Wo war Gott?

Vielleicht fragen manche: Wo war Gott, als dieser Amokläufer unterwegs war. Die Antwort ist schlicht: Er hat es gesehen, Er hat es sogar gewusst. Er hat es nicht verhindert. Warum? Wir wissen es nicht.
Wir sollten uns aber nicht hinreißen lassen, Gott die Schuld zu geben. Wenn es gut läuft, sind wir verantwortlich. Wenn eine Katastrophe passiert, ist es Gott. Nein, so einfach dürfen wir es uns nicht machen. Wir wollen uns aber auch als Christen eingestehen, dass wir keine Antwort haben auf diese Warum-Frage. Gott kann verhindern, denn Er ist Gott. Er kann eingreifen, denn Er ist Gott.
Eins wissen wir: Wenn Gott immer eingreifen würde, wenn Böses hier auf der Erde passiert, dann lebte keiner mehr von uns. Denn es gibt keinen Menschen, der nicht auch Böses getan hat. Zu Recht sind wir erschüttert angesichts dieser Morde, auch noch von einem so jungen Menschen. Aber wir wollen nicht vergessen, dass dieses Böse im Keim auch in jedem von uns steckt.
Warum-Fragen
Ist uns Gläubigen die Warum-Frage eigentlich erlaubt? Ich denke ja. Denn aus Philipper 4,6 wissen wir, dass wir Gott, unserem Vater, alles sagen dürfen. Auch unsere Fragen.
Auf der anderen Seite ist mir aufgefallen, dass es bis auf zwei Ausnahmen im Neuen Testament keine solchen Warum-Fragen zu geben scheint. Das ist sich auch nicht ohne Bedeutung!
Aber im Alten Testament finden wir einige Glaubensmänner, die derartige Warum-Fragen stellten.
Glaubensmänner fragten: Warum?
Hiob stellte beispielsweise in seinen Leiden diese Frage. Auch der Psalmist fragte sich, warum Gott ihn vergessen hat (42,9). Jeremia fragt sich und Gott mehrfach dieses Warum. Und auch Habakuk versteht manche Wege Gottes nicht und fragt: Warum? (1,3.13). So könnte man fortfahren.
Wenn ich schreibe, dass die Warum-Frage sicher auch heute gestattet ist, dann brauchen wir – wie gesagt – nicht zu glauben, dass wir sofort eine Antwort darauf bekommen. Zuweilen öffnet Gott den Schleier über seine Wege, die göttlich groß und damit höher als unsere Gedanken sind. Dann lässt Er sich herab, uns „Erklärungen" zu geben. Aber viele unserer Fragen werden wir wohl erst im Himmel beantwortet bekommen.
Wichtig ist, dass wir trotzdem nicht an der Treue, Güte und Liebe Gottes zweifeln. Denn diese ist über unsere Umstände erhaben.bibelpraxis.de

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Wo war Gott ?????

ja, wo denn….

Gott war auch in Auschwitz.
Gott war auch in Dachau.
Gott war auch in Bergen-Belsen
Gott war auch in Flossenbürg…..u.s.w. …u.s.w………

Gott ist in jedem Krieg, bei jeder Krankheit, bei jedem Unfall
und bei jeder schweren Lebenskrise bei uns !
Wir müssen ihn nur annehmen, ihn suchen und erkennen wollen!

Das Dilemma der Menschen ist, so glaube ich, dass wir so
oft meinen, ganz ohne Gott leben und auskommen zu können.
So lange wir alles im Griff haben und wir meinen, alles zu be-
herrschen.
Wenn es dann mal nicht so "rund läuft", oder wir in schwere Krisen und Nöte geraten, besinnen wir uns sehr gerne auf Gott. Und das muß ja auch nicht zuspät sein, denn Gott ist
sehr gnädig mit und und stets auf "Empfang!"

Wir sollten uns davor hüten, Gott auch nur Ansatzweise für
die Kriege und das Elend in der Welt verantwortlich machen zu wollen.
Wir Menschen sind allein für unser Handeln verantwortlich!

Darum würde ich eher fragen wollen :
"Wo war der Mensch in Auschwitz ?!?"

Denn Gott war da. Unbestritten. Das haben zigtausende
Menschen in den KZ erfahren dürfen.
Vielleicht als Beispiel Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg.

Zeitzeuge:

Als wir eines Tages von unserer Arbeit zurückkamen, sahen wir auf dem Appellplatz drei Galgen. "Antreten!" Ringsum die SS mit Maschinenpistolen – die übliche Zeremonie. Drei gefesselte Todeskanditaten. Darunter der kleine Pepe. Der Engel mit den traurigen Augen. Die SS schien besorgter, beunruhigter als gewöhnlich. Ein Kind vor tausenden von Zuschauern zu hängen war keine Kleinigkeit. Der Lagerchef verlas das Urteil. Alle Augen waren auf den Jungen gerichtet. Er war aschfahl, aber fast ruhig und biß sich auf die Lippen. Diesmal weigerte sich der Lagercapo als Henker zu dienen. Drei SS-Männer traten an seine Stelle. Die drei Verurteilten stiegen zusammen auf ihre Stühle und drei Hälse wurden zu gleicher Zeit in die Schlingen gesteckt. "Es lebe die Freiheit!" riefen die beiden Erwachsenen. Das Kind schwieg. "Wo ist Gott?" fragte jemand hinter mir. Auf ein Zeichen des Lagerchefs kippten die Stühle um. Absolutes Schweigen herrschte im ganzen Lager. Am Horizont ging die Sonne unter. "Mützen ab!" brüllte der Lagerchef. Seine Stimme klang heiser. Wir weinten. "Mützen auf!" Dann begann der Vorbeimarsch. Die beiden Erwachsenen lebten nicht mehr. Ihre geschwollenen Zungen hingen bläulich heraus, aber der dritte Strick hing nicht leblos. Der Junge war zu leicht und lebte noch. Mehr als eine halbe Stunde hing er so und kämpfte vor unseren Augen seinen Todeskampf. Und wir mussten ihm ins Gesicht sehen. Er lebte noch, als ich an ihm vorbei ging. Seine Zunge war noch rot und seine Augen waren noch nicht erloschen. Hinter mir hörte ich den selben Mann fragen: "Wo ist Gott?" Und ich hörte eine Stimme in mit antworten: ‘Wo er ist? Dort hängt er – am Galgen.’

Kommentare

  1. arnsim

    Gott liebt auch die, die nicht Christen sind. Leider nehmen aber nicht einmal alle Christen seine Liebe an. So sind auch wir nicht automatisch von dieser Schuld frei, weil wir getauft sind. Vergebung unserer Sünden erlangen wir nur dann, wenn wir uns auch wirklich bessern wollen.

  2. Wolfgang

    Es ist ebenso wichtig zu bemerken, dass die Schuld nicht nur den Ungläubigen in die Schuhe geschoben wird, sondern allen Menschen. Außerdem wird sie uns nicht in die Schuhe geschoben, sondern wir tragen sie zu Recht und das schließt auch Christen mit ein. Uns wurde diese Schuld lediglich vergeben, weil Gott uns liebt und wir Christen es angenommen haben, was auf alle anderen eben nicht zutrifft. Leider.
    Bless U

  3. joo16

    du hast da den ersten kommentar wohl falsch verstanden er greift nicht nur die an die das christentum aus der öffentlichkeit haben wollen sondern auch die christen die sich dagegen nicht wehren . ich weiß nicht wo ich den kommentar das letzte mal gehört hab aber christen sollen sich endlich wieder mehr in der öffentlichkeit über und um ihren glauben _streiten_. es geht doch nicht darum dir die schuld in die schuhe zu schieben sondern denen klar zumachen die fragen wo war gott das er da war das katastrophen eben kein beweis der nicht existens gottes sind.

  4. Natchen

    Wenn du nicht an Gott glauben möchtest, dann ist es in Ordnung, aber warum musst du uns auf dieser offenbar christlichen Seite die Laune vermiesen?Glaub meinetwegen nicht an Gott, aber lass uns Gläubige doch einfach unser Ding machen.
    Übrigens: wenn es Gott gibt, dann wirst du es nach dem Tod wohl bereuen. Wenn es Gott nicht gibt, dann habe ich mich trotzdem mein ganzes Leben lang versucht meinen Nächsten zu lieben und das Gute zu verbreiten, kein Verlust also. Lass uns unseren Glauben. Du kannst den Kopf schütteln, aber es ist tatsächlich so, dass es unsere Schuld ist, dass es der Welt so schlecht geht. Unter Missachtung Gottes und auch des menschlichen Verstandes zerstören wir unsere Umwelt, rotten uns gegenseitig aus und erziehen unsere Kinder so, dass sie kein Respekt mehr vor dem Leben haben.
    Aber Gott ist da, er reicht uns die Hand. Er möchte uns retten. Du musst diese Hand natürlich nicht ergreifen, aber andere sind bereit – bereit für ein Leben mit Gott.

  5. Gottloglücklich

    Im letzten Kommentar wird uns Ungläubigen also die Schuld in die Schuhe geschoben!
    Weil wir nicht wollen, dass unsere Kinder in der Schule unter dem Kreuz lernen etc.! nein, mein Kind soll später selber entscheiden und wir leben zum Glück nicht in einem von Religion geführten Staat! Man sieht ja wo sowas hinführt am nahen Osten! Prima ihr Christen seid einfach die besseren Menschen, schon klar!
    Euer Gott ist Einbildung

  6. Natchen

    Lieber Gott, wo warst du?!
    – Offener Brief Gottes an seine Erdenkinder –

    Es ist noch gar nicht lange her, als in Erfurt die Schüsse fielen, als die Twin-Tower in New York zusammenstürzten – seitdem klingt mir Eure Frage im Ohr: “Wo warst Du da, lieber Gott?” Ich hörte Euren vorwurfsvollen Unterton heraus: Du, Allmächtiger, warum hat Du das nicht verhindert, dass das Leben unschuldiger Menschen ausgelöscht wurde?! Glaubt mir, ich war ganz tief getroffen, in meiner Mitte, dort wo meine Barmherzigkeit sitzt. Aber, habt Ihr wirklich gemeint, ich würde die anfliegenden Maschinen mit meiner Hand aus dem Himmel um die Twin-Towers herumleiten?

    Hört mir jetzt bitte einmal genau zu:

    Seit Jahren habt Ihr mich gebeten, Eure Schulen zu verlassen, Eure Regierungen zu verlassen, einfach Euer Leben zu verlassen, Euch nicht mit meiner Gegenwart zu behelligen. Weil ich mich niemandem aufzwingen will und kann, habe ich mich zurückgezogen. Wie konntet Ihr also erwarten, dass ich den Täter aus Erfurt an der Schultür abfange und ihm die Waffen abnehme?

    Wenn sich ein einziger darüber beklagt, dass in der Schule ein Kreuz hängt oder vor dem Unterricht gebetet wird, weil er sich dadurch in seiner Persönlichkeitsentfaltung gestört fühlt. Dann wird eben aus Rücksicht auf ihn eben das Kreuz abgehängt und nicht gebetet – die Mehrheit schweigt und Ihr seid stolz auf Eure Toleranz.
    Wenn heute gegen mein Wort – ach Ihr kennt es ja: Du sollst nicht töten usw. – protestiert wird, es schränke die Freiheit und den autonomen Willen ein, dann sagt Ihr dazu Euer o.k. – und ganze Generationen wachsen heran ohne mein Wort.
    Wenn Frauen sagen, wir treiben unsere Kinder ab, weil unser Bauch uns gehört – dann ist Euer Einverständnis gewiss. Schließlich ist Euch Eure Selbstverwirklichung wertvoller und wichtiger als ein Menschenleben.
    Wenn Künstler lautstark dazu auffordern, ihre Redefreiheit dürfe in keinster Weise eingeschränkt werden und sie dürften im Namen der Kunst alles zeigen, was es an Gewalt, uneingeschränkten Sex und Perversionen so gäbe – da habt Ihr Euer o.k. genickt.
    Und wenn dann in euren TV – Programmen Szenen von Vergewaltigung, Drogenkonsum, Mord in allen Variationen am Freitag, Samstag und Sonntag Abend vorkamen, dann habt Ihr das verharmlost: Es gehe doch nur um Unterhaltung und jeder könne ja abschalten!
    Betroffen und ratlos habt Ihr Euch gefragt: Warum können unsere Kinder nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden? Lernen sie das nicht mehr in der Schule? Entsetzt habt Ihr festgestellt, dass es Euren Kleinen nichts ausmacht, Klassenkameraden schon am Boden liegend zu treten, Mitschüler zu verhöhnen, wenn sie nicht die neuesten Trendklamotten anhatten: Mobbing im Klassenzimmer! Entsetzt habt Ihr festgestellt: Auch meine Tochter, mein Sohn könnte so was tun, denn es dämmerte Euch die Erkenntnis: Was der Mensch sät, wird er auch ernten. Lieber Gott, wo warst Du, als mein Sohn im Rausch an einen Baum fuhr? Wo warst Du, als sich der Täter von Erfurt wie in einer Ekstase kaltblütig seine Opfer aussuchte und hingerichtet hat?

    Eigenartig, wie leicht Ihr Euch meiner Person entsorgt und wie schnell Ihr Euch wundert, dass es in Eurer (und meiner) Welt so gnadenlos höllisch zugeht.
    Eigenartig, wie Ihr den Zeitungen bedenkenlos Glauben schenkt, die Bibel aber in Frage stellt und als Märchenbuch abtut.
    Eigenartig, wie jemand sagen kann: Ich glaube an Gott – aber am liebsten ist es mir, wenn er mich in Ruhe lasst und wenn nach einer dreiviertel Stunde der Zauber vorbei ist.
    Eigenartig, wie schnell Ihr über andere urteilt, aber Euch gegenüber naiv und kritiklos dahinlebt.
    Eigenartig, wie leicht Brutalität, das Vulgäre und Obszöne frei durch den Cyberspace fließen, aber gleichzeitig die öffentliche Diskussion über den Religionsunterricht angeheizt wird, weil er angeblich nicht mehr in unsere plurale Gesellschaft passe.
    Eigenartig, wie viel besorgter Ihr darüber seid, was die Leute von Euch denken als darüber, was ich über Euch denke!
    Und Ihr fragt immer noch: Lieber Gott, wo warst Du?

    Ich wollte bei euch sein – das ist ja mein Name und mein Wesen. Man hat mir aber klargemacht, dass der Anblick meines gekreuzigten Sohnes sich schädlich auf die seelische Entwicklung der Kinder auswirke und gar die kostbare Freiheit eines Lehrers einenge.. – und dabei lasst Ihr die Seelen der Kinder am laufenden Fernseher vergiften! Ich wollte bei Euch sein, aber ihr wollt meinen Namen aus eurem Grundgesetz streichen, weil das die anderen Religionen benachteiligt….und Ihr vergesst, was zwei Weltanschauungen ohne mich bei Euch angerichtet haben? (Nationalsozialismus, Kommunismus)

    Ihr wollt eine Politik machen – ohne mich -, und nun wundert ihr Euch, dass ich das zulasse und Euren Wünschen entspreche? Soll ich eingreifen, wenn Ihr den Ast absägt, auf dem Ihr sitzt? Und wenn Ihr dann im Herunterfallen nach mir ruft – soll ich da eingreifen und Euch auffangen? Lebt Euer Land in jener Sorglosigkeit wie im alten Rom, wo schon die jungen Völker vor der Tür standen und die Römer es nicht merken wollten?

    Ich überlege mir: Soll ich Euch weiterhin ein barmherziger Gott sein, gnädig, reich an Huld und Treue? ( Ex 5-6, 8-9) Wollt Ihr mich nur einlassen über Euren Lieferanteneingang oder finde ich bei Euch noch ein paar aufrechte und ehrliche Leute, die mich offiziell willkommen heißen? Wie gesagt: Ich dränge mich nicht auf, und wenn Ihr auf die Landkarten schaut, wo überall ich schon war und nicht mehr bin: Ihr könnt mit mir rechnen – das ist mein Name -, aber Ihr könnt mich nicht manipulieren und erwarten, dass ich auf Knopfdruck handle. Lasst es mich wissen, ob ich Euer Immanuel sein kann. Ihr wisst, wo ich zu erreichen bin.

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