Appell von christlichen Gemeinden an alle Landesregierungen in Deutschland.

Appell von christlichen Gemeinden an die Landesregierung von ……….., den gemeinsamen Gemeindegesang wieder zuzulassen

Sehr geehrter Herr/Frau Ministerpräsident ………

Sehr geehrter Herr/Frau Innenminister………….

Sehr geehrter Herr/Frau Kultusminister…………

Als evangelische freie christliche Gemeinden in unserem Land haben wir nun schon seit einem Jahr die verschiedenen Verordnungen der Landesregierung in Bezug auf die Abwehr der Corona-Pandemie nach Kräften und Möglichkeiten mitgetragen und umgesetzt, obgleich sie in einigen Bereichen stark in das von unserer Verfassung garantierte Grundrecht der freien Religionsausübung eingegriffen haben. Danke, dass wir uns beim 2. Lockdown weiterhin unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen versammeln durften!

Wir sprechen für viele Christen in unserem Land, indem wir zugleich feststellen: Das von Ihnen im Zuge der verschärften Lockdown-Maßnahmen vor einigen Monaten verhängte absolute Verbot des Gemeindegesangs ist für uns ein ganz besonders massiver und schmerzhafter Eingriff in die freie Religionsausübung, gerade weil die Bibel uns an sehr vielen Stellen gebietet, unserem Gott zu singen. Gehorsam gegenüber Gottes Wort gebietet uns, nicht auf Dauer auf Gesang in den Gemeinden zu verzichten (höchstens kurzzeitig bei massiver Ansteckungsgefahr), denn die Bibel fordert uns auf:

Singt dem HERRN ein neues Lied, sein Lob in der Gemeinde der Getreuen! (Psalm 149,1).

Lobsingt dem HERRN, ihr seine Getreuen, und preist seinen heiligen Namen! (Psalm 30,5)… damit man dir zu Ehren lobsinge und nicht schweige. O HERR, mein Gott, ich will dich ewiglich preisen! (Psalm 30,13)

Singt dem HERRN ein neues Lied, singt dem HERRN, alle Welt! Singt dem HERRN, preist seinen Namen, verkündigt Tag für Tag sein Heil! (Psalm 96,1-2)

Jauchzt dem HERRN, alle Welt; brecht in Jubel aus, frohlockt und lobsingt! Lobsingt dem HERRN mit der Laute, mit der Laute und mit klangvoller Stimme, mit Trompeten und Hörnerschall; jauchzt vor dem König, dem HERRN! (Psalm 98,4-6)

Singt dem HERRN, denn er hat Herrliches getan; das soll bekannt werden auf der ganzen Erde! (Jesaja 12,5)

Redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen! (Epheser 5,19)

Der Gesang und das Gotteslob mit Liedern und auch Instrumenten hat seit fast 2.000 Jahren in allen Kirchen und Glaubensrichtungen auf der ganzen Welt zu den Grundelementen des christlichen Gottesdienstes gehört. Wir appellieren daher an die Landesregierung, die außerordentliche Einschränkung, den Gemeindegesang ganz zu verbieten, so rasch wie möglich aufzuheben. Dieser schwerwiegende Eingriff in unsere religiöse Gottesdienstpraxis war unseres Erachtens insgesamt nicht verhältnismäßig und auch nicht notwendig, da sich unter Einhaltung der gängigen Abstands- und Hygieneregeln, verbunden mit einer guten Raumlüftung, Ansteckung effektiv verhindern lässt. Angesichts der – Gott sei Dank – inzwischen stark zurückgegangenen Inzidenz-Werte und der insgesamt sinkenden Zahlen von Schwerkranken und Toten appellieren wir an unsere Regierung, für die wir regelmäßig beten, dass Sie die christlichen Gemeinden im Rahmen der derzeitigen Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen nicht vergessen und uns nicht länger daran hindern, den Gemeindegesang als wesentlichen Ausdruck unseres Glaubens zu pflegen.

Es ist unser dringendes Verlangen und Gebet, dass wir so bald wie möglich wieder den Gemeindegesang praktizieren können. Danke, wenn Sie uns darin unterstützen. Für Gespräche mit Ihnen stehen wir jederzeit bereit.

Mit freundlichen Grüßen

Die unterzeichneten Gemeinden

(Idee von Dr. Lothar Gassmann)

Kommentare

  1. Fan

    man kann es auch anders sehen.
    Gott sagt in Amos “Tue nur hinweg von mir den Lärm deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich nicht hören!”
    Wenn ich sehe wie du bereits so oft gegen charism und christl Gruppierungen geschrieben hast, die sehr viel Wert auf Worship / Gesang / Anbetung legen, dann kann es dir doch nur Recht sein, dass Gesang nun verboten ist
    Ich denke Gott freut sich darüber, dass aktuell nicht so viel Krach gemacht wird wie sonst.

  2. Wow, wie schön und Mut machend zu hören/lesen, dass sich nun doch etwas zu tun scheint, dass Bewegung bei Gemeinden die Phase des ultimativen Kuschens und Abnickens vorbei zu sein scheint.

    Aber: Hoffentlich lässt sich da überhaupt jemand durch einen Brief beeindrucken. Denn bis dato zeigen Bundes- und Landesregierungen selbst von Gerichtsentscheidungen verblüffend unbeeindruckt, machten munter und dreist mit ihrem rechtswidrigen Verordungs-Tsunami noch schlimmer weiter.

    Lasst uns weiter um Mut und weise gute Idee und um Gottes Leitung beten, wie wir als Christen und Gemeinden diesem Corona-Wahnsinn begegnen dürfen/sollen/müssen! Den brauchen wir alle sehr!

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