Die Türkei ein Rechtsstaat? Beten wir für Bruder Andrew Craig Brunson.

Die Staatsanwaltschaft von Izmir beantragte eine lebenslange Haftstrafe für den evangelikalen Pastor Andrew Craig Brunson, der im Herbst 2016 in der Türkei festgenommen wurde, weil er angeblich der Hizmet-Bewegung des islamischen Predigers Fetullah Gülen angehörte, der für den gescheiterten Staatsstreich vom 15. Juli 2016 verantwortlich gemacht wird. Am Dienstag, den 13. März, bestätigte der türkische Staatsanwalt die Vorwürfe gegen Brunson, der bei der Vernehmung am 7. Februar alle Vorwürfe zurückgewiesen hat. Wenn das Gericht den Antrag des Staatsanwalts stattgibt, wird es einen weiteren Prozess vor Gericht geben, bei dem er zu lebenslanger Haft in türkischen Gefängnissen verurteilt werden könnte. Andrew Brunson leitete die evangelische Auferstehungs-Gemeinde (Smirne Diriliş Kilisesi) in Izmir und war im Oktober 2016 zusammen mit seiner Frau Lyn Norine von der türkischen Einwanderungsbehörde vorgeladen worden. Das Ehepaar wurde zunächst informiert, dass es die Türkei verlassen sollte, was mit dem vagen Vorwurf begründet wurde, Gelder für die Finanzierung missionarischer Initiativen aus dem Ausland erhalten zu haben, mit denen er die Sicherheit des Landes gefährdet habe. In der Folge berichtete die türkische Presse, dass der Ausweisungsbeschluss für den evangelikalen Pastor in eine Festnahme umgewandelt worden sei, nachdem ein heimlicher Zeuge ihn beschuldigt hatte, zum Gülen-Netzwerk FETO zu gehören.

Im Gefängnis hatte Brunson Besuche von hochrangigen Vertretern der US-Botschaft in der Türkei erhalten und US-Präsident Donald Trump hatte auch während des Treffens im Mai 2017 im Weißen Haus mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die Freilassung des evangelikalen Pastors gefordert. Doch nach Trumps Intervention waren gegen Brunson im August letzten Jahres noch schwerer Vorwürfe als in der Vergangenheit erhoben worden und in eine Verlegung in ein Hochsicherheitsgefängnis angeordnet, wo hochrangige Beamte untergebracht sind, die für den gescheiterten Staatsstreich im Jahr 2016 verantwortlich gemacht wurden. Schließlich erklärte sich Erdogan bereit, den US-amerikanischen Pastor freizulassen, wenn die US-Behörden im Gegenzug den seit 1999 im Exil in den USA lebenden Fetullah Gülen an die Türkei ausliefern.

Nach dem Antrag auf lebenslange Haftstrafe betonte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Nicole Thompson, dass die Vereinigten Staaten von Amerika auch künftig die Türkei auffordern werden, Pastor Andrew Brunson und andere US-Bürger freizulassen, „von denen wir glauben, dass sie zu Unrecht inhaftiert sind“. (Fides)

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