Wenn eine ganze Nation Schuld auf sich lädt

Viel wird diskutiert in diesen Tagen. Der Salafismus ist Thema in allen Tageszeitungen, die Islamkonferenz ringt sich zu einer Stellungnahme durch. Ist Deutschland in Gefahr? Nur das Verteilen von Millionen von Korane wird behandelt, als stünde Deutschland kurz vor einem großen Umbruch. Muslime geben noch immer sehr gute Feindbilder ab.

Ein anderer Aspekt findet dabei kaum mehr Erwähnung. Heute ist es mir beim Studieren einer großen deutschen Tageszeitung aufgefallen. Sie titelte online irgendwo unter „ferner liefen“: Zahl der Abtreibungen in Bayern steigt – Kind oder Wohlstand? Im Artikel wurden mal wieder die vielen Statistiken erwähnt. Deutschlandweit wären die Zahlen der Abtreibungen rückläufig, aber gerade im katholischen Bayern hätte die Zahl der Abtreibungen in 2011 zugenommen. Dabei sei ein Grund in den verpflichtenden Beratungsgesprächen immer häufiger genannt worden: Geld.

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so arg in die Details gehen, nur bemerken, dass das Leben eines Kindes nicht an einer einzigen Stelle in diesem Artikel Erwähnung gefunden hat. In unserer Gesellschaft ist es anerkannt und ohne Diskussion akzeptiert, dass Menschen aus fast jedem beliebigen Grund ein ungeborenes Kind töten. Ich glaube, dass sich in der stillschweigenden Toleranz dieser Tatsache unsere ganze Nation schuldig macht.

Es ist leicht, auf andere zu sehen und sie als Feindbild zu deklarieren. Aber dieser stille Mord in unserem eigenen Land wird verschwiegen bzw. noch verteidigt. Und der Artikel offenbart, dass es meist eben nicht die ungewollten Teenagerschwangerschaften oder die Vergewaltigungsopfer sind, die eine Abtreibung vornehmen, sondern dass es die Angst vor Verantwortung, die Konsequenzen für das eigene Leben oder einfach nur Geld sind, die Mütter (und gleicherweise die Väter, die nur für Sex, aber nicht für Verantwortung, Unterhalt, Erziehung und Ehe bereit sind) zu einer Abtreibung veranlassen.

Gott liebt jedes Lebewesen. In Psalm 139 erläutert er deutlich, dass er den Menschen schon liebt, bevor er die 12-Wochen-Grenze überschritten hat.

„Du bist es ja auch, der meinen Körper und meine Seele erschaffen hat, kunstvoll hast du mich gebildet im Leib meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen bin, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar! Dir war ich nicht verborgen, als ich Gestalt annahm, als ich im Dunkeln erschaffen wurde, kunstvoll gebildet im tiefen Schoß der Erde. Deine Augen sahen mich schon, als mein Leben im Leib meiner Mutter entstand. Alle Tage, die noch kommen sollten, waren in deinem Buch bereits aufgeschrieben, bevor noch einer von ihnen eintraf.“

Schaut euch dieses Video an. Hier hat ein Mensch eine Abtreibung überlebt und durfte die Liebe Gottes, des Schöpfers, kennenlernen: Abtreibung überlebt – Gianna Jessen

Autor: ChristophN
Quelle: sueddeutsche.de

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