Jesus über die Autorität der Bibel

Es ist eine Frage, die sich viele Menschen irgendwann einmal stellen. Was in der Bibel kann ich glauben? Und wieso sollte ich der gesamten Bibel vertrauen?

Die Grundlage eines Christen ist Jesus Christus selbst. Jesus zu kennen, ihm zu vertrauen, steht am Anfang. Aber was dachte Jesus von der Bibel (*) ? Er glaubte an sie, vertraute ihr und kannte sie bestens. Er untergrub auch nicht die Autorität der Bibel, vielmehr äußerte er überzeugt:

„Solange Himmel und Erde nicht vergehen, wird auch kein einziger Buchstabe und nicht ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen“ (Matthäus 5,18).

Die Bibel war für Jesus so wichtig und allgegenwärtig, dass er sie im Neuen Testament immerhin 78 Mal zitierte. Er glaubte nicht nur an sie, sondern er richtete auch sein ganzes Leben nach ihr aus (vgl. Johannes 19,28). Besonders deutlich wird das in der Begebenheit, wo Jesus nach seiner Auferstehung zwei Jüngern begegnete:

„Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr unverständigen Leute! Wie schwer fällt es euch, all das zu glauben, was die Propheten gesagt haben! [..]« Dann ging er mit ihnen die ganze Schrift durch und erklärte ihnen alles, was sich auf ihn bezog – zuerst bei Mose und dann bei sämtlichen Propheten.“ (Lukas 24,25-27)

Noch eine andere Entdeckung ist aufschlussreich: In Matthäus 19,5 sagt Jesus:

„Habt ihr nicht gelesen, dass der, welcher sie schuf, sie von Anfang an als Mann und Frau schuf und sprach: ‘Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein’.“ (Hervorhebung vom Autor)

Wenn wir die zitierte Stelle im ersten Mose nachschlagen, sehen wir aber, dass hier nicht Gott direkt spricht, sondern dass es der zwar von Gott inspirierte, aber menschliche Autor war, der dies schrieb. Jesus betrachtete offensichtlich nicht nur die direkt von Gott ausgesprochenen Worte als Gottes Wort, sondern das gesamte Alte Testament.

Weil Jesus der Bibel vertraute, dürfen wir ihr auch vertauen. Wir haben oft das Gefühl, selbst bestimmen zu dürfen und zu können, welche Teile von Jesu Lehren wir akzeptieren und welche wir nicht annehmen. Aber das macht nur wenig Sinn, wie Timothy Keller schreibt:

„Warum solltest du ihm als Retter vertrauen, wenn du denkst, du bist schlauer als er? Entweder ist er das, was er von sich sagte, und seine Ansichten bestimmen unsere Ansichten, oder er log, als er sich als Gottes Sohn bezeichnete. Deshalb fallen und stehen Jesu Autorität und die Autorität der Bibel zusammen. Wenn wir glauben, dass er ist, was er von sich sagt, dann müssen wir auch die ganze Bibel als Gottes Wort annehmen.“

 

 

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(*) Dieser Artikel bezieht sich in erster Linie auf die jüdische Bibel, den „Tanach“, der dem Alten Testament der christlichen Bibel (in anderer Reihenfolge der einzelnen Bücher) entspricht.