La Goa

Tief in der Goa-Szene Verwurzelte behaupten, der Goa sei vor ungefähr 10 Jahren entstanden, als Sven Väth Urlaub machte an der Westküste Indiens. Tatsächlich schwappten die trancigen Technobeats, untermalt von indischen Vibes, von kleinen Undergroundclubs und experimentierfreudigen Plattendrehern in die Rubrik „anerkannter Technostyle“. Es scheint so, als würde sich der Goa vom „Konsumregal Techno“ abheben.


Locations wie einsame Moore, schöne Strände, tiefe Wälder, alte Burgen oder verborgene Sandlandschaften bieten jede Menge mystischen Klang auf sommerlichen Open Airs. Dekoriert werden meist bunte Schwarzlichtfäden in jeglicher geometrischen Form wie z.B. Pyramiden, aber auch hinduistische Gottfiguren, a lot of Mandalas, indianische Kultur, Hippiedinger, Märchenkulissen, Glitzer, Feen, Kobolde, buddhistischer Kitsch, futuristischer Schnickschnack, okkultisches Gehäddere, esoterisches Gebimmel und kleine niedliche Pilze. Der technoide Alien ist verpönt.


Hausdrogen sind weitestgehend halluzinogene Pilze, LSD, Nachtschattengewächse und Haschisch, denn was Mutter Natur gibt ist erlaubt. Aber es werden auch viele Drogen aus der synthetischen Küche genommen, wenn Mutter Natur nicht mehr genug hergibt. Die Bewusstseinserweiterung ist ein Ziel der Szene, diverse Aufenthalte in Psychiatrien haben sogar einen chicen Touch und werden toleriert.


Es kratzt keinen, wenn man abkratzt. Denn Eingesessene der Szene kratzen am Wahn ihres Weltenkonstruierens, der nicht die Bewusstseinserweiterung mit sich bringt, sondern einen Verlust der Realität und eine Bewusstseinseinschränkung. Man konsumiert weltliche Wahrheiten wie in einem Selbstbedienungsladen, so dass eine Verlorenheit der menschlichen Seele vorprogrammiert ist. Doch das Abheben aus der Gesellschaft um jeden Preis zählt. Soviel zur Philosophie des Goas.


Bemerkenswert ist der außergewöhnliche Tanzstil. Es wird mit dem ganzen Körper gestampft, um eine gute Erdung zu erfahren, abstrakte fließende Bewegungen mit den Armen, und das Dauersmiling des barfüßigen Trancenden darf nicht fehlen. Denn ein Bindi (der rote Punkt den man in Indien trägt) zwischen den erweiterten Pupillen sagt dem Gegenüber in neonfarbiger Schlaghose, dass man sich jetzt auf familiärem, magischem Untergrund bewegt. Freiheit, Liebe, Frieden, Wahrheit und echtes Leben sind Leitmotiv des Feierns. Gefeiert wird mindestens zwei Tage durchgehend, sonst ist das zufriedenstellende Limit einfach nicht erreicht.


Die Parties haben bezeichnende Namen, wie „Full Moon“, „Nation of Gondwana“, „Fantasy Highland“, „Digital Ritual“ oder „Waldfrieden“. Man lebt geistig auf kosmischer Ebene. Die Rollen eines jeden einzelnen in dem ganzen Spiel sind klar verteilt, wenn auch nur durch ein Kostüm. Doch ist das Leben wirklich wie ein japanischer Comic? Verfügen wir über übernatürliche Fähigkeiten, unser Leben so zu gestalten, wie es uns begehrt?


„Man hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist. Und was fordert der HERR von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen mit deinem Gott?“ (Micha 6,8)


Kommen wir zurück zu dem Ansatz, der Goa hebe sich von der Konsumwelt ab. Es fällt auf, dass die meisten undergroundigen Goaparties, bevölkert durch geheime Flyer und besondere Einladungen unter der Hand, sich hauptsächlich in Ländern einer kapitalistischen Gesellschaft breitgemacht haben. In Holland, Deutschland – insbesondere Ostdeutschland, England, der Schweiz, Südafrika, vereinzelt in Spanien und Ungarn, an Touristenzeilen Indiens und dann und wann an Stränden Israels. Immer da, wo man sich Zulauf in die Kasse verspricht. Die Goashuttles rollen oder fliegen zu den Locations, die einem spacige Reisen bieten. Doch in Wahrheit rollt da nur der Rubel in die Taschen von Musikproduzenten und Drogenmafiosi.


Jesus ist auf die Welt gekommen, um dich zu erretten. Er ist der wahrhaftige Stein, der in deinen Endlosstrudel aus Halbwahrheiten fällt und das Getriebe zur Umkehr bewegt, zu deinem echten Leben.


„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16)

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