anderes, weniger aussichtsloses die Wahrheit sein könnte.
    Aber merkwürdigerweise waren die meisten Atheisten, mit denen ich zu tun
    hatte, in glaubensmäßiger Hinsicht lethargisch und desinteressiert. Sie folgten
    einfach nur ihrer vorgefaßten Meinung, ohne diese hinterfragen oder auch nur
    ernsthaft begründen zu wollen.

    Es ist bequem, nicht nachzudenken.

    Wenn Du Dich aber aufmachst, mit ganzem Herzen nach Gott zu suchen, so
    gilt Dir die Verheißung Gottes aus Jeremia 29,13:
    “Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen
    Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der
    HERR.”
    Gott ist wirklich da

  3. Echter Atheist

    Atheisten im Himmel

    Hehehe, was für ein Quark und was für eine erbärmlich schlechte Propaganda. Ich wünsche dir wirklich von ganzem Herzen das da oben dein Gott auf dich wartet, ansonsten wäre das lächerliche Theater was du dein Leben nennst wirklich ganz schön traurig.
    Und wenn ich als echter Atheist mal vor Gott stehen sollte, würde ich eher was in der Richtung sagen wie
    “Hey, du hier?! Wo warste denn die ganze Zeit?” :o)

  4. chris

    wieder nicht zu Ende gedacht. Wenn du von einer Maschine mit einer Funktion ausgehst, muss auch ein Ziel existieren, und ein Verstand, der aus diesem Ziel eine zielführende Funktion ableitet und in einer funktionierenden Maschine umsetzt. All dies schließt jedoch der Zufall aus. Wenn der Zufall das einzige ist, was unsere Existenz bestimmt, dann gibt es überhaupt kein Ziel und auch keine Funktion. Dann hast du auch nicht die geringste Freiheit dich für oder gegen etwas zu entscheiden, außerdem hast du auch keinen Grund anzunehmen, dass deine Gedanken irgendeinen Sinn machen, da sie ebenfalls aus zufälligen Prozessen in dem Atomhaufen, der sich dein Körper nennt, bestehen. Letzlich exisitiert du als Person garnicht, da ein wesentliche Grundbedingung für die Existenz als Person der eigene Wille und die Möglichkeit zur Entscheidung ist.
    Aber du hast einen freien Willen. Du kannst dich für oder gegen etwas entscheiden. Du bist nicht zu einem sinnlosen Leben verdammt. Du kannst dich dafür entscheiden, ja.. Aber dann bist du selbst verantwortlich dafür.

    Lg, Chris

  5. Corvin

    Ich bin kurzgesagt begeistert!

    Wow!

    Mal ganz schnell in wenigen Sätzen den Atheismus wiederlegt.
    Klasse! Viele Christen tun sich immer schwer, dies anderen begreiflich zu machen.
    Aber das hier ist wirklich gut.
    Auch ich werde es irgendwie gebrauchen, ich habe es schon kopiert.
    Das darf ich doch hoffentlich?
    Einfach toll!
    Gottes Geist liegt auf Dir und ich danke dem lebendigen Gott für die Klare Erkenntnis in der Schöpfung und dass er die Unmündigen zu seinen Jüngern machen will und nicht die vermeintlich Mündigen.
    Halleluja, der Tag des HERRN naht.
    Ich kann nur allen Nichtchristen, die diese Seite besuchen, raten sich schnell mit Jesus und der Bibel ernsthaft auseinander zusetzen. Um endlich in der Wahrheit zu leben und nicht verloren zu gehen.
    Amen!

  6. derari

    Schöne Überlegung, leider nicht zuende gedacht

    Hallo,

    Ein sehr interessanter Artikel. Diese Überlegung habe ich vor ein paar Jahren auch gemacht. Allerdings bin ich am Ende wohl zu einem anderen Ergebnis gekommen als der Autor.
    Der Mensch, als Molekülmaschine, hat wie jede andere Maschine auch eine Funktion oder Aufgabe: nämlich genau so zu laufen, wie man gemacht ist. Niemand kann verhindern, dass er ein Mensch ist und entsprechend seines Zustandes handeln muss.
    Und der Mensch ist nunmal so, dass er sich ein angenehmes Leben machen muss und sich etwas vermehren soll. Das ist die Arbeitsweise dieser Maschine. Das hat sie sich nicht ausgesucht und das kann sie nicht ändern.
    Ich mache ziemlich oft sinnlose Sachen, sei es die ganze Nacht Computer zu spielen anstatt zu lernen oder tonnenweise Süßigkeiten zu essen. Dann ist mein Leben halt sinnlos, na und? Den biologischen Drang Spaß zu haben kann diese Erkenntnis bei mir jedenfalls nicht stoppen.
    Tjoa, und alles was dem zuträglich ist nenne ich “gut”, den Rest “schlecht”, das Gesamtwerk daraus “Ethik” und schon ist das Problem auch gelöst.

    Ich wünsche einen schönen Tag,
    derari

  7. wolke

    Sehr guter Artikel

    Liebe Soulsaver,

    ihr habt es auf den Punkt gebracht. Das materialistische Weltbild ist wirklich ad absurdum geführt. Wie vergänglich sind Güter? Das zeigt sich in Griechenland, das stark unter einem Waldbrand leidet.

    Leider GIBT sich die orthodoxe Kirche dort wie eine Institution, die die Leute ihrem Schicksal überlässt.

    Grüße,

    Wolfram

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