Nachlese zum 11. September 2001

11. September 2001, 8:44 New Yorker Zeit


Noch ist die Welt in Ordnung. In den Büros der gigantischen Zwillingstürme des World Trade Centers herrscht hektisches Geschäftsleben. In jeder Sekunde gehen Impulse per Datenleitungen in alle Welt.

11. September 2001, 8:45 – der erste Schlag

Für Laura, Angestellte im 60. Stock des Nordturms, steht die Zeit still. Genau für den Augenblick, den Laura braucht, um zu begreifen, dass ihre Welt in Flammen steht. Ein Knall, der das Trommelfell zu zerreißen scheint, eine furchtbare Druckwelle, dann der Geruch brennenden Kerosins. Laura erstarrt … und rennt. Instinktiv nimmt sie den Weg über das Treppenhaus. Graubrauner Qualm breitet sich aus. Durch das unglaubliche Gedränge im mit Menschen verstopften Treppenhaus schafft es Laura, sich 60 Stockwerke hinunterzukämpfen. 90 verzweifelte Minuten lang dauert der Spießrutenlauf ums nackte Leben. Laura taumelt in den Qualm des verseuchten New Yorker Spätsommertags.


Dichte Rauchschwaden verhängen die Skyline Manhattans. Die Szenerie ist albtraumhaft: Rauchpilze quellen aus dem Zwillingsturm. Geborstenes Glas fällt dolchartig vom Himmel. Tonnen von glühendem Stahl regnen wie ein tödlicher Meteoritenschauer aus den Rauchwolken. Dutzende Menschen stürzen sich aus über 300 Metern Höhe in die Tiefe. Sie ziehen den Tod auf dem Asphalt dem im Feuer vor.

11. September 2001, 9:05 – Leben für Leben

Peter G. ist Chef der New Yorker Berufsfeuerwehr, Herr über 12.000 Feuerwehrleute. Als einer der Ersten rennt er in die brennenden Türme, um mit Lampen und Atemschutzgerät Hilfe zu bringen. An schreienden Menschen vorbei drängt sein Einsatzteam hinter ihm her. Vielen Schwerverletzten können sie noch beistehen und sie in Sicherheit bringen. Sie setzen Leben für Leben ein. Noch eine knappe Stunde bleibt ihnen … bis 10:04. Dann sinkt der 440m, hohe Südturm in einer gigantischen Wolke aus Staub, Rauch und wirbelnden Trümmern in sich zusammen. 29 Minuten später folgt der andere Turm.

Peter G. und viele Helfer finden ein Grab im Feuer, in den Trümmern und unter Stahlteilen. Tausende Menschen kommen mit ihnen um im flammenden Inferno, das Hass und Fanatismus entfacht und geschürt haben. Trümmer regnen auf die Umstehenden. Es gibt keine Unbeteiligten mehr in diesem Drama – nur noch Betroffene.

Wo ist Gott?


Wo ist Gott in diesem Schrecken? Gott selbst ist mit im Inferno des WTC. Er ist bei den Gläubigen, die nach ihm rufen in ihrer Todesangst. Er lässt die nicht allein, die im letzten Augenblick ihres Lebens zu ihm umkehren. Da sind die, die ihr Leben lang nie nach ihm fragten und denen jetzt die Zeit davonläuft. Mit dem Tod steht die letzte Frage vor ihnen: Wohin jetzt? Was danach?


Gott ist da und leidet und trauert in diesem Inferno des Hasses. Doch Gott löscht den Schrecken nicht aus. Diesen Schrecken, den Menschen für Menschen schufen. Hier haben sich Hass und Fanatismus unheilvoll geäußert. Aber Gott ist immer noch da. Mit seinem Angebot an Vergebung und Befreiung von unserer persönlichen Lebensschuld wartet er. Noch wartet er. Die Zeit geht allerdings zu Ende. Die Zeit unseres Lebens. Für die Menschen in Manhattan kam das Ende schnell – unerwartet schnell und furchtbar – und dann?

Ich denke, jeder von uns hat sich die Frage des „danach“ irgendwann schon einmal gestellt. Eines aber ist sicher, dieses „danach“ gibt es, und niemand – ohne Ausnahme – wird dem entgehen können. Und: es kann früher kommen, als du denkst!

Gott aber reicht uns heute noch seine Hand mit dem Angebot ewiger Rettung und Zuflucht bei ihm. Aber nur, wenn wir nach ihm suchen und ihm unsere persönliche Lebensschuld bekennen! Er möchte, dass wir ihn und seine grenzenlose Liebe annehmen und ihn Herr werden lassen über unser Leben! Er möchte nicht, dass wir verloren gehen, sondern dass wir ewiges Leben haben. Mit ihm zusammen!






Alle Namen und Ereignisse authentisch

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