Was Forscher über Jesus (nicht) wissen

Weihnachten ist das Geburtstagsfest Jesu – und nicht genug damit, dass, wie eine Münchner Tageszeitung kürzlich ermittelte, nur noch 16% der Kinder den Sinn von Heiligabend kennen; Nein, pünktlich zum Fest, sozusagen „alle Jahre wieder“, melden sich die Stimmen derer, die sich über die ignorante Mehrheit der Bevölkerung erbarmen und uns endlich „frohe“ Kunde bringen: das Evangelium der „Entmythologisierung“ des Christentums, die natürlich und unabdingbar bei der Person anfängt, auf die sich alles gründet: Jesus Christus.


Dieses Jahr überrascht uns der „Stern“ mit großen Plakaten an Bushaltestellen und Bahnhöfen, die weithin sichtbar den Namen „Jesus“ tragen. Ein bisschen kleiner darunter: „Was Forscher heute wissen“. Nun, was wissen denn die Forscher heute über Jesus Christus? Zuerst einmal ist der Plural „Forscher“ eine ziemliche Übertreibung, denn zu Wort kommt nur ein einziger: Theologie-Professor Gerd Theißen, der, wie er selbst zitiert wird, „kein neutrales Jesus-Bild“ hat, sondern eben eines, das von der historisch-kritischen Exegese, welche die Bibel zuvorderst daraufhin untersucht, was an ihr falsch ist, geprägt ist.


So ein totales Fehlen anderslautender Stimmen (und derer gibt es genug) könnte man auch bewusste Manipulation und Propaganda nennen, doch die schiebt Autor Frank Ochmann lieber den Evangelisten in die Schuhe: „Also schiebt Lukas die Geschichte ein bisschen zurecht, lässt die tatsächliche Volkszählung des Quirinius ein paar Jahre später stattfinden und dehnt sie gleich auf die ganze römische Welt aus.“


Selbstverständlich stand Jesus keiner der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes neutral gegenüber. Sie hatten diesen Menschen über Jahre hinweg erlebt, waren mit Ihm durch dick und dünn gegangen, hatten Ihn liebgewonnen – und sie machen aus dem Zweck ihrer Schriften auch keinen Hehl:


„Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“ (Johannes 20,31)


Doch angeblich sind ihre Berichte erfunden, mystifiziert, religiös verbrämt und bewusst manipuliert. „Du glaubst doch diesen Kram nicht wirklich, werde ich oft gefragt.“ Darf ich zurückfragen: Wie kommt man eigentlich darauf, die Bibel in bezug auf Jesus Christus anzuzweifeln?


Zweifel an einem Bericht sind dann berechtigt, wenn er Widersprüche enthält, oder wenn Zweifel an der Integrität der Berichterstatter bestehen. Doch keines von beiden ist im Falle Jesu Christi gegeben. Was also treibt Menschen dazu, die Aussagen der Bibel über Jesus Christus immer und immer wieder anzuzweifeln?


„Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden“ (Römer 1,22)


Dass Jesus wirklich gelebt hat, dass Er schon zu Lebzeiten eine gewaltige Wirkung hatte, und dass Er unter Pontius Pilatus zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde, gilt als historisch gesichert; das kann man sogar dem Stern-Artikel entnehmen. Die außerbiblischen Belege dafür sind eindeutig, aber nicht sehr zahlreich. Also muss man sich doch wieder auf dieses seltsame Buch berufen.


So wird eben nur deshalb angezweifelt, dass Jesus in Bethlehem geboren wurde, weil es einfach zu unglaublich erscheint, dass der Prophet Micha dieses Ereignis gut 600 Jahre vorher vorausgesagt hat (Micha 5,1). Dann wird die Taufe Jesu durch Johannes (z.B. Matthäus 3,13-15) als „Beleg“ dafür herangezogen, dass die Lehre von der Sündlosigkeit Jesu reine Glorifikation ist, und auf die Jungfrauengeburt wird schon gar nicht mehr weiter eingegangen, weil das ja sowieso reiner Mumpitz ist.


Doch leider wehrt sich dieses fast 2000 Jahre alte Buch erfolgreich gegen alle Versuche, es zu widerlegen: „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“ (Johannes 1,5). Die Bibel beweist sich eigentlich schon selbst – sie ist ein integriertes Botschaftssystem, in der alles auf eine Person hinausläuft: Jesus Christus, den allmächtigen Gott in Menschengestalt, den Retter, der für unsere Sünden am Kreuz starb und mit Seiner Auferstehung den Tod besiegte, den König, der bald wiederkommen wird, um Gericht zu halten und Sein Reich aufzurichten. Doch es gibt noch andere Beweise, lebendige aus Fleisch und Blut, deren Leben eine totale Veränderung erfahren hat, durch „[…] die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.“ (Kolosser 2,12) – einer davon ist der Apostel Paulus, dessen wundersame Bekehrung man in Apostelgeschichte 9 nachlesen kann.


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„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen [d.h. einzigartigen] Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“ (Johannes 3,16)

Kommentare

  1. ^-_-^

    Frohes neues Jahr und Weihnachten

    Erst mal ein Frohes neues Jahr(5765).
    Was heiß hier niemand weiß mehr wieso Weihnachten gefeiert wird?
    “Das germanische Heidentum sah um Mittwinter (21. Dezember) die wihen nahten (mhd.), die „heiligen (weihen) Nächte” herannahen, die zwölf Nächte, in denen beispielsweise Wodans wütendes Heer oder die Wilde Jagd brausten.

    Es ist die Zeit nach der Wintersonnenwende, in der das Jahr seine dunkelste Jahreszeit erlebt, ab der die Tageslänge aber wieder zunimmt. Die Sonne wird gleichsam wiedergeboren, um im Frühling gleiche Länge wie die Dunkelheit zu erlangen und den Winter für das Jahr endgültig zu besiegen, ehe sie in schier endlosem Zyklus nach der Sommersonnenwende allmählich abstirbt, um von Neuem wiedergeboren zu weerden.”
    Also das war der Ursprung. Nur die Christen, Coca Cola und was weiß ich noch wer haben kräftig dran rum gemurkst.

  2. conrad

    Vielleicht meinst du Stellen im Alten Testament, in denen von Söhnen Gottes die Rede ist, nun das war zur Zeit des Alten Testaments eine geläufige Bezeichnung für Engel. Doch lies Hebräer 1, wie sehr sich Jesus von den Engeln unterscheidet. Leute, die anhand so etwas die Bibel für Mumpitz erklären wollen haben einfach zu kurz gedacht.
    Grüße, Conrad

  3. dreiodereinig

    Jesus und die Bibel

    Hi Alin

    Auf keinen Fall möchte ich die Bibel wiederlegen. Aber eure Auslegung ist zum Teil ziemlich erbärmlich.

    Wenn Du die Bibel gut kennst, und das nehme ich an, dann kennst Du auch die vielen Bibel-Verse, die ein christlicher Glaube unhaltbar machen. Z.B. dass Jesus nicht der einzige Sohn Gottes ist.

    Was mich interessiern würde ist, wie Du mit diesen Stellen in der Bibel umgehst. Ingnorieren? Unwichtig? Nicht gleichwertig?
    Gerne darfst Du die Verse auch im Kontext erfassen.
    Also, wie gehst Du damit um?
    Liebe Grüsse, Christian

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