Der Papst und die Mutter Gottes

Wie interessant der Medienhype um die Wahl des neuen Papstes Franziskus I. Mit hunderten von Reportern und Kameras wird eingefangen, welche ein „historisches Ereignis“ dort stattfindet. Auf jeden Fall ist es historisch und gleichzeitig spiegelt sich darin die Hoffnung wider, dass ein einzelner Mensch als eine Art Heilsbringer fungieren kann. Wird er die Kirche reformieren? Wie gestaltet er das Papstamt? Wird es der „Befreiungsschlag“ für die katholische Kirche?

In Zeiten der Fernsehübertragung und des Internets ist es möglich, sich den genauen Wortlaut des Papstes am Folgetag noch einmal anzuschauen. Jesus Christus wird außerhalb der Liturgie im Segen (Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes) nicht erwähnt. Dafür aber zweimal und in besonderer Form die Madonna, die „Mutter Gottes“, wie sie in der katholischen Kirche zwar biblisch korrekt, aber in der Konsequenz falsch tituliert wird. Hier zwei Zitate:

Zunächst möchte ich für unseren emeritierten Bischof Benedikt XVI. beten. Beten wir alle gemeinsam für ihn, auf dass der Herr ihn segne und die Muttergottes ihn behüte.

 

Morgen möchte ich bei der Muttergottes beten gehen, damit sie ganz Rom behüte. Gute Nacht und gute Erholung.

Der neue Papst nennt zwar Gott, den HERRN, aber nicht Jesus Christus, der doch so häufig das kleine Kind in der Krippe geblieben ist. Und seine Gebete für die Kirche richten sich zu aller erst an Maria. Die Bibel hat das vorausgesehen, dass sich an Jesus Christus die Geister scheiden werden. Johannes schrieb dazu:

Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, damit ihr euch wundert. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. (Johannesevangelium 5,20-23)
 
Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. Ihr! Was ihr von Anfang an gehört habt, bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben. (1. Johannesbrief 2, 22-24)
 
Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich; wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott über seinen Sohn bezeugt hat. Und dies ist das Zeugnis: dass Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. (1. Johannesbrief 5, 10-13)
 
Für den gläubigen Christen ist Maria die leibliche Mutter Gottes, auserwählt, um Jesus auf die Welt zu bringen. Nicht mehr und nicht weniger. Der rettende Glaube richtet sich aber immer auf Jesus Christus, den Mensch gewordenen Gott, der durch seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung am dritten Tag die Sünde und den Tod aus der Welt geschafft hat für den, der dies im Glauben annimmt. Maria rettet nicht – und kann auch nicht helfen.