„dancing in the rain“ – Streetparade 2002

Regendurchnässt liefen und tanzten letzten Samstag ca. 600.000 Technojünger auf Zürichs Straßen. Die unsommerlichen Umstände machten aus der angesagten „peace-party“ ein feuchttrauriges Regenschirmfest. Aufgelöste Körperbemalung und gefährlich geschwenkte Regenschirme bestimmten die Szene. Manche hüllten sich in Plastik, andere zeigten trotz Erkältungsgefahr ihre nackte Haut.


Der eingeübte Stil muss beibehalten werden. Sex, Drogen und Bass – das macht dennoch Spaß. Für gute Laune hat man immer noch die berühmten Pillen und das reichlich vorhandene Gras. Tanzen im Regen ist angesagt und vom Veranstalter befohlen. Wer mag da noch widerstehen? Wir tanzen ja für den Frieden, für den Frieden auf der Welt. Die Mächtigen der Welt sollen davor erzittern und ihre grausigen Pläne vergessen. Ich sah allerdings nur zitternde Raver, die nicht sonderlich an dem Geschehen der Welt Anteil nahmen.


Hedonisten sind in sich selbst verliebt. Sie kümmern sich nicht um die Flutopfer in anderen Orten Europas, um das angesagte Ende der Spaßkultur nach dem 11. September 2001, oder gar um die Toten auf diesem Fest und anderen vorausgegangen Events. Party muss sein!


Die Masse gibt den Sinn und was wollen wir mehr. Echten Sinn gibt es nicht, hat es scheinbar nie gegeben. Aber da fällt mir noch ein altes Buch ein. In dem ist folgendes zu lesen: „[…] sie […] sagen: Friede, Friede! – und da ist doch kein Friede. Sie werden zuschanden […]“ (Jeremia 6,14-15)


Wer echten Frieden sucht, der findet ihn bei einer Person, die er im Glauben kennen lernen kann. Dann wird dein Leben ein Tanz ins Leben. Das wünsche ich dir.






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Soulsaver war auf der Streetparade 02 dabei – schau dir die Fotostory an.


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