Chiemsee Reggae Summer

Roots, Rock, Reggae


Einmal im Jahr ist High-Life angesagt für alle, die auf die Kultur und Musik aus dem Land mit den Farben „grea, göib und roud“, wie es Hans Söllner formulieren würde, abfahren – und nicht nur für die. Denn der Chiemsee Reggae Summer in Übersee, herrlich gelegen in bayerischer Bergkulisse, ist zu einer festen Institution geworden für alle, die den entspannten, alternativen Lebensstil pflegen.


Was Reggae wirklich ist, wissen die wenigsten – längst ist der Jamaika-Import zum Kommerz geworden. Egal, die Veranstalter freuen sich über 25.000 Besucher und klingelnde Kassen. Aber ob’s in den Herzen der Menschen auch klingelt?


Mit der herrlichen Sonne, die der Gott des Himmels (von Rastas bevorzugt „Jah“ genannt) auch diesmal wieder geschenkt hat, den positiven Vibes der Reggae-Musik und den freundlich-beschwipsten (bekifften?) Gesichtern um einen herum scheint alles ok zu sein. Wirklich?


Dass das Leben mehr ist als coole Musik, Abhängen und ein bisschen „Naturprodukte“ konsumieren, spüren viele tief in sich. Es geht ihnen gar nicht gut, obwohl äußerlich alles gut scheint. Da ist der ständig betrunkene Nachwuchsmusiker, der nicht glauben kann, dass Gott mit jemandem wie ihm etwas zu tun haben will. Da ist der ebenfalls breite Möchtegern-Buddhist, der seinen „kostbaren“ Buddha-Mantel für drei Flasch’ Bier verscherbelt. Da ist das Mädchen, das endlich richtige Freunde und eine richtige Beziehung haben will, und uns fast ihr ganzes Leben erzählt. Oder die Frau, die wissen will, wo ihr Freund, der Selbstmord begangen hat, jetzt ist.


„Jesus tut gut“


Dieses Graffiti auf unserem Wohnwagen ist unübersehbar, auch beim Chiemsee Reggae Summer 2003. Wieder kamen viele zu uns, nahmen sich ein Buch oder auch mehrere mit, redeten, diskutierten mit uns – scheues Interesse. Was machen denn die Christen da? Sehr religiös ist man nicht mehr. Aber die göttliche Kraft dieses wunderbaren Namens bleibt.


Jesus – allein dieser Name tut schon gut: Gott will retten“.


Was wir dieses Jahr erlebt haben – die brandneuen Bilder vom Einsatz am Wochenende.

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