Gedanken zur Irak-Krise

Thema Nummer eins in den Medien ist zur Zeit der drohende Irak-Krieg. Die Meldungen überschlagen sich, jeder Tag kann etwas völlig Neues bringen. Die USA spüren erstmals seit dem Beginn ihres „Anti-Terror-Feldzuges“ kräftigen Gegenwind aus den Kreisen ihrer sonst so treuen NATO-Bündnispartner.


Die Frage, um die es geht, beinhaltet ohnehin schon eine tonnenschwere Verantwortung: Lieber einen grausamen Diktator seine Tyrannei weiterführen lassen oder Tausende von Menschen opfern? Doch die Diskussion wird noch um ein Vielfaches erschwert durch die Unlauterkeit der Motive, aus denen die verschiedenen Parteien ihre Standpunkte einnehmen: Präsident Bush möchte gern an die Ölreserven im Irak und seinem Land zu einer Vormachtstellung im Nahen Osten verhelfen, Bundesregierung und Opposition betreiben mit dem Thema ungeniert Wahlkampf, und wenn fundamentalistische Mullahs die „imperialistische Bedrohung“ geißeln, müssen sie einen ganz schönen Spagat machen um nicht an die Ungerechtigkeit zu denken, die ihre Regimes in den eigenen Ländern praktiziert haben. Andere Quellen vermuten sogar Verbindungen zwischen der CIA und Al Qaida, sehen Osama bin Laden nur als Marionette der USA.


Nichts ist so wie es scheint. Oder, um es mit den Worten der HipHop-Gruppe „Freundeskreis“ auszudrücken: „Die Bösen sind auf gut und die Guten sind gerissen.“ Die, welche am lautesten nach Frieden schreien, sind offensichtlich die größten Kriegstreiber. Die, welche am hartnäckigsten auf internationales Völkerrecht pochen, übertreten selber mit Vorliebe dieses Recht.


Dasselbe Theater spielt sich jeden Tag im Herzen und Leben eines jeden Menschen ab. Wollen wir nicht auch Frieden, das Gute? Doch selbst unsere besten Taten sind von der Wurzel an mit Egoismus, Lüge, Heuchelei durchseucht. Wir demonstrieren gegen den Irak-Krieg und schreien uns zuhause gegenseitig an; wir kämpfen gegen die Umweltverschmutzung und verschmutzen Tag für Tag unser soziales Umfeld mit Schimpfworten, Unfreundlichkeit und Gleichgültigkeit; wir gehen in die Kirche, sind aber Gott in unserem Leben ungehorsam. Der George Bush Jr. unseres pathetischen, pseudo-christlichen Bewusstseins von Gerechtigkeit verbündet sich mit dem Osama bin Laden unserer unterschwelligen Rebellion gegen die Souveränität, Gottes zu einer unheiligen Allianz. Der Apostel Paulus, selber alles andere als ein „schlechter Mensch“, schreibt in schonungsloser Selbsterkenntnis:


„Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.“ (Römer 7,19)


um dann einen Vers weiter den Grund für dieses bei allen Menschen ausnahmslos vorhandene Übel anzugeben:


„Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde.“ (Römer 7,20)


Die Sünde wohnt seit dem Sündenfall in jedem Menschen, sie ist wie ein Virus, das sich rasend schnell verbreitet und letztlich den Tod bringt. Sie ist der Grund für Leid, Tod Krankheit, Krieg. Wir können nichts dagegen tun. Menschliche Anstrengungen müssen völlig erfolglos bleiben, weil sie selbst schon mit der Sünde infiziert sind. Wir haben vor Gott nichts außer ein böses Herz, können von uns aus niemals Seinen Maßstäben genügen.


Doch Gott will uns dieses Herz nehmen und uns ein neues geben. Jesus Christus, der Sohn Gottes, starb am Kreuz um den Zorn Gottes von uns abzuwenden; Er hat ein Leben nach dem Wohlgefallen des Vaters gelebt und für uns das Gesetz gehalten, das wir gebrochen haben. Wer Ihm Seine Sünden bekennt und Ihn bittet, in sein Leben zu kommen, dem wird Er dieses neue Herz schenken.


Übrigens: Jesus Christus ist der rechtmäßige Herrscher dieses Planeten, und Er wird bald wiederkommen, um Sein Reich sichtbar aufzurichten. Dann erst wird es echten Frieden auf dieser Erde geben. All die menschlichen Bemühungen, gipfelnd in der UNO und ihrer „Bundeslade“, werden in dieser Hinsicht kläglich scheitern. Doch wer Christus angenommen hat, hat schon jetzt einen Frieden im Herzen, den kein Krieg zerstören kann.


„Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Römer 8,38-39)

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